Was kostet eine App 2026? Vollständige Kostenaufstellung

Die Preise streuen zwischen 5.000 und über 130.000 EUR. Cross-Platform spart 30 bis 50 Prozent, die Wartung liegt bei 15 bis 25 Prozent der Entwicklungskosten.

aktualisiert: 10. Februar 202615 Min. LesezeitVonBoncz Bálint

Was kostet die Entwicklung einer App im Jahr 2026?

Der Rahmen reicht von rund 5.000 EUR für eine einfache Anwendung bis über 130.000 EUR für ein System aus mehreren Apps mit gemeinsamem Backend. Zwischen diesen Enden entscheiden drei Größen: der Funktionsumfang, die Zahl der Codebasen und der Stundensatz des Teams. Alles andere ist Verhandlung über Details.

Diese Spanne ist ehrlich, aber wenig hilfreich. Deshalb rechnet dieser Beitrag sie auf: erst Aufwand in Stunden, dann Stundensatz, dann Zuschläge je Funktion, dann laufende Kosten. Sie können jede Zahl nachrechnen und mit dem Angebot vergleichen, das auf Ihrem Tisch liegt. Die Preise bewegen sich damit zwischen 5.000 und über 130.000 EUR, und im Text steht jeweils, woher die Zahl kommt. Wie wir arbeiten und mit welchem Stack, steht auf der Seite App-Entwicklung.

Welche drei Preisklassen gibt es und was steckt darin?

Einfach, mittel, komplex. Eine einfache App liegt bei 90 bis 230 Stunden, eine mittlere bei 230 bis 680, eine komplexe bei 680 bis 2.350 Stunden. Multipliziert mit dem Stundensatz ergibt das die Budgetspanne. Die Aufwandszahlen stammen aus unseren eigenen kalkulierten und gelieferten Projekten.

KlasseAufwandbei 55 EUR je Stundebei 90 EUR je StundeDauer
Einfache App90 bis 230 Std.4.950 bis 12.650 EUR8.100 bis 20.700 EUR4 bis 8 Wochen
Mittlere App230 bis 680 Std.12.650 bis 37.400 EUR20.700 bis 61.200 EUR8 bis 16 Wochen
Komplexe App680 bis 2.350 Std.37.400 bis 129.250 EUR61.200 bis 211.500 EUR16 bis 40 Wochen
Modellrechnung, keine Markterhebung. 55 EUR ist die Mitte der von Anbieterratgebern genannten mitteleuropäischen Nearshore-Spanne von 40 bis 80 EUR; 90 EUR ist der Freelancer-Median für Software- und Webentwicklung im DACH-Raum laut Freelancer-Kompass 2026.

Auffällig an der Tabelle ist die Breite innerhalb jeder Klasse. Das liegt daran, dass zwei Apps mit identischer Funktionsliste völlig unterschiedlich teuer sein können. Ausschlaggebend sind die Zahl der Nutzerrollen, die Tiefe der Berechtigungslogik und die Frage, ob Daten aus einem Bestandssystem kommen. Eine Buchungs-App für eine Rolle und eine für fünf Rollen mit Freigabestufen sind technisch zwei verschiedene Produkte.

Einfache App: 90 bis 230 Stunden

Einfach heißt nicht schlecht. Eine sauber gebaute schlanke App erfüllt ihren Zweck oft besser als ein überladenes Produkt, das nie fertig wird. In diese Klasse gehören Informations-Apps mit Inhalten aus einem Redaktionssystem, Rechner und Konverter, Terminübersichten sowie Anwendungen mit einer oder zwei Schnittstellen und einem einfachen Nutzerprofil.

Ein Gastronomiebetrieb mit Speisekarte, Tischreservierung und Benachrichtigung über Tagesangebote landet hier. Sechs Wochen, eine geteilte Codebasis, ein Backend von der Stange. Wenn Ihnen jemand für diesen Umfang 40.000 EUR anbietet, lassen Sie sich den Aufwand in Stunden zeigen.

Mittlere App: 230 bis 680 Stunden

Hier liegt die Mehrheit der Geschäftsanwendungen. Nutzerkonten, Geschäftslogik im Backend, Zustände in Echtzeit. Typisch sind Shops mit Zahlungsanbindung an Stripe, PayPal oder Klarna, Buchungssysteme mit Verfügbarkeitsprüfung, Anwendungen mit Chat und Bewertungen, Kartenintegration, segmentierte Benachrichtigungen, ein Adminbereich zur Pflege der Inhalte und ein Offline-Modus mit Synchronisation.

Eine Studiokette mit Kursplan, Buchung, Onlinezahlung und Trainingsprotokoll braucht rund zwölf Wochen inklusive Adminbereich und Backend. Die meisten MVPs von Start-ups fallen ebenfalls in diese Klasse, sobald echte Zahlungen im Spiel sind.

Komplexe App: 680 bis 2.350 Stunden

Mehrere Rollen, mehrere Apps, Datenverarbeitung in Echtzeit, Anbindungen an Bestandssysteme. Lieferplattformen mit Kunden-, Fahrer- und Betreiber-App auf einem Backend gehören dazu, ebenso Fintech mit Bankanbindung, zwei- oder dreiseitige Marktplätze, Telemedizin mit Videosprechstunde und Dokumentation, IoT-Steuerung mit Hardwarebezug sowie Anwendungen mit Bilderkennung oder Empfehlungslogik.

Acht Monate und ein sechsstelliges Budget sind in dieser Klasse normal. Der Preis entsteht selten in der Oberfläche, sondern in der Integration, in der Berechtigungslogik und im Testaufwand über mehrere Rollen hinweg.

Warum kostet dieselbe App in Deutschland fast das Doppelte?

Weil der Stundensatz die einzige Größe ist, die sich zwischen Märkten stark unterscheidet. Der Aufwand für dieselbe Spezifikation bleibt gleich. Belastbar erhoben ist dabei nur der Freelancer-Markt; alle Agenturzahlen im Netz stammen aus Ratgebertexten von Anbietern, nicht aus Erhebungen.

Der Freelancer-Kompass 2026 nennt für IT-Freelancer im DACH-Raum einen Medianstundensatz von 95 EUR, für Software- und Webentwicklung 90 EUR und für SAP und ERP 120 EUR. Das ist die beste öffentliche Datenquelle für den deutschsprachigen Raum, die ich gefunden habe. Für Agenturen kursieren 100 bis 180 EUR, für mitteleuropäisches Nearshoring 40 bis 80 EUR. Beide Zahlen stehen in Ratgebern von Dienstleistern, und das gehört dazugesagt.

MarktEUR je StundeArt der Quelle
DACH, IT-Freelancer gesamt95 (Median)Panelerhebung
DACH, Software- und Webentwicklung90 (Median)Panelerhebung
Deutschland, Agentur100 bis 180Anbieterratgeber
Mitteleuropa, Nearshore40 bis 80Anbieterratgeber
Mitteleuropa, konservativere Schätzung30 bis 55Anbieterratgeber
Budapest, veröffentlichter Listenpreis36Anbieter-Listenpreis
Panelerhebung: Freelancer-Kompass 2026 (freelancermap.at, 02.07.2026). Anbieterratgeber: software-entwickeln-lassen.com (2026) und groenewold-it.solutions (19.06.2026). Listenpreis: Profil eines Budapester Dienstleisters auf aciety.com.

Aus diesen Bändern ergibt sich die Ersparnis, die mehrere Quellen übereinstimmend mit 30 bis 50 Prozent gegenüber Deutschland angeben. Wer daraus 70 Prozent macht, rechnet mit Sätzen, die außerhalb der EU liegen, und verschweigt den Abstimmungsaufwand. Wir kalkulieren konservativer: Ein Teil der Differenz geht für zusätzliche Spezifikationsarbeit und häufigere Abnahmen wieder ab. Den vollen Vergleich mit Vertragsformen und Nebenkosten finden Sie im Beitrag Entwicklungskosten Deutschland gegen Nearshore.

Was kostet eine mobile App bei AppForge?

Wir arbeiten mit Festpreisspannen statt mit Stundenkontingenten. Eine MVP-App liegt bei 2.750 bis 8.250 EUR, eine vollausgestattete App bei 8.250 bis 19.250 EUR, eine Enterprise-App ab 19.250 EUR. Die Beträge stammen aus unserer veröffentlichten Preisliste in HUF, umgerechnet zum MNB-Mittelkurs vom 14.08.2026.

PaketUmfangPreisDauer
MVP-App3 bis 5 Hauptscreens, Firebase- oder Supabase-Backend, Authentifizierung, Push-Nachrichten, Store-Einreichung2.750 bis 8.250 EUR6 bis 10 Wochen
Vollausgestattete Appeigenes Python- oder Node-Backend, Zahlungen, segmentierte Benachrichtigungen, Analytics und Crash-Reporting, Offline-Sync8.250 bis 19.250 EUR3 bis 5 Monate
Enterprise-AppERP- und CRM-Anbindung, Rollenmodell mit SSO, Hochverfügbarkeit, Audit-Log und DSGVO-Nachweise, SLA, On-Premise-Optionab 19.250 EUR5 bis 10 Monate
Grundlage: die öffentliche Preisliste von AppForge (public/pricing.md), umgerechnet mit 1 EUR = 363,28 HUF, MNB-Mittelkurs vom 14.08.2026. Nettobeträge, Richtwerte, kein Angebot. Alle drei Pakete setzen eine geteilte Codebasis für iOS und Android voraus.

Diese Spannen liegen unter dem Modell aus der Tabelle weiter oben, und das hat einen Grund. Sie gelten für scharf geschnittene Pakete mit festem Umfang, nicht für offene Entwicklung nach Zuruf. Sobald Integrationen, Compliance-Nachweise oder mehrere Rollen dazukommen, bewegen wir uns in Richtung der Modellwerte. Die vollständige Übersicht über alle Leistungen steht in der Preisübersicht.

Was in keinem der drei Pakete steckt, sagen wir vorab: die Entwicklerkonten bei Apple und Google, laufende Modellkosten für KI-Funktionen, Gebühren von Zahlungsdienstleistern, Lizenzen für Kartenmaterial und die Arbeit an der Store-Sichtbarkeit. Diese Posten werden zu Weltmarktpreisen abgerechnet und sind bei jedem Anbieter gleich hoch. Wer sie in den Projektpreis hineinrechnet, macht das Angebot nur unübersichtlicher.

Wie groß ist der Preisunterschied zwischen nativ und Cross-Platform?

Eine geteilte Codebasis senkt die Erstentwicklung nach unseren Kalkulationen um 30 bis 50 Prozent. Der Effekt kommt nicht vom Framework, sondern von der Halbierung dreier Posten: Implementierung der Fachlogik, Testmatrix und Wartungsstrang. Beim Backend und beim Design ändert sich fast nichts, weil beides ohnehin geteilt wird.

KlasseCross-Platform, eine CodebasisNativ, zwei CodebasenRechnerische Ersparnis
Einfache App4.950 bis 12.650 EUR7.100 bis 21.000 EUR30 bis 40 Prozent
Mittlere App12.650 bis 37.400 EUR19.500 bis 68.000 EUR35 bis 45 Prozent
Komplexe App37.400 bis 129.250 EUR53.500 bis 258.500 EUR30 bis 50 Prozent
Fortschreibung der Modellrechnung mit 55 EUR je Stunde. Die native Spalte ergibt sich aus der Cross-Platform-Spanne geteilt durch den jeweiligen Ersparnisfaktor. Modell, keine Preisliste.

Bei hardwarenahen Anwendungen schrumpft der Vorteil. Was Sie zweimal schreiben müssen, sparen Sie auch nicht einmal: spezielle Sensoren, feingranulare Bluetooth-Steuerung, On-Device-Modelle, aufwendige 3D-Darstellung. Für Spiele, AR und Anwendungen mit tiefer Plattformbindung bleibt nativ die sauberere Entscheidung, und der Aufpreis ist dann kein Aufpreis, sondern der Preis der Anforderung.

Die technische Gegenüberstellung mit Bildraten, Startzeiten und Over-the-Air-Updates steht im Beitrag Native oder Cross-Platform-App. Wenn die Entscheidung für Cross-Platform gefallen ist, folgt die Frage nach dem Framework. Kostenseitig nehmen sich React Native und Flutter praktisch nichts: gleiche Größenordnung beim Aufwand, gleiche Laufzeit. Der Unterschied liegt in der Verfügbarkeit von Entwicklern und in der Frage, wie eigenständig die Oberfläche aussehen soll.

Was kostet die Anbindung an Ihre Bestandssysteme?

Zwischen einem Fünftel und einem Drittel des Projekts, sobald ERP, CRM oder Warenwirtschaft im Spiel sind. Der Aufwand hängt fast vollständig davon ab, was das Altsystem anbietet: eine dokumentierte Schnittstelle, eine undokumentierte, oder gar keine. Diese drei Fälle unterscheiden sich um den Faktor drei.

Mit einer dokumentierten REST- oder SOAP-Schnittstelle bleibt es Fleißarbeit: Datenmodell abbilden, Fehlerfälle behandeln, Idempotenz sicherstellen, Ratenbegrenzung respektieren. Ohne Schnittstelle wird es teuer. Dann bleiben eine Lesereplik der Datenbank, ein dateibasierter Austausch über einen Ordner oder ein Zwischendienst, der die Oberfläche des Altsystems bedient. Der letzte Weg ist der teuerste im Betrieb, weil jede Änderung am Altsystem ihn bricht.

Für das Angebot heißt das: Die Integration gehört in ein eigenes Arbeitspaket mit eigenem Puffer, nicht in eine Zeile am Ende der Kalkulation. Und sie gehört ins Vorprojekt, weil sich hier die Schätzung am häufigsten als falsch erweist. Wir verlangen vor der Festpreiszusage Zugang zu einem Testsystem. Ohne diesen Zugang lässt sich ein Festpreis nicht seriös nennen, sondern nur raten.

Wie verteilen sich die Kosten im Projekt?

Grob in fünf Blöcke: Konzept und Oberflächengestaltung 15 bis 25 Prozent, Frontend 30 bis 40 Prozent, Backend 25 bis 35 Prozent, Test und Qualitätssicherung 10 bis 15 Prozent, Projektsteuerung 10 bis 15 Prozent. Die Obergrenzen addieren sich absichtlich auf mehr als 100, weil sich der Schwerpunkt je Projekt verschiebt.

BlockAnteilWas darin steckt
Konzept und UX/UI15 bis 25 %Nutzerinterviews, Wireframes, Nutzerflüsse, Screens in Figma, Designsystem, klickbarer Prototyp
Frontend30 bis 40 %Screens, Navigation, Animationen, Layout für verschiedene Geräteklassen, Offline-Verhalten
Backend25 bis 35 %API, Datenmodell, Authentifizierung, Drittanbindungen, Infrastruktur und Deployments
Test und QA10 bis 15 %Gerätetests, automatisierte Tests auf drei Ebenen, Lasttest, Sicherheitsprüfung, Beta mit echten Nutzern
Projektsteuerung10 bis 15 %Sprintplanung, Statusrunden, Dokumentation, Store-Einreichung und Begleitung der Prüfung
Verteilung aus eigenen Projektkalkulationen. Bei Anwendungen mit vielen Integrationen wandert der Schwerpunkt ins Backend, bei stark gestalteten Consumer-Apps ins Frontend.

Der Designanteil wird in Angeboten gern gekürzt, weil er sich am leichtesten wegdiskutieren lässt. Das ist teuer erkauft. Jede Unklarheit, die im Wireframe zehn Minuten kostet, kostet in der Implementierung einen Tag und im Test drei. Meine Erfahrung nach mehreren Projekten: Ein durchgezeichnetes Konzept hat von allen Positionen im Angebot das beste Verhältnis von Aufwand zu Wirkung.

Welche Funktionen treiben den Preis am stärksten?

Echtzeitkommunikation, Video, Zahlungen und KI. Diese vier Bereiche bringen Zustandshaltung, Sicherheitsanforderungen und externe Abhängigkeiten mit, und genau das kostet Stunden. Die folgenden Zuschläge stammen aus unseren eigenen Kalkulationen und gelten zusätzlich zum Grundumfang der jeweiligen Klasse.

FunktionZuschlag
Chat und Nachrichten in Echtzeit2.750 bis 8.250 EUR
Zahlungsanbindung (Stripe, PayPal, Klarna)2.200 bis 5.500 EUR
Videoanruf oder Streaming5.500 bis 13.750 EUR
Karten und Standortdienste1.400 bis 4.150 EUR
KI-Funktionen (Chatbot, Bilderkennung)4.150 bis 13.750 EUR
Segmentierte Push-Nachrichten830 bis 2.200 EUR
Offline-Synchronisation1.400 bis 4.150 EUR
Adminbereich oder CMS2.750 bis 11.000 EUR
Anmeldung über Google, Apple oder Facebook550 bis 1.375 EUR
Mehrsprachigkeit20 bis 30 % auf die Gesamtsumme
Eigene Kalkulationswerte, ursprünglich in HUF, umgerechnet mit 363,28 HUF je Euro (MNB, 14.08.2026). Richtwerte netto.

Bei KI-Funktionen kommt seit dem 02.08.2026 eine rechtliche Position dazu. Artikel 50 des EU AI Act verlangt, dass Nutzer erkennen können, wenn sie mit einer Maschine sprechen, und dass synthetisch erzeugte Inhalte maschinenlesbar gekennzeichnet werden. Für Systeme, die vor diesem Datum auf dem Markt waren, läuft die Kennzeichnungsfrist am 02.12.2026 ab. Das ist überschaubarer Aufwand im Frontend, aber es gehört ins Angebot und in die technische Dokumentation.

Auf der anderen Seite stehen Entscheidungen, die den Preis wirklich senken. Eine geteilte Codebasis statt zweier nativer Projekte. Ein bewusst geschnittener erster Funktionsumfang. Ein fertiges Backend-as-a-Service in der Validierungsphase statt eines eigenen Servers. Und ein vorhandenes Designsystem statt einer Gestaltung von Grund auf.

Welche Kosten entstehen nach dem Launch?

Rechnen Sie mit 15 bis 25 Prozent der Entwicklungssumme pro Jahr. Bei einem Projekt über 25.000 EUR sind das 3.750 bis 6.250 EUR jährlich. Darin stecken Hosting, Kompatibilität mit neuen iOS- und Android-Versionen, Fehlerbehebung, kleinere Funktionen und die Abonnements für Dienste von Drittanbietern.

Diese Position ist nicht verhandelbar, auch wenn sie in Angeboten oft fehlt. Jedes Jahr erscheinen neue Hauptversionen beider Betriebssysteme, und beide Stores heben ihre Mindestanforderungen an. Eine App, die zwei Jahre lang niemand anfasst, verschwindet nicht sofort, verliert aber Schritt für Schritt Geräte, Bibliotheken und Sicherheitsupdates. Der Aufholaufwand danach ist regelmäßig höher als drei Jahre laufende Pflege.

PositionKosten pro Jahr
Hosting in der Cloud550 bis 5.500 EUR
Zertifikat und Domain55 bis 140 EUR
Kompatibilität mit neuen iOS- und Android-Versionen830 bis 4.130 EUR
Fehlerbehebung550 bis 2.200 EUR
Kleinere Funktionserweiterungen1.375 bis 5.500 EUR
Dienste Dritter (Push, Analytics, Crash-Reporting)275 bis 1.375 EUR
Summe3.635 bis 18.845 EUR
Eigene Erfahrungswerte aus Wartungsverträgen, umgerechnet mit 363,28 HUF je Euro (MNB, 14.08.2026). Die Spanne hängt stark von Nutzerzahl und Integrationstiefe ab.

Gebühren der Stores

Das Apple Developer Program kostet 99 USD im Jahr, zum MNB-Kurs vom 14.08.2026 rund 86 EUR. Ein Entwicklerkonto bei Google Play kostet 25 USD einmalig, rund 22 EUR. Auf Käufe innerhalb der App fallen Provisionen an: 15 Prozent für kleine Anbieter über das Apple Small Business Program und für die ersten 1 Mio. USD Jahresumsatz bei Google Play, darüber 30 Prozent.

Sichtbarkeit im Store

App Store Optimization ist kein Nebenposten, wenn Sie organische Installationen wollen. Ein Audit mit Strategie liegt bei 550 bis 1.375 EUR einmalig, laufende Keyword-Arbeit bei 275 bis 825 EUR im Monat, visuelle Assets wie Screenshots und Videos bei 550 bis 2.200 EUR, und die fortlaufende Beobachtung bei 140 bis 415 EUR im Monat. Wer diesen Block streicht, zahlt ihn später über bezahlte Installationen.

Werkvertrag oder Dienstvertrag: was gehört ins App-Angebot?

Bei einem Festpreisprojekt der Werkvertrag nach § 631 BGB. Er schuldet ein Ergebnis, endet mit Abnahme und Gewährleistung und legt das Budget fest, weil der Anbieter sein Risiko einpreist. Der Dienstvertrag nach § 611 BGB schuldet sorgfältiges Tätigwerden und passt zur Kapazitätsaufstockung unter Ihrer fachlichen Steuerung.

VertragsformGeschuldet wirdPasst zuWer trägt das Risiko
Werkvertrag (§ 631 BGB)ein Ergebnis, abgenommen gegen PflichtenheftFestpreisprojekt, klar geschnittener Funktionsumfangder Anbieter
Dienstvertrag (§ 611 BGB)sorgfältiges Tätigwerden, kein Erfolgagile Teamerweiterung, offener Umfangder Auftraggeber
Einordnung nach BGB. Bei Beauftragung eines Anbieters mit Sitz in einem anderen EU-Staat lässt sich deutsches Recht als Vertragsstatut vereinbaren.

Zwei weitere Punkte gehören bei einem Anbieter außerhalb Deutschlands in dieselbe Anlage. Erstens ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO samt Liste der Unterauftragsverarbeiter. Weil Ungarn EU-Mitglied ist, entfallen Standardvertragsklauseln und Transfer-Impact-Assessment; ein AVV genügt. Zweitens die Frage, wo die Daten liegen. Der Bitkom Cloud Report 2026 hat 603 Unternehmen ab 20 Mitarbeitenden befragt: Für 98 Prozent zählt die Herkunft des Cloud-Anbieters, 68 Prozent bevorzugen einen europäischen, und 37 Prozent würden für eine Verarbeitung ausschließlich in Deutschland Nachteile in Kauf nehmen.

Der dritte Punkt ist der Quellcode. Lassen Sie sich schriftlich geben, dass er nach Abnahme Ihnen gehört, inklusive Repository, Build-Pipeline und Zugängen zu den Store-Konten. Das kostet in der Verhandlung nichts und in der Trennung sehr viel, wenn es fehlt.

Woran erkennen Sie ein unrealistisch niedriges Angebot?

An vier Stellen. Es fehlt die Aufwandsschätzung je Arbeitspaket. Test und Projektsteuerung tauchen nicht als eigene Positionen auf. Die Integration steht als eine Zeile ohne Puffer. Und die Wartung nach dem Launch ist gar nicht erwähnt. Jede dieser Lücken verschiebt Kosten in die Zukunft.

Rechnen Sie gegen: Teilen Sie die Angebotssumme durch einen plausiblen Stundensatz. Kommen bei einer mittleren App weniger als 200 Stunden heraus, fehlt entweder Umfang oder es fehlt Test. Beides zahlen Sie später, und zwar zu Nachtragspreisen, weil Sie dann keine Verhandlungsposition mehr haben.

Das zweite Muster ist subtiler. Ein Angebot nennt einen niedrigen Stundensatz und schätzt gleichzeitig großzügig Stunden. Die Endsumme liegt dann über der eines teureren Teams, das schneller fertig ist. Deshalb ist der Stundensatz allein keine brauchbare Vergleichsgröße. Vergleichbar wird ein Angebot erst über die Kombination aus Satz, Stunden und einer Liste dessen, was ausdrücklich nicht enthalten ist.

Fragen Sie zusätzlich nach der Gewährleistung. Drei Monate Fehlerbehebung nach Abnahme sind bei uns Teil des Projekts und stehen im Vertrag. Wer diesen Zeitraum nicht beziffert, hat ihn auch nicht kalkuliert.

Wo lässt sich seriös sparen?

Am Umfang, nicht an der Qualität. Vier Hebel wirken messbar: ein bewusst geschnittener erster Funktionsumfang, eine geteilte Codebasis, ein fertiges Backend in der Validierungsphase und ein Festpreis nach bezahltem Vorprojekt. Alles andere verschiebt Kosten nur nach hinten.

  1. Starten Sie mit einem MVP. Das ist kein halbes Produkt, sondern eine bewusst geschnittene erste Version mit den Funktionen, die die Kernannahme prüfen. Wie wir das schneiden, steht im Beitrag zur MVP-Entwicklung.
  2. Wählen Sie eine geteilte Codebasis, solange keine harte Plattformanforderung dagegen spricht. Das sind 30 bis 50 Prozent auf die Erstentwicklung und weniger Aufwand über die gesamte Laufzeit.
  3. Nutzen Sie Firebase oder Supabase in der Validierungsphase. Ein eigenes Backend rechnet sich, sobald die Fachlogik komplex wird oder die Datenhaltung besonderen Anforderungen unterliegt. Vorher kostet es nur Zeit.
  4. Bauen Sie nach Daten, nicht nach Vermutung. Jede Funktion, die nach drei Monaten von unter fünf Prozent der Nutzer geöffnet wird, war ein Fehlbetrag im Budget.

Was wir bewusst nicht einpreisen: einen Rabatt für KI-Assistenten in der Entwicklung. Diese Werkzeuge beschleunigen Routinearbeit, das sehen wir täglich. Belastbare Zahlen zur Ersparnis über ein ganzes Projekt gibt es aber nicht, und die Studienlage widerspricht sich. Wer Ihnen deshalb einen pauschalen Nachlass verspricht, rechnet mit einer Zahl, die er nicht belegen kann.

Wie kommen Sie zu einem belastbaren Angebot?

In drei Schritten. Ein kostenloses Erstgespräch klärt Ziel, Zielgruppe und Kernfunktionen und liefert eine Größenordnung. Ein bezahltes Vorprojekt über 550 bis 1.375 EUR erzeugt Nutzergeschichten, Wireframes und eine technische Skizze. Auf dieser Grundlage steht der Festpreis, aufgeschlüsselt nach Sprints.

Das Vorprojekt wirkt wie eine zusätzliche Rechnung und ist in Wirklichkeit eine Versicherung. Ohne geschriebene Spezifikation verhandeln Sie im dritten Monat über den Umfang, und zwar aus der schwächeren Position, weil das Projekt bereits läuft. Mit Spezifikation verhandeln Sie vorher, auf Papier, ohne Zeitdruck.

Was bleibt als Entscheidungsgrundlage?

90 EUR

Freelancer-Median für Software- und Webentwicklung im DACH-Raum, kein Agenturpreis

Freelancer-Kompass 2026

30 bis 50 %

niedrigere Erstentwicklungskosten bei einer geteilten Codebasis

AppForge-Projektkalkulationen

15 bis 25 %

der Entwicklungssumme pro Jahr für Wartung und Betrieb

AppForge-Wartungsverträge

KlasseNearshore-ModellDACH-ModellDauer
Einfache App4.950 bis 12.650 EUR8.100 bis 20.700 EUR4 bis 8 Wochen
Mittlere App12.650 bis 37.400 EUR20.700 bis 61.200 EUR8 bis 16 Wochen
Komplexe App37.400 bis 129.250 EUR61.200 bis 211.500 EUR16 bis 40 Wochen
Zusammenfassung der Modellrechnung aus Aufwand mal Stundensatz. Unsere eigenen Paketpreise liegen darunter und stehen im Abschnitt zu den AppForge-Preisen.

Wenn Sie wissen wollen, in welche Klasse Ihr Vorhaben fällt: Schicken Sie uns eine Beschreibung der Kernfunktionen über das Anfrageformular. Sie bekommen innerhalb von 24 Stunden eine Einordnung mit Spanne und Dauer, und im Erstgespräch die Aufschlüsselung dahinter.

Quellen

Häufige Fragen zu App-Entwicklungskosten

Was kostet die Entwicklung einer App 2026?

Der Rahmen reicht von rund 5.000 EUR für eine einfache Anwendung bis über 130.000 EUR für ein System aus mehreren Apps mit gemeinsamem Backend. Die Spanne entsteht aus Aufwand mal Stundensatz: 90 bis 2.350 Stunden, multipliziert mit 55 EUR im Nearshore-Mittel oder 90 EUR im DACH-Freelancer-Median.

Wie lange dauert die Entwicklung einer App?

Eine einfache App braucht 4 bis 8 Wochen, eine mittlere 8 bis 16 Wochen, eine komplexe 16 bis 40 Wochen und mehr. Diese Zeiträume schließen Konzept, Design und Test ein. Ein MVP mit drei bis fünf Hauptscreens geht bei uns nach 6 bis 10 Wochen in den Store.

Native oder Cross-Platform: was rechnet sich?

Für die meisten Geschäftsanwendungen Cross-Platform. Eine geteilte Codebasis senkt die Erstentwicklung nach unseren Kalkulationen um 30 bis 50 Prozent, weil Implementierung, Testmatrix und Wartungsstrang nur einmal anfallen. Nativ bleibt vorne bei 3D, AR, hardwarenahen Sensoren und On-Device-Modellen.

Was kostet eine mobile App bei AppForge?

Eine MVP-App liegt bei 2.750 bis 8.250 EUR und 6 bis 10 Wochen, eine vollausgestattete App bei 8.250 bis 19.250 EUR und 3 bis 5 Monaten, eine Enterprise-App ab 19.250 EUR und 5 bis 10 Monaten. Umrechnung zum MNB-Mittelkurs vom 14.08.2026, 1 EUR = 363,28 HUF, netto und als Richtwert.

Welche Kosten entstehen nach dem Launch?

Rechnen Sie mit 15 bis 25 Prozent der Entwicklungssumme pro Jahr. Bei einem Projekt über 25.000 EUR sind das 3.750 bis 6.250 EUR jährlich für Hosting, Betriebssystem-Kompatibilität, Fehlerbehebung und kleinere Funktionen. Dazu kommen 86 EUR Apple-Gebühr im Jahr und 22 EUR einmalig bei Google.

Warum liegt ein Nearshore-Angebot niedriger als ein deutsches?

Weil sich nur der Personalaufwand zwischen den Märkten unterscheidet. Werkzeuge, Hosting, Zahlungsdienste und Modell-APIs kosten überall Weltmarktpreise. Anbieterquellen nennen für Mitteleuropa 40 bis 80 EUR je Stunde gegenüber 100 bis 180 EUR in Deutschland. Ein Teil der Differenz geht für zusätzliche Abstimmung wieder ab.

Werkvertrag oder Dienstvertrag bei App-Projekten?

Bei Festpreisprojekten der Werkvertrag nach § 631 BGB. Er schuldet ein Ergebnis, endet mit Abnahme und Gewährleistung und hält das Budget fest. Der Dienstvertrag nach § 611 BGB schuldet sorgfältiges Tätigwerden und passt zur Kapazitätsaufstockung unter Ihrer fachlichen Steuerung.

Was kostet eine KI-Funktion in der App?

In unseren Kalkulationen 4.150 bis 13.750 EUR Entwicklungsaufwand, dazu laufende Modellkosten. Rechtlich kommt Artikel 50 des EU AI Act hinzu: Ein Chatbot muss seit dem 02.08.2026 als Maschine erkennbar sein, synthetische Inhalte müssen maschinenlesbar markiert werden. Das ist Aufwand im Frontend und in der Dokumentation.

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