Softwareentwicklung für die Fertigung
- Andon und Kanbanab 20.800 EUR
- MES zu ERPab 47.000 EUR
- VertragWerkvertrag mit Abnahme
Maschinendaten über OPC UA, eine Vermittlungsschicht zwischen Fertigungssteuerung und ERP, Rückverfolgbarkeit bis zur Charge und eine Datenstrecke für den digitalen Produktpass. Betrieb wahlweise vollständig im Werk oder in einer EU-Region. Stand 14.08.2026.
Kurzfassung
- Die volle Anwendung der ESPR beginnt am 19.07.2026, der Produktpass für Batterien gilt ab dem 18.02.2027.
- Die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 löst ab dem 20.01.2027 die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ab. Software mit Sicherheitsfunktion gehört danach in die technische Dokumentation der Maschine.
- IATF 16949:2016 verlangt eine Nachweiskette bis zur Charge. In einem Audit zählt die Antwortzeit, nicht das Dashboard.
- Über § 30 BSIG geben betroffene Auftraggeber Sicherheitsanforderungen an ihre Zulieferer weiter, samt Auditrechten und Meldefristen.
- Bandbreite unserer Projekte in der Fertigung: 7.800 bis 208.000 EUR, umgerechnet zu 385 HUF/EUR und unverbindlich.
Woran es in Werken gerade hängt
Fünf Situationen, die in Erstgesprächen mit Fertigungsbetrieben und Zulieferern regelmäßig auf dem Tisch liegen.
Der Auftrag steht im ERP, die Linie sieht ihn nicht
Zwischen Freigabe im ERP und Anzeige an der Maschine liegen Stunden, manchmal ein Schichtwechsel. Wir bauen eine Kopplung über OPC UA und MQTT, damit der Auftrag in Sekunden an der Linie ankommt, mit Rückmeldung in dieselbe Richtung und einer Zwischenspeicherung für den Fall, dass die Verbindung wegbricht.
Der Produktpass liegt in vier Quellen
Stücklisten stehen im PLM, Chargen und Bestände im ERP, Materialangaben in Lieferantenerklärungen, Prüfergebnisse in der Qualitätssicherung. Die ESPR verlangt daraus einen abrufbaren Datensatz je Artikel. Das ist eine Aufgabe der Datenführung und nicht die Frage, welchen Datenträger man aufklebt.
Die Nachweiskette hält dem Audit nicht stand
IATF 16949:2016 verlangt Rückverfolgbarkeit bis zur Charge. Wenn Bemusterung, Fehleranalyse und Prozesslenkung in Tabellen liegen, dauert die Antwort auf eine Auditfrage Stunden. Wir hängen jede Änderung unveränderlich an den Fertigungsauftrag, mit Zeitstempel und auslösender Rolle.
Software mit Sicherheitsbezug ist nicht abgegrenzt
Die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 löst ab dem 20.01.2027 die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ab. Software, die eine Sicherheitsfunktion übernimmt, gehört in die technische Dokumentation der Maschine. Wenn Betriebsdatenerfassung und Sicherheitsfunktion in derselben Anwendung stecken, wird jede Änderung teuer.
Der Auftraggeber schickt einen Sicherheitsfragebogen
§ 30 BSIG führt die Sicherheit der Lieferkette als eigenen Pflichtbereich, weshalb betroffene Auftraggeber Klauseln, Auditrechte und Meldefristen weitergeben. Auf der Anlagenseite fehlt dafür meist die Protokollierung. Wir bauen die Trennung nach Zonen und einen Weg, über den ein Vorfall aus SCADA und MES in Ihrer Meldekette landet.
Warum zugekaufte Software in der Fertigung oft auf halber Strecke endet
Bitkom hat am 11.03.2026 die Befragung von 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten veröffentlicht. Eine Zahl daraus beschreibt die Lage in den meisten Werken genau: 32 % der Unternehmen schöpfen das Potenzial ihrer vorhandenen Daten aus, 61 % kaum oder gar nicht. In der Fertigung ist das besonders greifbar, weil die Maschinen die Daten längst erzeugen. Sie landen in der Steuerung und nicht in einer Datenbank, in der sich Schichten und Monate vergleichen lassen.
Ein zugekauftes Produkt deckt den Standardfall ab. Es endet dort, wo Ihre Rüstvorgänge, Ihre Prüfvorschrift und Ihr gewachsenes ERP anfangen. Genau an dieser Kante rufen uns Werke an, und deshalb geht es auf dieser Seite mehr um Datenhaltung, Vertragsform und Abnahme als um Technologie.
Der Rahmen, auf den wir bauen
Nur Punkte, für die eine Primärquelle vorliegt. Die Links stehen am Ende der Seite. Eine Rechtsauslegung ist das nicht.
| Regelwerk oder Norm | Zeitpunkt | Gegenstand | Rahmen |
|---|---|---|---|
| IATF 16949:2016 | in Kraft seit 14.09.2017 | Qualitätsmanagement in der Automobil-Lieferkette | Verlust des Lieferantenstatus beim Hersteller |
| Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 | gilt ab 20.01.2027 | Nachfolgerin der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Software als Sicherheitsbauteil | Übergangsregelungen im Verordnungstext prüfen |
| ESPR, Verordnung (EU) 2024/1781 | volle Anwendung ab 19.07.2026 | Ökodesign und digitaler Produktpass, Batterien ab 18.02.2027 | Sanktionen legen die Mitgliedstaaten fest |
| Cyber Resilience Act (EU) 2024/2847 | Meldepflichten ab September 2026, übrige Pflichten ab Dezember 2027 | Produkte mit digitalen Elementen | betrifft Maschinen mit vernetzter Software |
| BSIG in der Fassung des NIS2UmsuCG | in Kraft seit 06.12.2025 | Betroffenheit nach § 28, Lieferkette nach § 30 | Registrierung beim BSI |
| KI-Verordnung (EU) 2024/1689 | Anhang III ab 02.12.2027, Anhang I ab 02.08.2028 | KI am Arbeitsplatz, KI als Sicherheitsbauteil | Transparenz und Sanktionen seit 02.08.2026 |
Steuerungen und Systeme, die wir anbinden
Welcher Weg je Maschine trägt, steht am Ende der Aufnahme, mit Aufwand pro Maschine. Vor der Begehung nennen wir dazu keine Zahl.
| System | Protokoll | Anmerkung |
|---|---|---|
| Siemens S7-1500 | PROFINET, OPC UA, PubSub über MQTT | Eingebauter OPC-UA-Server, für Zeitreihen ist PubSub der sparsamere Weg. |
| Allen-Bradley CompactLogix und ControlLogix | EtherNet/IP, CIP | Anbindung über einen OPC-UA-Server am Rand der Anlage. |
| Beckhoff TwinCAT 3 | ADS, OPC UA, MQTT | PC-basierte Steuerung, Echtzeit unter Linux und Windows. |
| Ältere Anlagen ohne offene Schnittstelle | Modbus, nachgerüstete Sensorik | Laufzeit, Stillstand und Stückzahl lassen sich erfassen, Prozessparameter nicht. |
| MES-Systeme im Bestand | REST, OPC UA | Anbindung an eine vorhandene Fertigungssteuerung statt Ablösung. |
| SAP S/4HANA und andere ERP-Systeme | OData, REST, IDoc | Stammdaten im Stapel, Rückmeldungen und Fehlermeldungen in Echtzeit. |
| PLM wie Teamcenter oder Windchill | OData, REST, SOAP | Stückliste und Änderungsstand, Quelle für den Produktpass. |
| Lieferantenerklärungen zu Material | XML-Import, Webdienst | Grundlage für Stoffnachweise und den Produktpass. |
| Zähler und Gebäudetechnik | Modbus, BACnet | Energie- und Medienverbrauch je Linie für die Berichterstattung. |
Was ein Werk von uns bekommt
Nachweiskette bis zur Charge
Zu einer Seriennummer lassen sich Material, Werker, Maschine, Prüfergebnis und Freigabe in einem Zug zeigen. Jede Änderung hängt unveränderlich am Fertigungsauftrag, mit Zeitstempel und auslösender Rolle.
Datenstrecke für den Produktpass
Zusammenführung aus PLM, ERP und Lieferantenerklärungen zu einem Datensatz je Artikel, abrufbar über einen Datenträger und anschlussfähig an ein Datenökosystem wie Catena-X.
Trennung von Büro- und Anlagennetz
Zonen nach dem Purdue-Modell, Protokollierung auf der Anlagenseite und ein Weg, über den ein Vorfall ohne Umweg in Ihrer Meldekette landet. Das sind die Punkte, die Auftraggeber über § 30 BSIG abfragen.
Quellcode und Abnahme
Der Quellcode geht mit der Abnahme an Sie über, ohne Lizenz je Arbeitsplatz. Bei einer Anlage mit zehn Jahren Laufzeit ist das der wesentliche Unterschied zu einem lizenzierten Standardprodukt.
Was ein Projekt in der Fertigung kostet
Die Beträge stammen aus unseren dokumentierten Projektgrößen auf der Preisseite, umgerechnet zu 385 HUF/EUR und unverbindlich. Gebühren externer Auditoren stehen getrennt. Für den Einstieg über einen Pilot auf einer Linie stehen die Spannen auf der Seite zu MES und SCADA.
- · Eine Vermittlungsschicht zwischen MES und ERP mit OPC-UA-Anbindung liegt bei 47.000 bis 117.000 EUR und dauert 4 bis 6 Monate.
- · Eine Strecke für den digitalen Produktpass aus PLM, ERP und Lieferantendaten liegt bei 78.000 bis 208.000 EUR und dauert 5 bis 9 Monate.
- · Eine Andon- und Kanban-Anzeige an der Linie liegt bei 20.800 bis 51.900 EUR und dauert 2 bis 4 Monate.
- · Ein Modul zur Datenerhebung für die Nachhaltigkeitsberichterstattung liegt bei 31.200 bis 72.700 EUR und dauert 3 bis 5 Monate.
- · Ein Gap-Audit zu NIS2 mit Umsetzungsplan liegt bei 7.800 bis 18.200 EUR und dauert 4 bis 6 Wochen.
- · Laufende Betreuung von Integration und Nachweisen liegt bei 2.100 bis 5.700 EUR pro Monat.
Sprechen Sie mit dem Entwickler, nicht mit dem Vertrieb
Im Erstgespräch von 30 Minuten gehen wir Ihre Anlage durch, klären welche Steuerungen vorliegen und welcher Erfassungsweg je Maschine realistisch ist. Telefon +36 30 098 0767, E-Mail balint@appforge.hu. Projektsprache Deutsch oder Englisch.
AppForge Solution Kft., Bank Center, Szabadsag ter 7., 2. Etage, Buero 217, 1054 Budapest, Ungarn. Montag bis Freitag 9:00 bis 18:00 nach Vereinbarung.Quellen
- · Maschinenverordnung (EU) 2023/1230
- · Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
- · Cyber Resilience Act, Verordnung (EU) 2024/2847
- · IATF 16949:2016, Qualitätsmanagement in der Automobilindustrie
- · Zeitplan des digitalen Produktpasses 2026 bis 2030
- · CSRD, Richtlinie (EU) 2022/2464
- · BSIG in der Fassung des NIS2-Umsetzungsgesetzes
- · Bitkom, Digitalisierung der Wirtschaft, 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, 11.03.2026
- · Siemens, OPC UA PubSub über MQTT auf der S7-1500
Stand 14.08.2026. Preise sind aus dokumentierten Forint-Spannen zu 385 HUF/EUR umgerechnet und unverbindlich. Diese Seite ist keine Rechtsberatung. Zu den Terminen des Cyber Resilience Act nennen wir Monate statt Tage, weil uns dazu keine Primärquelle vorlag.
Fertigung und Zulieferung in der Praxis
Bei der Frage, welche Maschine überhaupt ein Datum abgeben kann. Der Ordnungsrahmen dahinter ist ISA-95, in Europa als IEC 62264 normiert, und darauf setzen die Referenzarchitektur RAMI 4.0 und die Verwaltungsschale auf. Für den Betrieb ist das aber zweitrangig. Zuerst wird jede Maschine einzeln bewertet: Steuerung mit offener Schnittstelle, geschlossene Steuerung mit nachrüstbarer Sensorik oder Handerfassung am Terminal. Diese Inventur dauert vier bis sechs Wochen und ist die einzige belastbare Grundlage für eine Aufwandsschätzung. Wer vor der Begehung eine Zahl je Maschine nennt, rät.
Was im selben Werk meist dazugehört
Fertigungskunden beauftragen diese Bausteine üblicherweise zusammen oder nacheinander.
Industrie 4.0, MES und SCADA
Der technische Einstieg: Maschinendatenerfassung, Pilot auf einer Linie, OEE-Baseline vor dem Umbau.
MegnézemWMS-Lagerverwaltung
Roh-, Halbfertig- und Fertigwarenlager, Abgleich mit der Fertigung, Bereitstellung an der Linie.
MegnézemIndividuelle ERP-Entwicklung
Termine, Bestände, Kosten und Fertigungsaufträge ohne Lizenz je Arbeitsplatz, mit offenen Schnittstellen.
MegnézemSystemintegration
Steuerung, SCADA, MES, ERP und Qualitätssicherung unter einer Schnittstellenschicht, mit Wiederanlauf und Idempotenz.
MegnézemNIS2-Compliance
Betroffenheit nach § 28 BSIG und die Nachweise, die Auftraggeber über § 30 BSIG von Zulieferern erwarten.
MegnézemProzessautomatisierung
Schichtprotokolle, Prüfberichte, Rüstfreigaben und Lieferantendokumente, die heute über Excel und E-Mail laufen.
Megnézem
Aufnahme für Ihr Werk anfragen
Zuerst die Aufnahme: 4 bis 6 Wochen, Festpreis, Begehung, Steuerungsinventur und Bewertung der vorhandenen Nachweise. Ergebnis ist ein Umsetzungsplan mit Aufwand je Maschine und je Baustein.