Mittelstand · Roadmap über 12 bis 36 Monate · Werkvertrag

Digitale Transformation ohne Renditeversprechen

  • KI-Nutzung Mittelstand47,2 % (ifo, 06/2026)
  • Größte externe HürdeDatenschutz, 77 %
  • Eigenentwicklung18,7 % der KI-Nutzer

Was ein Digitalisierungsprogramm im Mittelstand tatsächlich umfasst, in welcher Reihenfolge die Bausteine kommen, was jeder einzelne kostet, und was die belastbaren Zahlen von Bitkom, ifo und MIT dazu sagen. Wir nennen Ihnen die Spannen vorab und die Ausgangsmessung, an der Sie uns hinterher messen.

Kurzfassung

  • Die Reihenfolge entscheidet: Bestandsaufnahme, Roadmap, schnelle Erfolge, Systemebene, KI-Schicht, Messung. KI steht am Ende, nicht am Anfang.
  • Belegbare Ausgangslage: 47,2 % der mittelständischen Unternehmen nutzen KI (ifo, 05.06.2026), 32 % schöpfen ihr Datenpotenzial aus, 61 % kaum oder gar nicht (Bitkom, 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, 11.03.2026).
  • Unter den Unternehmen, die KI einsetzen, entwickeln 18,7 % eigene Systeme, rund 75 % nutzen zugekaufte Lösungen (ifo, 05.06.2026). Eine Eigenentwicklung lohnt sich dort, wo die fertige Lösung an Ihren Daten und Ihrer Systemlandschaft scheitert.
  • Erfolgsquote nach Aufstellung: 67 % bei interner Fachkenntnis plus externem Partner, 22 % rein mit der eigenen IT (MIT Project NANDA, 07/2025).
  • Preisspannen je Baustein stehen weiter unten, in EUR, umgerechnet zum Kurs 385 HUF/EUR. Vertragsform: Werkvertrag mit Abnahme, Quellcodeübergabe, EU-Hosting.

Sechs Phasen, in dieser Reihenfolge

Kein großer Wurf zum Stichtag. Eine Bestandsaufnahme, eine Roadmap über 12 bis 36 Monate, und die KI-Schicht am Ende, wenn Daten und Prozesse sie tragen.

01 Bestandsaufnahme

Wo Sie heute wirklich stehen

Welche Systeme laufen, wo hängt Handarbeit dazwischen, wo bricht die Datenkette. Wir sprechen mit den Leuten, die den Prozess täglich fahren, und erst danach mit der Bereichsleitung. Wir schauen in die Systeme statt in die Präsentation über die Systeme. Ergebnis: Prozesslandkarte, Lückenliste, Priorisierung.

02 Strategie

Roadmap über 12 bis 36 Monate

Reihenfolge, Budget je Baustein, Messgrößen. Wichtiger als die Liste ist die Reihenfolge: was zuerst kommt, entscheidet, ob der Rest überhaupt möglich wird. Dazu gehört die unangenehme Seite, also was Sie in dieser Zeit bewusst nicht angehen.

03 Schnelle Erfolge

1 bis 3 Monate, sichtbarer Effekt

Bausteine mit kurzer Umsetzungszeit: Auftrags- und Freigabeprozesse aus dem E-Mail-Postfach in ein Werkzeug holen, strukturierte Rechnungsdaten im Sinne von § 14 UStG erzeugen und an die Buchhaltung übergeben, CRM einführen, wiederkehrende Übertragungen zwischen zwei Systemen automatisieren. Diese Phase finanziert intern die nächste.

04 Systemebene

3 bis 12 Monate, an die Substanz

Individuelles ERP oder Ablösung von Altsystemen, Lagerverwaltung, Auswertungen auf einer gemeinsamen Datenbasis, Belegverarbeitung. Hier liegt der größte Teil des Budgets, und hier entscheidet sich, ob die Datenqualität für die nächste Stufe reicht.

05 KI-Schicht

Zuletzt, nicht zuerst

KI-Agenten, Wissenssuche über eigene Dokumente, Prognosemodelle, intelligente Belegverarbeitung. Das setzt voraus, dass die Daten stimmen und die Prozesse definiert sind. Auf ungepflegten Stammdaten liefert ein Modell schneller falsche Antworten, mehr passiert nicht.

06 Messung

Vierteljährlich nachrechnen

Was hat gewirkt, was nicht, was kommt als Nächstes. Voraussetzung dafür ist eine Ausgangsmessung vor dem ersten Baustein. Wer die auslässt, kann hinterher nicht belegen, was das Programm gebracht hat, und genau daran scheitern Digitalisierungsbudgets in der zweiten Runde.

Sechs Bausteine

Woraus ein Digitalisierungsprogramm besteht

Sechs Bausteine, die aufeinander aufbauen. Die Reihenfolge ist keine Geschmacksfrage: ohne saubere Prozesse trägt die gemeinsame Datenbasis nicht, und ohne die trägt die KI-Schicht nicht.

Prozessdigitalisierung

Freigaben, Aufträge und Formulare raus aus E-Mail und Tabelle: Workflow, Dokumentenlenkung, elektronische Unterschrift, mobile Erfassung dort, wo die Arbeit stattfindet.

Prozessautomatisierung
Datenkonsolidierung und Auswertung

Eine Zahl, eine Quelle. ERP, CRM, Shop und Buchhaltung auf gemeinsamen Stammdaten, darauf Auswertungen, denen die Geschäftsführung glaubt.

Individuelle ERP-Entwicklung
Kundenerlebnis

Die Außenseite: Unternehmensauftritt, B2B-Kundenportal mit Selbstbedienung, Preise und Verfügbarkeiten in Echtzeit, Support mit dokumentierter Antwortzeit.

Unternehmenswebsite erstellen
KI und maschinelles Lernen

KI-Agenten, Wissenssuche über eigene Dokumente, Prognosemodelle, Belegverarbeitung. Mit Protokollierung, Trefferquote und den Transparenzpflichten aus Art. 50 der KI-Verordnung.

KI-Entwicklung
Infrastruktur

Vom eigenen Serverraum in die Cloud oder in einen Mischbetrieb. EU-Rechenzentren, benannte Unterauftragsverarbeiter, Wiederanlauf nach Ausfall geprobt statt beschrieben.

Webentwicklung
Sicherheit und Compliance

DSGVO mit Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28, NIS2 nach dem neuen BSIG, Mehr-Faktor-Authentisierung, Rollenkonzept, zentrale Protokollierung, Penetrationstest.

NIS2-Compliance
Budget

Was die einzelnen Bausteine kosten

Wir kalkulieren keine Programmpauschale, weil niemand seriös weiß, was ein Zwei-Jahres-Programm kostet, bevor die ersten Bausteine geliefert sind. Was wir vorab nennen können, sind die Spannen je Baustein. Sie stammen aus unserer veröffentlichten Preisliste und sind zum Kurs 385 HUF/EUR umgerechnet.

BausteinSpanneWas darin steckt
Prozessautomatisierung, je Ablauf260 bis 26.000 EURDrei Schritte am unteren Ende, Belegerkennung mit Freigabestrecke am oberen
Unternehmenswebsite2.100 bis 3.900 EUR10 bis 25 Seiten, mehrsprachig, Anbindung an das CRM
Webanwendung oder Kundenportal3.900 bis 13.000 EUREigene Geschäftslogik, Rollen, Anbindung an ERP oder CRM
Individuelles CRM31.000 bis 130.000 EUROhne Nutzerlizenz, Quellcode geht an Sie über
ERP, Einstieg mit ein bis zwei Modulenab 20.800 EURVertrieb und Fakturierung, rund zehn Nutzer
ERP, mittlerer Umfang39.000 bis 78.000 EURFünf bis sieben Module, Bankschnittstellen, Shop-Abgleich
ERP für die Fertigung78.000 bis 260.000 EURProduktionsplanung, Stücklisten, MES-Anbindung, Rückverfolgbarkeit
Lagerverwaltung (WMS)39.000 bis 208.000 EURBarcode, RFID, MDE-Geräte, Carrier- und EDI-Anbindung
KI: Chatbot oder Automatisierung2.600 bis 7.800 EUREine Wissensbasis, Anbindung an E-Mail oder Chat, Auswertung
KI: Wissenssuche über eigene Dokumente7.800 bis 20.800 EURVektorsuche, Rechteprüfung je Nutzer, Quellenangabe in der Antwort
KI: individuelle Lösung13.000 bis 39.000 EURAgenten, Prognosemodelle, Bildverarbeitung, Betrieb im eigenen Netz

Alle Beträge sind unverbindlich und aus HUF zum Kurs 385 HUF/EUR umgerechnet. Verbindlich wird der Preis im Angebot nach einem 30-minütigen Scoping-Gespräch. Die vollständige Übersicht finden Sie unter Preise.

Sechs Annahmen im Faktencheck

Was uns in Erstgesprächen am häufigsten begegnet

Sechs Sätze, die wir fast jede Woche hören. Daneben steht die belegbare Lage mit Quelle, Erhebungsdatum und Stichprobe.

Annahme

Digitale Transformation, das ist der neue Webauftritt.

Tatsächlich: Der Webauftritt ist die Außenseite. Der Aufwand liegt darin, Prozesse neu zu schneiden, Stammdaten in Ordnung zu bringen und Zuständigkeiten festzulegen. Das sieht niemand von außen, und genau deshalb wird es unterschätzt.

Annahme

Das ist ein Thema für Konzerne.

Tatsächlich: Der Abstand ist kleiner, als der Ruf vermuten lässt. Nach der ifo-Konjunkturumfrage vom 05.06.2026 nutzen 67,2 % der Großunternehmen KI, bei kleinen Unternehmen sind es 51,2 %, im Mittelstand 47,2 %. Kleinere Organisationen entscheiden schneller, das ist ihr eigentlicher Vorteil.

Annahme

Die Rendite rechnen wir vorher aus.

Tatsächlich: Selten belastbar. Nach den Zusammenfassungen zur DIHK-Digitalisierungsumfrage 2026 mit rund 5.000 Unternehmen halten 81 % es für schwierig, den ROI von KI zu beziffern, und über 75 % haben noch keine messbare Rendite erzielt. Wir versprechen deshalb keine Zahl, sondern messen den Ausgangszustand vor dem ersten Baustein.

Annahme

Wir fangen mit KI an, das ist der große Hebel.

Tatsächlich: KI kommt zuletzt. Die Bitkom-Befragung vom 11.03.2026 unter 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten zeigt: 32 % schöpfen das Potenzial ihrer vorhandenen Daten aus, 61 % kaum oder gar nicht. Auf dieser Grundlage liefert ein Modell schneller falsche Antworten, mehr nicht.

Annahme

Der Datenschutz verhindert das ohnehin.

Tatsächlich: Datenschutzanforderungen sind in derselben Bitkom-Befragung mit 77 % die meistgenannte externe Hürde. Die Antwort darauf ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, EU-Hosting und eine benannte Liste der Unterauftragsverarbeiter. Bei einem Dienstleister aus einem EU-Mitgliedstaat entfallen Standardvertragsklauseln und Transfer Impact Assessment.

Annahme

Ein Werkzeug einführen, dann läuft es.

Tatsächlich: Die Technik ist der kleinere Teil. In derselben Befragung nennen die Unternehmen als interne Hürden Zeitmangel mit 66 %, lange Entscheidungswege mit 40 % und Risikoscheu mit 37 %. Ohne benannte Verantwortliche, Schulung und eine Entscheidung darüber, welcher alte Weg abgeschaltet wird, läuft die Software neben dem alten Prozess her.

Zusammenarbeit

Warum ein Partner aus Budapest, und was das für Ihren Einkauf bedeutet

Budapest liegt in derselben Zeitzone wie Berlin, Wien und Zürich. Kein Zeitversatz in der Abstimmung, Erreichbarkeit während Ihrer Arbeitszeit, rund zwei Flugstunden für Workshops und Abnahmen. Rechtlich sind wir eine Gesellschaft in einem EU-Mitgliedstaat. Für Ihre Datenschutzunterlagen heißt das: Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, aber kein Drittlandtransfer, also keine Standardvertragsklauseln und kein Transfer Impact Assessment.

Zum Kostenargument bleiben wir bei belegbaren Zahlen. Der Freelancer-Kompass 2026 weist für IT-Freelancer im DACH-Raum einen Medianstundensatz von 95 EUR aus, in der Softwareentwicklung 90 EUR und bei SAP und ERP 120 EUR. Mehrere deutsche Fachquellen beziffern die Ersparnis durch Nearshoring gegenüber inländischer Entwicklung mit 30 bis 50 %. Wir veröffentlichen keine Stundensätze, weil wir als Festpreisrahmen kalkulieren. Veröffentlicht sind stattdessen die Projektspannen oben, und das ist in diesem Anbieterfeld die Ausnahme.

Was wir nicht haben, sagen wir dazu: eine ISO-27001-Zertifizierung liegt uns nicht vor. Statt eines Zertifikats legen wir Ihnen die technischen und organisatorischen Maßnahmen im Einzelnen vor, dazu die Liste der Unterauftragsverarbeiter mit Standort. Ob Ihnen das reicht, entscheidet Ihre Einkaufsrichtlinie, nicht wir.

Woran Digitalisierungsprogramme in der zweiten Runde scheitern

Nicht an der Technik. Sie scheitern daran, dass nach zwölf Monaten niemand belegen kann, was die erste Runde gebracht hat, und das nächste Budget deshalb nicht bewilligt wird. Nach den Zusammenfassungen zur DIHK-Digitalisierungsumfrage 2026 mit rund 5.000 Unternehmen halten 81 % es für schwierig, den ROI von KI zu beziffern, über 75 % haben noch keine messbare Rendite erzielt. Die Originalveröffentlichung der DIHK konnten wir nicht abrufen, die Zahlen stammen aus Sekundärquellen. Die Konsequenz für unsere Projekte: zwei bis vier Kennzahlen werden vor dem ersten Baustein gemessen, danach vierteljährlich. Wenn ein Baustein nach zwei Quartalen nichts bewegt, wird er gestoppt.

Quellen

Stand 14.08.2026. Beträge aus HUF zum Kurs 385 HUF/EUR umgerechnet, unverbindlich. Die abweichenden Zahlen zur KI-Nutzung in Deutschland (Bitkom 41 %, ifo 54,5 %, DIHK 35 %) beruhen auf unterschiedlichen Stichproben und einer unterschiedlichen Definition von Nutzung. Wir nennen deshalb jeweils die Erhebung mit.

Häufige Fragen

Digitale Transformation in der Praxis

Digitalisierung heißt, einen vorhandenen Ablauf in ein Werkzeug zu überführen: statt Papierformular ein Formular im System, statt Tabelle ein Datensatz. Transformation heißt, den Ablauf selbst neu zu schneiden, weil er nur so aussieht, wie er aussieht, weil er früher auf Papier lief. Praktisch geht es um sechs Bausteine: Prozessdigitalisierung, gemeinsame Datenbasis mit Auswertung, Kundenerlebnis, KI-Schicht, Infrastruktur, Sicherheit und Compliance. Nicht dazu gehört der Austausch eines Werkzeugs gegen ein moderneres bei gleichem Ablauf. Das kostet Geld und ändert nichts.

Nächster Schritt

Bestandsaufnahme statt Angebot ins Blaue

60 Minuten Gespräch, danach eine schriftliche Einschätzung: wo Sie stehen, welcher Baustein zuerst kommt, welche Spanne dafür realistisch ist. Ohne Vorleistung Ihrerseits.

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