API-first · EDI · Nachrichtenbus · Altsysteme

Systemintegration und Altsystem-Ablösung ohne Stichtagsumstieg

  • Audit5.200 bis 10.400 EUR
  • Einzelne Anbindung7.800 bis 21.000 EUR
  • Programm78.000 bis 780.000 EUR
  • Quellcodegeht an Sie über

ERP, CRM, Lagerverwaltung, MES, Rechnungswesen und Banken unter einer dokumentierten Schnittstellenschicht. EDIFACT und VDA-Nachrichten, Peppol, AS2 und AS4, EBICS, XRechnung und ZUGFeRD, Kafka und RabbitMQ. Altsysteme wie AS/400, Oracle Forms und altes SAP lösen wir Funktion für Funktion ab, mit Parallelbetrieb statt Stichtag.

Kurzfassung

  • Einstieg ist immer das Audit: 4 bis 6 Wochen, 5.200 bis 10.400 EUR, eigener Werkvertrag, danach entscheiden Sie über das Programm.
  • Eine einzelne Anbindung kostet 7.800 bis 21.000 EUR. Über den Aufwand entscheidet die Dokumentation des Quellsystems, nicht dessen Name.
  • Ablösung von Altsystemen nach dem Strangler-Fig-Muster mit Parallelbetrieb. Kein Stichtagsumstieg über ein Wochenende.
  • Jede schreibende Schnittstelle wird idempotent gebaut, damit ein Netzabbruch keine zweite Buchung erzeugt.
  • Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, kein Drittlandtransfer, Betrieb auf Wunsch vollständig in Ihrem Rechenzentrum.
  • Quellcode, Betriebshandbuch und Überwachungskonfiguration gehen mit der Abnahme an Sie über.
Leistungen

Sechs Arbeitspakete, einzeln beauftragbar

Ein Integrationsvorhaben ist selten ein Projekt, sondern ein Programm über 12 bis 36 Monate mit Lieferungen in Stufen. Jedes Paket lässt sich als Werkvertrag mit eigener Abnahme schneiden, damit Sie nach jeder Stufe neu entscheiden können.

Integrationsaudit

Bestandsaufnahme Ihrer Systemlandschaft: welche Systeme laufen, wie sie miteinander sprechen oder eben nicht, wo Daten doppelt gepflegt werden, wo die Engstellen sitzen. Ergebnis sind eine Schnittstellenkarte, eine priorisierte Reihenfolge und ein Budgetrahmen. 4 bis 6 Wochen, 5.200 bis 10.400 EUR.

API-Schicht statt Punkt-zu-Punkt

Eine dokumentierte Schnittstellenschicht über alte und neue Systeme: REST, GraphQL, gRPC, authentifiziert, mit Ratenbegrenzung und Überwachung an einer Stelle. Als Gateway kommen Kong, AWS API Gateway oder Cloudflare Workers infrage. Der Grund ist nüchtern: zehn Systeme paarweise verdrahtet ergeben bis zu 45 Verbindungen, über eine Schicht bleiben es zehn.

EDI, E-Rechnung und B2B

EDIFACT (ORDERS, DESADV, INVOIC), VDA- und Odette-Nachrichten in der Automobilzulieferung, Peppol BIS Billing 3.0, AS2 und AS4. Dazu die E-Rechnung nach EN 16931 in den Ausprägungen XRechnung und ZUGFeRD, wie § 14 Abs. 1 UStG sie definiert.

Nachrichtenbus und Warteschlangen

Kafka, RabbitMQ, NATS oder ActiveMQ für asynchrone Kopplung: Ereignisse statt synchroner Aufrufe, zugesicherte Zustellung, Wiederholbarkeit für die Prüfung. Wichtig ist weniger das Produkt als die Frage, welcher Vorgang wirklich sofort quittiert werden muss und welcher nicht.

Ablösung von Altsystemen

Oracle Forms, AS/400 und IBM i, Lotus Notes, FoxPro, Delphi, gewachsene Java-Monolithen. Ablösung Funktion für Funktion nach dem Strangler-Fig-Muster, mit Parallelbetrieb und Abgleich. Der Stichtagsumstieg über ein Wochenende ist der Weg, bei dem die Rückabwicklung teurer wird als das Projekt.

Hybrid aus Rechenzentrum und Cloud

Systeme, die im Haus bleiben müssen, an Dienste anbinden, die außerhalb laufen: Standortkopplung über IPsec, AWS Direct Connect, Azure ExpressRoute. Wo personenbezogene Daten fließen, halten wir im Angebot fest, welche Komponente in welchem Land läuft und welche Unterauftragnehmer beteiligt sind.

Schnittstellenlandschaft

Acht Gruppen, in denen wir uns auskennen

Die Liste ist keine Zusage, dass jede Anbindung gleich schnell geht. Über den Aufwand entscheidet die Dokumentation des Quellsystems, nicht dessen Name. Bei einer sauber dokumentierten REST-Schnittstelle liegen wir bei 4 bis 6 Wochen, bei einem undokumentierten Altsystem ohne Ansprechpartner deutlich darüber. Welcher Fall vorliegt, steht nach dem Audit fest.

ERP-Systeme

SAP S/4HANA und ECC über IDoc, BAPI, OData, PI/PO oder die BTP Integration Suite. Microsoft Dynamics 365 Finance & Operations und Business Central, proALPHA, abas, Infor, Sage, Oracle NetSuite, gewachsene Eigenentwicklungen.

CRM und Vertrieb

Salesforce über SOAP und REST, HubSpot, Dynamics 365 Sales, Pipedrive, Zoho. Dazu Exchange und Microsoft 365, Telefonanlagen wie 3CX, Versandwege über Twilio und Brevo.

Logistik und Fertigung

Lagerverwaltung (SAP EWM, Manhattan, individuelle Systeme), MES und SCADA, Steuerungen über OPC UA und Modbus, Transportmanagement, Versanddienstleister DHL, DPD, GLS, Hermes und UPS.

Rechnungswesen und Banken

DATEV über DATEVconnect und Unternehmen online, Lexware, sevDesk. Banken über EBICS und FinTS, Zahlungsverkehr in ISO 20022 (pain.001, camt.053), E-Rechnung nach EN 16931 als XRechnung und ZUGFeRD, Peppol, Stripe.

Personal und Lohn

DATEV Lohn und Gehalt, Personio, SAP SuccessFactors, Workday, BambooHR, Bewerbermanagement wie Workable, Greenhouse und Recruitee. Zeitwirtschaft und Zutritt an der Werkerkennung.

Handel und Marketing

Shopware, JTL, plentymarkets, Shopify, WooCommerce, Magento. Dazu Preis- und Bestandsabgleich, Marktplatzanbindung, Brevo, Klaviyo, Mailchimp, GA4, Google Ads, Meta Ads.

IT-Betrieb und Sicherheit

Microsoft Entra ID und Active Directory für einheitliche Anmeldung, Microsoft 365, Google Workspace, Protokollsammlung in Grafana, Datadog, Wazuh oder Splunk, Ticketfluss über Jira und ServiceNow.

Branchenprotokolle

Gesundheitswesen über HL7 FHIR und DICOM, Bankwesen über SWIFT, ISO 20022 und PSD2-Schnittstellen, Automobilzulieferung über VDA- und Odette-Nachrichten für Lieferabruf, Feinabruf und Lieferschein.

Muster

Sechs Muster für die Ablösung von Altsystemen

Die Muster stammen aus der Praxis mit AS/400, Oracle Forms, altem SAP und Java-Monolithen. Gemeinsam ist ihnen die Annahme, dass das Altsystem noch Monate oder Jahre weiterläuft und in dieser Zeit korrekt bleiben muss.

Strangler-Fig-Muster
Eine neue Schnittstellenschicht vor das Altsystem, danach Ablösung Funktion für Funktion. Das alte System läuft weiter, bis die letzte Funktion umgezogen ist. Der Stichtagsumstieg über ein Wochenende bleibt außen vor, weil die Rückabwicklung im Fehlerfall teurer wird als die Migration.
Anti-Corruption Layer
Eine Übersetzungsschicht zwischen altem und neuem Datenmodell. Die Begriffswelt des Altsystems, gewachsene Sonderfälle und Schlüsselwerte aus den Neunzigern bleiben dort, wo sie hingehören, statt in das neue System durchzuschlagen.
Parallelbetrieb über Ereignisse
Jeder Vorgang wird als Ereignis veröffentlicht. Das neue System rechnet parallel mit, Abweichungen lösen eine Meldung aus und werden untersucht. Umgeschaltet wird erst, wenn über einen definierten Zeitraum keine Abweichung mehr auftritt.
Datenbank zuerst entkoppeln
Die Monolith-Datenbank fachlich trennen, ein Schema je Fachbereich. Erst danach lohnt der Schnitt in eigenständige Dienste. Übergangsweise Replikation und Change Data Capture, etwa mit Debezium, damit beide Seiten denselben Stand sehen.
Adapter für AS/400 und SAP R/3
RPG-Programme lesen, Zugriff über JDBC oder IBM HATS, bei altem SAP über BAPI und IDoc. Der Code aus den Neunzigern bleibt in Betrieb und bekommt eine dokumentierte Schnittstelle davor. Das ist selten elegant und meist die günstigste belastbare Lösung.
Idempotenz an jeder Schnittstelle
Wiederholbare Aufrufe, Prüfung auf Doppelverarbeitung, Outbox-Muster und transaktionaler Posteingang. Ein Netzabbruch darf keine zweite Bestellung und keine zweite Buchung erzeugen. Diese Frage entscheidet in der Praxis öfter über den Projekterfolg als die Wahl des Nachrichtenbusses.
Programmphasen

Sechs Phasen von der Aufnahme bis zur Übergabe

Ein vollständiges Programm dauert üblicherweise 12 bis 36 Monate. Sie müssen es nicht am Stück beauftragen: Jede Phase ist eine eigene Stufe mit eigener Abnahme, und nach jeder Stufe können Sie aussteigen oder das Tempo ändern.

01 Aufnahme und Audit, 4 bis 6 Wochen

Gespräche mit den Fachbereichen, Systemkarte, Datenflussdiagramme, Risikoliste. Ergebnis ist ein Umsetzungsplan mit Reihenfolge, Aufwand je Anbindung und Budgetrahmen. Diese Stufe steht als eigener Werkvertrag und verpflichtet Sie zu nichts Weiterem.

02 Zielbild und Architektur, 2 bis 4 Wochen

Zielarchitektur, Auswahl der Bausteine, Sicherheits- und Rechtemodell, Zuständigkeiten im Betrieb. Hier fällt auch die Entscheidung, welche Systeme im Haus bleiben und welche außerhalb laufen dürfen.

03 Grundgerüst, 2 bis 4 Monate

Das Rückgrat: Gateway, Rechte und Anmeldung, Nachrichtenbus, Protokollierung und Überwachung. Ohne dieses Fundament wird jede einzelne Anbindung zur Sonderlösung, und nach zwei Jahren weiß niemand mehr, welche Verbindung wohin führt.

04 Einzelne Anbindungen, 3 bis 12 Monate

Die priorisierten Anbindungen laufen parallel. Der Ablauf je Anbindung ist immer derselbe: Dokumentation sichten, Adapter bauen, testen, im Schattenbetrieb mitlaufen lassen, produktiv schalten. Ab dieser Phase fließt der Nutzen zurück, weil manuelle Übertragungen entfallen.

05 Datenabgleich und Migration, 2 bis 4 Monate

Übernahme der Altdaten, Bereinigung, Dublettenauflösung, Stammdatenhoheit klären. Jeder Schritt bekommt eine Prüfregel und einen Rückweg. Erfahrungsgemäß ist die Stammdatenqualität der Punkt, an dem Zeitpläne kippen, nicht die Technik.

06 Stabilisierung und Übergabe, 1 bis 3 Monate

Lastverhalten prüfen, Schwellwerte nachziehen, Betriebshandbücher, Bereitschaft festlegen, Dokumentation übergeben. Ihr Team übernimmt, wir begleiten 3 bis 6 Monate. Danach können Sie ohne uns weiterarbeiten, und das ist der Zustand, den wir anstreben.

Termin im Blick

Die E-Rechnung ist der Anlass, aus dem die meisten Landschaften gerade aufgeräumt werden

§ 14 Abs. 1 UStG definiert die elektronische Rechnung als Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format, das der europäischen Norm für die elektronische Rechnungsstellung nach der Richtlinie 2014/55/EU entspricht. In der Praxis sind das XRechnung und ZUGFeRD. Die Übergangsfristen für die Ausstellung stehen in § 27 Abs. 38 UStG: Papier oder ein abweichendes elektronisches Format bleiben für Umsätze nach dem 31.12.2024 noch bis zum 31.12.2026 zulässig, bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 EUR bis zum 31.12.2027. Für Rechnungen, die im EDI-Verfahren nach der Empfehlung 94/820/EG übermittelt werden, gilt ebenfalls der 31.12.2027.

Aus Sicht der Systemlandschaft sind das drei Aufgaben, die selten in einem System liegen: Ausgangsrechnungen müssen in einem Normformat aus dem ERP oder der Faktura herausfallen, Eingangsrechnungen strukturiert eingelesen und dem Vorgang zugeordnet werden, und beide Wege brauchen eine Protokollspur, die die GoBD-Anforderungen an Nachvollziehbarkeit, Unveränderbarkeit und Verfahrensdokumentation trägt. Wer den Weg über ein Zwischenformat und einen manuellen Import baut, verlagert das Problem nur in die Buchhaltung. Die steuerliche Bewertung Ihres Einzelfalls gehört zu Ihrem Steuerberater, wir bauen die Schnittstellen dazu.

Wo der Nutzen entsteht, und wo er ausbleibt

Bitkom hat am 11.03.2026 aus einer Befragung von 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten berichtet, dass 32 % das Potenzial ihrer vorhandenen Daten ausschöpfen und 61 % kaum oder gar nicht. Dieselbe Befragung nennt den Datenschutz mit 77 % und den Fachkräftemangel mit 70 % als größte externe Hürden. Beides deckt sich mit dem, was wir in Projekten sehen: Die Daten sind da, sie liegen nur in vier Systemen mit vier Wahrheiten.

Integration allein löst das nicht. Wenn dieselbe Kundennummer in drei Systemen drei Schreibweisen hat, verteilt eine Schnittstelle den Fehler schneller als vorher. Deshalb steht die Frage nach der Stammdatenhoheit in unserem Audit vor der Frage nach dem Nachrichtenbus. Wer diesen Schritt überspringt, zahlt ihn in Phase 5 doppelt.

Was Sie von uns schriftlich bekommen

Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO mit Liste der Unterauftragnehmer. Angabe, welche Komponente in welchem Land läuft, einschließlich der Variante Betrieb ausschließlich in Ihrem Rechenzentrum. Werkvertrag nach § 631 BGB mit Abnahmekriterien je Arbeitspaket. Übergabe von Quellcode, Aufbauanleitung, Betriebshandbuch und Überwachungskonfiguration. Für Unternehmen im Anwendungsbereich des BSIG zusätzlich das Sicherheitsprofil, das Ihre eigene Nachweisführung nach § 30 BSIG braucht.

Namentlich nennen dürfen wir zwei Arbeiten: die KI-Suche für den Ungarischen Popkultur-Wertespeicher auf kultura.hu und einen Vortrag auf dem AI Summit Budapest 2025. Für Integrationsprojekte gilt die übliche Vertraulichkeit, deshalb steht hier keine Logoleiste. Im Erstgespräch gehen wir stattdessen Ihre Systemliste durch und sagen Ihnen, welche Anbindung wir für unkritisch und welche wir für riskant halten.

Quellen

Stand 14.08.2026. Preise sind aus dokumentierten Forint-Spannen zu 385 HUF/EUR umgerechnet und unverbindlich. Diese Seite ist weder Rechts- noch Steuerberatung.

Häufige Fragen

Systemintegration in der Praxis

Audit und Zielbild: 5.200 bis 10.400 EUR, 4 bis 6 Wochen. Eine einzelne Anbindung, etwa ERP und Onlineshop: 7.800 bis 21.000 EUR, 2 bis 4 Monate. Mittleres Programm mit 5 bis 10 gekoppelten Systemen, Gateway und Nachrichtenbus: 78.000 bis 208.000 EUR, 9 bis 15 Monate. Großes Programm mit Ablösung von Altsystemen, mehr als 15 Systemen und mehreren Standorten: 208.000 bis 780.000 EUR, 18 bis 36 Monate. Betrieb und Weiterentwicklung danach 15 bis 25 % pro Jahr. Die Beträge sind aus unseren dokumentierten Forint-Spannen zu 385 HUF/EUR umgerechnet und unverbindlich. Verbindlich wird der Preis erst nach dem Audit, weil vorher niemand seriös schätzen kann, wie gut die Quellsysteme dokumentiert sind.

Integrationsaudit anfragen

4 bis 6 Wochen, Festpreis. Ergebnis sind eine Systemkarte, eine priorisierte Reihenfolge mit Aufwand je Anbindung und ein Budgetrahmen. Damit können Sie über das Programm entscheiden, auch wenn Sie es anschließend woanders vergeben.

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