OPC UA · Modbus · PROFINET · ISA-95

MES und SCADA für Fertigungsbetriebe, entwickelt statt lizenziert

Maschinendaten erfassen, Fertigungsaufträge steuern, OEE messen, Chargen zurückverfolgen. Wir beginnen mit einer Linie: Festpreis, 4 bis 6 Monate, 21.000 bis 39.000 EUR. Die OEE-Ausgangsmessung machen wir vor dem Umbau, damit die Zahlen danach belastbar sind. Entwickelt in Budapest: EU-Recht, gleiche Zeitzone.

Pilot, eine Linie
21.000 bis 39.000 EUR
Programm, mehrere Linien
78.000 bis 260.000 EUR
Vertragsform
Werkvertrag mit Abnahme
Quellcode
geht an Sie über

Kurzfassung

  • Einstieg ist der Pilot auf einer Linie: 4 bis 6 Monate, 21.000 bis 39.000 EUR, Werkvertrag mit definierten Abnahmekriterien.
  • Programm über mehrere Linien mit ERP-Kopplung, Qualitätsmodul und Rückverfolgbarkeit: 78.000 bis 260.000 EUR, 12 bis 24 Monate.
  • Wir bauen entlang ISA-95 beziehungsweise IEC 62264 von der Steuerung nach oben. Anbindung über OPC UA, Modbus, PROFINET, S7, für Altmaschinen über nachgerüstete Sensorik.
  • Betrieb wahlweise vollständig im Werk oder in einer EU-Region. Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, kein Drittlandtransfer, weil Ungarn EU-Mitgliedstaat ist.
  • Der Quellcode geht mit der Abnahme an Sie über. Keine Lizenz je Arbeitsplatz, keine Bindung an uns für den Weiterbetrieb.
  • Einen OEE-Zuwachs in Prozent sagen wir nicht zu. Wir messen die Baseline vor dem Umbau und vergleichen danach dieselbe Methodik.
Bausteine

Sechs Bausteine, die wir tatsächlich bauen

Keine getrennten Produkte, sondern Schichten derselben Anlage. Die Hierarchie folgt ISA-95, in Europa als IEC 62264 normiert: Steuerung, SCADA, MES, ERP. Wir bauen von unten nach oben, weil ohne saubere Maschinendaten jede darüberliegende Kennzahl Auslegungssache bleibt.

MES, Fertigungssteuerung
Fertigungsaufträge, Stücklisten, Kapazitätsplanung, Werkerterminals, Barcode und RFID. Rückverfolgbarkeit bis auf Charge und Seriennummer, inklusive der verbauten Vormaterialien.
BDE und MDE über SCADA
Betriebs- und Maschinendatenerfassung direkt an der Steuerung: Modbus TCP und RTU, OPC UA, MQTT, S7 bei Siemens, PROFINET. Für Maschinen ohne Schnittstelle über nachgerüstete Sensorik.
OEE und Kennzahlen
Gesamtanlageneffektivität als Produkt aus Verfügbarkeit, Leistung und Qualität. Ein Bild an der Linie für die Schicht, ein zweites für die Werkleitung. Verlustarten werden getrennt ausgewiesen, sonst diskutiert die Schicht über die Definition statt über die Ursache.
Vorausschauende Instandhaltung
Schwingung, Temperatur und Stromaufnahme zusammen mit der Instandhaltungshistorie. Das Modell ist erst dann brauchbar, wenn genügend dokumentierte Ausfälle vorliegen. Wie viele das sind, sagen wir nach der Datensichtung, nicht vorher.
Digitaler Zwilling
Abbild der Linie in 3D mit Echtzeitzustand. Nutzen entsteht dort, wo Umrüstungen und neue Varianten simuliert werden, bevor die physische Linie stillsteht.
Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette
Der Weg jedes Teils vom Wareneingang bis zum Kunden: Charge, Seriennummer, Lieferant, Prozessparameter, Prüfergebnisse. Im Rückrufszenario steht binnen Stunden fest, welche Chargen betroffen sind. Passt zu den Nachweispflichten aus IATF 16949 und der MDR.
Schnittstellen

Von der Steuerung bis zum Bericht der Werkleitung

Der Wert einer Industrie-4.0-Anlage entsteht im Datenfluss, nicht im Dashboard. Ein Signal an der Maschine muss in der Schicht sichtbar sein, in der es entsteht. Kommt es erst im Monatsbericht an, ist es Dokumentation und keine Entscheidungsgrundlage.

Vorgehen

Erst eine Linie, dann das Werk

Über den Erfolg entscheidet die Reihenfolge, nicht die Werkzeugauswahl. Wir beweisen den Nutzen an einer Linie und skalieren erst danach. Jede Phase endet mit einer Abnahme gegen vorher vereinbarte Kriterien.

0 bis 6 Wochen: Aufnahme und Baseline

Begehung der Fertigung, Inventur der Steuerungen und Protokolle, Sichtung des bestehenden ERP und der Qualitätssicherung. Wir legen die Messpunkte fest und erheben die OEE-Baseline nach Verfügbarkeit, Leistung und Qualität. Ohne diese Ausgangsmessung lässt sich später kein Ergebnis belegen, und genau daran scheitern die meisten Nachher-Rechnungen.

  • · Inventur der Steuerungen und Protokolle (Siemens S7, Beckhoff, Modbus, OPC UA)
  • · Datenflussbild: Maschine, SCADA, MES, ERP
  • · Die sechs großen Verlustarten getrennt erfasst
  • · Ergebnis: Umsetzungsplan, Aufwandsschätzung, Entscheidungsvorlage

1,5 bis 4 Monate: Pilot auf einer Linie

Eine Linie vollständig: Maschinendatenerfassung direkt an der Steuerung oder über nachgerüstete Sensorik, MES-Schicht, OEE-Anzeige in Echtzeit, Anomalieerkennung auf ein bis zwei Kennzahlen. Als Werkvertrag mit definierten Abnahmekriterien, damit die Abnahme eine Prüfung ist und keine Verhandlung.

  • · Gateway- und Sensormontage, OPC-UA-Tagging
  • · Zeitreihendatenbank (TimescaleDB oder InfluxDB)
  • · Werkerterminals an der Linie (Zebra, Honeywell)
  • · Bedienoberfläche und Andon-Meldung

4 bis 9 Monate: ERP-Anbindung und weitere Linien

Nach bestandener Abnahme kommen weitere Linien dazu, dazu die Kopplung an SAP S/4HANA, Microsoft Dynamics 365, proALPHA oder das vorhandene System. Fertigungsauftrag vom ERP ins MES, Rückmeldung und Materialverbrauch zurück, Bestände in beide Richtungen. Ab hier greift die Rückverfolgbarkeit auf Chargen- und Seriennummernebene.

  • · IDoc, BAPI, OData oder eigener REST-Adapter
  • · Chargen- und Seriennummernverfolgung
  • · Qualitätsmodul mit Sperr- und Freigabelogik
  • · Mehrschichtbetrieb, mehrere Linien, mehrere Werke

9 bis 18 Monate: KI und Bildverarbeitung

Ausfallvorhersage aus Schwingungs- und Temperaturdaten, optische Prüfung auf Oberflächenfehler und Maße, Optimierung von Prozessparametern. Ab hier wird der Rechtsrahmen relevant. Nach der Zeitleiste der Europäischen Kommission gelten die Hochrisiko-Pflichten der KI-Verordnung für eigenständige Systeme nach Anhang III ab dem 02.12.2027 und für KI, die als Sicherheitsbauteil in ein Produkt nach Anhang I eingebettet ist, ab dem 02.08.2028. Der AI Omnibus, in Kraft seit 27.07.2026, hat diese Fristen verschoben. Viele Seiten im Netz zeigen noch den alten Termin 02.08.2026.

  • · PyTorch oder TensorFlow, Modellverwaltung über MLflow
  • · Industriekameras (Basler, IDS, Cognex)
  • · Inferenz an der Linie oder zentral, je nach Taktzeit
  • · Modellüberwachung und Drifterkennung, protokolliert

Ab 18 Monaten: digitaler Zwilling und Fahrzeugflotte

Abbild der gesamten Linie mit Simulation, Steuerung von FTS- und AMR-Flotten, Energiemanagement. Diese Stufe lohnt sich erst, wenn die Datenqualität aus den vorherigen Phasen stimmt. Betriebe, die hier einsteigen, bauen in aller Regel ein teures Schaubild ohne Datengrundlage.

  • · Digitaler Zwilling (Unity oder Three.js, ROS-Anbindung)
  • · Flottensteuerung für FTS und AMR (MiR, Geek+, Locus)
  • · Energieauswertung je Anlage und Auftrag
  • · Autonome Entscheidungen nur dort, wo sie freigegeben sind
Marktlage

Warum Standardsoftware in der Fertigung häufig auf halber Strecke stehen bleibt

Das ifo Institut hat im Mai 2026 erhoben, dass 54,5 % der Unternehmen in Deutschland KI einsetzen, im verarbeitenden Gewerbe 58,7 %, im Mittelstand 47,2 %. Interessanter ist die zweite Zahl aus derselben Erhebung: nur 18,7 % entwickeln ein eigenes KI-System, rund 75 % nutzen eine zugekaufte Lösung. Genau an dieser Kante rufen uns Werke an. Das zugekaufte Produkt deckt den Standardfall ab und endet dort, wo Ihre Rezepturen, Ihre Prüfvorschrift und Ihr gewachsenes ERP anfangen.

Dazu passt eine Zahl von Bitkom aus der Befragung von 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, veröffentlicht am 11.03.2026: 32 % der Unternehmen schöpfen das Potenzial ihrer vorhandenen Daten aus, 61 % kaum oder gar nicht. In der Fertigung ist das besonders greifbar, weil die Maschinen die Daten längst erzeugen. Sie landen nur in der Steuerung und nicht in einer Datenbank, in der man sie über Monate vergleichen kann.

Als größte externe Hürde nennt dieselbe Befragung den Datenschutz mit 77 % und den Fachkräftemangel mit 70 %. Das ist der Grund, warum auf dieser Seite mehr über Datenhaltung, Vertragsform und Abnahme steht als über Technologie.

Zulieferer im Automobil- oder Medizintechnikumfeld

Hier entscheidet die Nachweisführung, nicht das Dashboard. Rückverfolgbarkeit auf Chargen- und Seriennummernebene, gesperrte und freigegebene Bestände, dokumentierte Prüfergebnisse, unveränderbare Protokolle. Kommt ein Rückruf, muss binnen Stunden feststehen, welche Chargen betroffen sind und wohin sie geliefert wurden. Diese Anforderungen stehen ohnehin in Ihrem Qualitätsmanagement, etwa aus IATF 16949 oder der MDR. Ein MES ist der Ort, an dem sie ohne Zettelwirtschaft erfüllt werden.

Dazu kommt seit dem NIS2-Umsetzungsgesetz die Lieferkette. § 30 BSIG führt deren Sicherheit als eigenen Pflichtbereich, weshalb betroffene Auftraggeber die Anforderungen vertraglich weitergeben: Sicherheitsklauseln, Auditrechte, Meldefristen, Auskunft über Unterauftragnehmer. Wer als Zulieferer eine neue Anlage baut, sollte diese Punkte in der Architektur berücksichtigen und nicht zwei Jahre später nachrüsten.

Was wir offenlegen können

Namentlich nennen dürfen wir zwei Arbeiten: die KI-Suche für den Ungarischen Popkultur-Wertespeicher auf kultura.hu und einen Vortrag auf dem AI Summit Budapest 2025. Beides sind keine Fertigungsprojekte. Für Industriekunden gilt die übliche Vertraulichkeit, deshalb steht hier keine Logoleiste und keine Zahl aus einem fremden Werk. Im Erstgespräch gehen wir stattdessen an Ihrer Anlage durch, welche Steuerungen vorliegen und welcher Erfassungsweg je Maschine realistisch ist.

Häufige Fragen

MES, SCADA und Maschinendaten in der Praxis

Aufnahme und Baseline: 5.200 bis 10.400 EUR, 4 bis 6 Wochen. Pilot auf einer Linie mit Maschinendatenerfassung, MES-Schicht und OEE-Anzeige: 21.000 bis 39.000 EUR, 4 bis 6 Monate. Programm über mehrere Linien mit ERP-Kopplung, Qualitätsmodul und Rückverfolgbarkeit: 78.000 bis 260.000 EUR, 12 bis 24 Monate. Wartung und Weiterentwicklung danach 15 bis 25 % der Projektsumme pro Jahr. Die Beträge sind aus unseren dokumentierten Forint-Spannen zu 385 HUF/EUR umgerechnet und unverbindlich; verbindlich wird der Preis im Angebot nach der Aufnahme. Stundensätze veröffentlichen wir nicht, weil wir zum Festpreis je Bauabschnitt anbieten.

Pilot auf einer Linie anfragen

Zuerst die Aufnahme: 4 bis 6 Wochen, Festpreis, Begehung, Steuerungsinventur und OEE-Baseline. Ergebnis ist ein Umsetzungsplan mit Aufwand je Maschine, mit dem Ihre Geschäftsführung über den Pilot entscheiden kann.

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