E-Rechnung · GoBD · DATEV · Fertigung und MES

Individuelle ERP-Entwicklung ohne Lizenz je Arbeitsplatz

  • Aufbauab 20.800 EUR
  • Dauer3 bis 24 Monate
  • Lizenzgebührkeine
  • BetriebEU oder On-Premise

Ein webbasiertes System, das Ihren Abläufen folgt statt umgekehrt. XRechnung und ZUGFeRD, GoBD-Nachweise und die Übergabe an DATEV sind eingebaut, nicht zugekauft. Alternative zu SAP Business One, Dynamics 365 und NetSuite, ohne Lizenz je Arbeitsplatz. Entwicklung aus Budapest, in Ihrer Zeitzone und im EU-Rechtsraum.

Ein ERP ist eine Entscheidung für zehn Jahre, nicht für fünf

Die meisten Betriebe kommen nicht wegen der Lizenzkosten zu uns, sondern weil ihr Kerngeschäft in Excel-Dateien neben dem System läuft. Genau dort liegt die Frage: Ist Ihre Abweichung vom Standard der Grund für Ihre Marge, oder ist sie historisch gewachsen. Im ersten Fall lohnt eine Eigenentwicklung, im zweiten sollten Sie den Prozess ändern und Standardsoftware kaufen. Diese Unterscheidung treffen wir vor dem Angebot, nicht danach. Unten stehen die Listenpreise der Anbieter, unsere Bänder und die Rechnung, mit der beides vergleichbar wird.

Warum eine Eigenentwicklung

Sechs Argumente, und eines davon spricht gegen uns

SAP, Dynamics 365 und Oracle sind gesetzte Standards, und für viele Betriebe die richtige Wahl. Ab etwa 30 Usern und deutlich eigenen Prozessen lohnt der Vergleich trotzdem. Scrollen Sie durch, die Zahlen stehen mit Quelle daneben.

Keine Lizenz je Arbeitsplatz

SAP Business One in der Cloud liegt laut erpresearch.com zwischen 47 und 91 EUR je User und Monat, Microsoft nennt für Dynamics 365 Finance 210 USD. Bei 50 Usern und fünf Jahren sind das zum Mittelwert 69 EUR rund 207.000 EUR, und darin steckt noch keine Einführung. Eine Eigenentwicklung ist eine einmalige Investition plus Wartung. Unter etwa zehn Usern kippt diese Rechnung in die andere Richtung, dann ist Standardsoftware die richtige Wahl.

Das System folgt Ihren Prozessen

Standard-ERPs bringen einen Prozess mit, an den Ihr Betrieb sich anpasst. Das ist kein Mangel, sondern das Geschäftsmodell: Nur so bleibt das Produkt für tausende Kunden wartbar. Teuer wird es dort, wo Ihr Verfahren der Grund für Ihre Marge ist. Eine Eigenentwicklung dreht die Richtung um, und im Pflichtenheft steht schwarz auf weiß, welche Abweichung wie abgebildet wird.

E-Rechnung, GoBD, DATEV

§ 14 Abs. 2 UStG verlangt für Umsätze zwischen inländischen Unternehmen eine Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format nach der europäischen Norm gemäß Richtlinie 2014/55/EU. Die Übergangsregelung in § 27 Abs. 38 UStG lässt andere Formate für Umsätze bis zum 31.12.2026 zu, bei bis zu 800.000 EUR Vorjahresumsatz sowie für EDI-Übermittlung bis zum 31.12.2027. Wir erzeugen und lesen XRechnung und ZUGFeRD, liefern die technische Seite der GoBD, also unveränderbare Belegablage, Protokollierung und Prüfexport, und übergeben an DATEV oder direkt an Ihre Finanzbuchhaltung. Welcher Stichtag für Sie gilt, klärt Ihre Steuerberatung; wir setzen um, wir beraten nicht steuerlich.

Weboberfläche statt Windows-Client

Kein installierter Client, der bei jedem Update durch die IT muss, sondern eine Oberfläche im Browser, die auf dem Tablet in der Halle genauso funktioniert wie am Schreibtisch. Für Lager und Produktion mit Erfassung ohne Netz und späterem Abgleich, weil im Hochregal das WLAN eben abreißt.

Anbindung an das, was schon läuft

Onlineshop (Shopify, WooCommerce, Shopware), Buchhaltung und DATEV, Lohnabrechnung, CRM (HubSpot, Pipedrive, Salesforce), Bank-Schnittstellen über EBICS, Speditionen, Maschinen über OPC UA, Modbus oder MQTT. Über REST, GraphQL, SOAP, EDI oder SFTP, je nachdem, was das Gegenstück anbietet. Eine einzelne Anbindung liegt erfahrungsgemäß bei 500 bis 2.100 EUR, eine Maschinen- oder Bankanbindung bei 2.600 bis 7.800 EUR.

Die Fünfjahresrechnung, offen gelegt

Beispiel mit 50 Usern: SAP Business One kostet über fünf Jahre rund 207.000 EUR Lizenz, dazu ein in der Branchenliteratur zitiertes Einführungsband von 40.000 bis 150.000 EUR. Eine Eigenentwicklung mittlerer Komplexität liegt bei 39.000 bis 77.900 EUR Aufbau, dazu 15 bis 25 Prozent Wartung pro Jahr, über fünf Jahre also 68.000 bis 175.000 EUR. SAP liegt in derselben Rechnung bei 247.000 bis 357.000 EUR. Die Eigenentwicklung kommt damit rund 50 bis 70 Prozent darunter heraus. Bei zehn Usern und Standardprozessen dreht sich das Ergebnis um.

Module

Acht Module, aus denen Ihr Zuschnitt entsteht

Niemand bekommt alle acht. Ein Fertigungsbetrieb braucht Produktion und Maschinenanbindung, ein Händler Lager und Einkauf, ein Dienstleister Projekte und Leistungserfassung. Was in der ersten Stufe gebaut wird und was in die zweite rutscht, entscheiden wir vor Vertragsschluss gemeinsam.

Vertrieb und Auftrag
Angebote, Auftragsbestätigung, Rahmenverträge mit Abruf, Preislisten je Kundengruppe, Lieferschein und Rechnung aus demselben Datensatz.
Lager und Bestand
Mehrere Lagerorte, Chargen und Seriennummern, Mindesthaltbarkeit, Inventur, Erfassung über Barcode oder RFID.
Einkauf
Lieferanten, Bestellanforderung mit Freigabe nach Wertgrenze, Wareneingang, Rechnungsprüfung gegen Bestellung und Lieferschein.
Fertigung und MES
Stückliste und Arbeitsplan, Fertigungsaufträge, Kapazitätsplanung, Maschinendaten über OPC UA, Modbus oder MQTT, Rückverfolgbarkeit bis zur Charge.
Finanzen und Belege
Offene Posten, Zahlungsabgleich über EBICS, Liquiditätsvorschau, E-Rechnung als XRechnung oder ZUGFeRD, Übergabe an DATEV.
Personal und Zeit
Zeiterfassung, Urlaub und Abwesenheit, Schichtmodelle, Export an Ihr Lohnprogramm. Die Abrechnung selbst bleibt beim Steuerbüro.
Projekte
Projektstruktur, Leistungserfassung, Plan-Ist-Vergleich auf Kostenstellen, Meilensteine, Abrechnung nach Aufwand oder Festpreis.
Auswertung
Eigene Übersichten im System, dazu Übergabe an Power BI, Metabase oder Looker, wenn Ihre Berichte dort schon liegen. Kennzahlen mit hinterlegter Rechenvorschrift, damit zwei Abteilungen nicht zwei Wahrheiten haben.
Standardsoftware oder Eigenentwicklung

SAP Business One, Dynamics 365 und NetSuite neben einer Eigenentwicklung

Die Anbieterspalte enthält nur veröffentlichte Listenpreise. Was Ihr Partner am Ende anbietet, liegt in der Regel darunter und ist verhandelbar. Genau deshalb ist diese Tabelle ein Ausgangspunkt für die Ausschreibung, kein Ergebnis.

KriteriumSAP / Dynamics 365 / NetSuiteEigenentwicklung (AppForge)
Listenpreis je User und MonatSAP Business One 47 bis 91 EUR, Dynamics 365 Finance 210 USDkeine Lizenz je User
PlattformgebührNetSuite ab 999 USD im Monat, unabhängig von der Userzahlkeine
Einmaliger AufbauEinführungsband 40.000 bis 150.000 EUR bei etwa 50 Usern20.800 bis 259.700 EUR je nach Modulumfang
Laufende KostenLizenz plus Wartung, im Abo enthaltenWartung 15 bis 25 % pro Jahr
E-Rechnung, XRechnung, ZUGFeRDüber Lokalisierungspaket oder Partnerim Umfang enthalten
GoBD-Nachweise, Protokoll und Prüfexportje nach Produkt und Modulim Umfang enthalten
ProzessanpassungKonfiguration, darüber hinaus Erweiterungen im Herstellerwerkzeugfrei, nach Pflichtenheft
Quellcode gehört Ihnen
BetriebsortCloud des Anbieters, Region wählbarEU-Rechenzentrum oder On-Premise
VertragsformAbonnement mit KündigungsfristWerkvertrag mit Abnahme und Gewährleistung
Anbieterbindunghochkeine

Lizenz- und Einführungswerte aus der Preisrecherche von erpresearch.com sowie den Listenpreisen von microsoft.com. Microsoft und Oracle veröffentlichen US-Listenpreise und führen für Deutschland eigene Europreise, die sich nicht sauber zitieren lassen.

Die AppForge-Bänder stammen aus unserer öffentlichen Preisliste in Forint, umgerechnet mit 385 HUF/EUR und auf volle 100 EUR gerundet. Der Kurs ist ein kalkulatorischer Richtwert, kein Tageskurs. Nicht enthalten, und zwar in beiden Spalten: Datenmigration, Schulung, Change-Management und eine Risikoreserve von 5 bis 8 Prozent.

Technik

Worauf ein individuelles ERP 2026 läuft

Die Auswahl ist keine Geschmacksfrage. Entscheidend ist, ob Sie in fünf Jahren noch Entwickler dafür finden, und ob die Wartung an uns gebunden ist oder nicht. Sie ist es nicht.

Beschaffung

Vier Punkte, die ein deutscher Auftraggeber schriftlich sehen will

Die Preisfrage ist meist die einfachere. In der Rechtsabteilung entscheidet sich, ob ein Anbieter aus dem Ausland überhaupt in die engere Wahl kommt.

Vertragsart

Für den Aufbau liefern wir auf Werkvertrag nach § 631 BGB: Pflichtenheft, Abnahme je Meilenstein, Gewährleistung. Für die Weiterentwicklung nach dem Produktivgang ist ein Dienstvertrag nach § 611 BGB der ehrlichere Rahmen, weil dort laufend neu priorisiert wird. Im Angebot steht, welches Modell für welche Phase gilt.

Auftragsverarbeitung und Datenlage

AVV nach Art. 28 DSGVO vor Projektstart, samt technischen und organisatorischen Maßnahmen und der Liste der Unterauftragsverarbeiter. Ungarn ist EU-Mitgliedstaat: keine Drittlandübermittlung, keine Standardvertragsklauseln, keine Transfer-Impact-Analyse. Laut Bitkom Cloud Report 2026 zählt für 98 Prozent der befragten Unternehmen die Herkunft des Anbieters.

NIS2 in der Lieferkette

Wenn Sie unter das NIS2-Umsetzungsgesetz fallen, tragen Sie die Anforderungen an Ihre Dienstleister weiter. Wir liefern dafür Rollen- und Rechtekonzept, Protokollierung, den Prozess für Sicherheitsvorfälle und die vertraglichen Klauseln. Ihre Betroffenheit festzustellen bleibt Ihre Aufgabe, dafür sind wir nicht die richtige Adresse.

Quellcode und Ausstieg

Repository, Dokumentation, Build-Pipeline und Infrastrukturzugänge gehen mit der Abnahme an Sie über. Ein ERP begleitet Sie zehn Jahre und länger. Wer diese Frage erst nach dem Produktivgang stellt, verhandelt aus der schwächeren Position.

Was wir an Referenzen zeigen können

Öffentlich nennen dürfen wir zwei Projekte, beide aus dem KI-Bereich: die KI-Suche des ungarischen Popkultur-Wertearchivs auf kultura.hu und einen Vortrag auf dem AI Summit Budapest 2025. Unsere ERP-Projekte laufen unter Vertraulichkeit, deshalb stehen hier keine Kundennamen und keine erfundenen Einsparquoten. Im Gespräch zeigen wir Architekturskizzen, Modulschnitte und Abnahmedokumente aus laufenden Projekten. Auf Nachfrage klären wir, welche Auftraggeber einem Referenzgespräch zustimmen.

Die Bänder auf dieser Seite stammen aus unserer offenen Preisliste in Forint, umgerechnet mit 385 HUF/EUR und gerundet auf volle 100 EUR. Die Fünfjahresrechnung mit vier Anbietern nebeneinander steht im ERP-TCO-Rechner.

Häufige Fragen

Individuelle ERP-Entwicklung: häufige Fragen

Ein erster Ausbaustand mit ein bis zwei Modulen für etwa zehn User beginnt bei 20.800 EUR und dauert 3 bis 5 Monate. Ein System mittlerer Komplexität mit fünf bis sieben Modulen, also Vertrieb, Lager, Einkauf, Finanzen, Personal und Projekte, liegt bei 39.000 bis 77.900 EUR und dauert 6 bis 12 Monate. Ein Fertigungssystem mit Maschinenanbindung und Auswertung liegt bei 77.900 bis 259.700 EUR und dauert 12 bis 24 Monate. Wartung 15 bis 25 Prozent pro Jahr, darin enthalten sind Fehlerbehebung, Sicherheitsaktualisierungen und gesetzliche Anpassungen. Die Bänder stammen aus unserer öffentlichen Preisliste in Forint, umgerechnet mit 385 HUF/EUR, gerundet auf volle 100 EUR. Richtwert zur Orientierung, verbindlich wird der Preis im Angebot.

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