DSGVO · EU-Hosting oder On-Premise · Art. 50 AI Act

KI-Chatbot, DSGVO-konform und in der EU gehostet

  • HostingEU-Region oder On-Premise
  • ModelleLlama · Mistral · Qwen
  • AntwortenMit Quellenangabe
  • Ab2.600 EUR, 4 Wochen

Für Unternehmen, die Kundendaten nicht an eine US-Schnittstelle geben dürfen. Der Bot antwortet aus Ihren eigenen Dokumenten, zeigt zu jeder Antwort die Fundstelle und weist den Nutzer darauf hin, dass er mit einer Maschine spricht. Die Daten bleiben in einer EU-Region oder auf Ihren Servern, einschließlich Vektorindex und Protokollen.

Der Rahmen

DSGVO-konform ist keine Eigenschaft des Modells

Es ist eine Kette aus vier Festlegungen, die vor der ersten Zeile Code getroffen wird: Rechtsgrundlage, Ort der Verarbeitung, Auftragsverarbeitung und Löschfrist. Fehlt eine davon, hilft auch das beste Sprachmodell nicht.

Der häufigste Fall in der Praxis sieht so aus. Ein Fachbereich stellt ein fertiges Widget auf die Website, die Gespräche laufen über eine Schnittstelle in den USA, die Protokolle bleiben unbefristet liegen. Sichtbar wird das erst, wenn jemand im Chat seine Kundennummer und den Grund seiner Beschwerde eingibt. Ab diesem Moment verarbeiten Sie personenbezogene Daten an einem Ort, den Sie nicht benannt haben, unter einem Vertrag, den Sie nicht geschlossen haben.

Art. 6 DSGVO

Rechtsgrundlage

Bevor der Bot online geht, steht fest, worauf die Verarbeitung der Gesprächsinhalte gestützt wird, und der Eintrag im Verarbeitungsverzeichnis existiert. Das ist eine Entscheidung Ihres Datenschutzbeauftragten, keine technische. Wir liefern ihm die Beschreibung, die er dafür braucht: welche Datenarten anfallen, wo sie liegen, wie lange.

Kapitel V DSGVO

Ort der Verarbeitung

EU-Region oder Ihre eigenen Server, und zwar für die gesamte Kette. Der Vektorindex wird dabei regelmäßig übersehen: Er enthält Ihre Dokumente in numerischer Form, nicht ein anonymes Abbild davon. Wenn die Anwendung in Frankfurt läuft und der Index in Virginia, haben Sie die Übermittlung nur verschoben.

Art. 28 DSGVO

Auftragsverarbeitung

Ein AVV mit den zehn Pflichtinhalten aus Art. 28 Abs. 3, dazu die Liste der Unterauftragsverarbeiter und die Beschreibung der technischen und organisatorischen Maßnahmen als Anlage. Wir schließen ihn vor Projektbeginn, nicht nach der Abnahme, weil Ihre interne Freigabe sonst ohnehin daran hängen bleibt.

Art. 5 Abs. 1 lit. e DSGVO

Löschung und Protokolle

Aufbewahrungsfrist je Datenart, getrennt nach Gesprächsinhalt, Metadaten und Auswertung. Sie setzen die Fristen, wir setzen sie technisch durch und dokumentieren sie im Vertrag. Eine Absichtserklärung im Angebot reicht dafür nicht, weil sie im Prüffall nicht nachweisbar ist.

Marktlage

Warum die Herkunft des Anbieters in Deutschland über das Projekt entscheidet

98 % der befragten Unternehmen sagen, dass die Herkunft des Cloud-Anbieters eine Rolle spielt. 91 % würden einen deutschen, 68 % einen europäischen Anbieter bevorzugen, während heute 71 % einen US-Anbieter einsetzen. 37 % würden für eine ausschließlich deutsche Datenverarbeitung Nachteile in Kauf nehmen, im Vorjahr waren es 27 %. Quelle: Bitkom Cloud Report 2026, 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, repräsentative telefonische Befragung, veröffentlicht am 17.06.2026.

Dazu die Zahl, die erklärt, warum KI-Vorhaben im Mittelstand liegen bleiben: Datenschutzanforderungen sind mit 77 % das meistgenannte externe Hindernis beim KI-Einsatz, vor dem Fachkräftemangel mit 70 %. Quelle: Bitkom, Digitalisierung der Wirtschaft, 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, veröffentlicht am 11.03.2026.

Wir nennen die Stichprobe mit, weil die Werte zur KI-Nutzung je nach Erhebung zwischen 35 % und 54,5 % schwanken. Wer nur die für sich vorteilhafteste Zahl zitiert, sagt damit mehr über sein Marketing als über den Markt.

Freigabe

Die sechs Fragen, an denen der Chatbot intern scheitert

Das sind die Fragen, die Ihr Datenschutzbeauftragter, Ihre IT-Sicherheit und im regulierten Umfeld die Revision stellen. Sie kommen immer, und sie kommen meistens erst, wenn der Prototyp schon läuft. Wir beantworten sie im Angebot, damit die Reihenfolge stimmt.

1

Wo werden die Daten verarbeitet und gespeichert?

In einer EU-Region oder auf Ihrer Infrastruktur, vertraglich benannt: Anwendung, Vektorindex, Embeddings und Chatprotokolle liegen in derselben Grenze.

2

Wer ist Auftragsverarbeiter, und liegt ein AVV vor?

AVV nach Art. 28 DSGVO vor Projektbeginn, mit Liste der Unterauftragsverarbeiter und TOM-Beschreibung als Anlage. Neue Unterauftragsverarbeiter melden wir vorab.

3

Wird auf unseren Inhalten trainiert?

Nein. Im On-Premise-Betrieb technisch ausgeschlossen, in der EU-Cloud vertraglich. Wir klären dabei auch die Aufbewahrung zur Missbrauchserkennung, die davon getrennt zu bewerten ist.

4

Wie lange bleiben die Gespräche gespeichert?

Nach Ihrer Vorgabe, getrennt je Datenart, technisch durchgesetzt. Der Standardwert im Angebot ist eine Frist, kein unbefristeter Verbleib.

5

Was passiert bei einem Sicherheitsvorfall?

Benannter Ansprechpartner, Meldeweg und Fristen stehen im AVV. Sind Sie NIS2-betroffen, richten wir den Meldeweg auf Ihre 24-Stunden-Erstmeldung aus.

6

Sieht der Bot Dokumente, die der Nutzer nicht sehen darf?

Nur wenn man es falsch baut. Die Rechteprüfung passiert vor der Suche, nicht nach der Antwort, sonst steht der Inhalt bereits im generierten Text.

Betriebsmodelle

EU-Region, On-Premise oder Hybrid

Für die meisten Unternehmen ist die EU-Region die richtige Antwort. On-Premise lohnt sich dort, wo eine Freigabe den externen Aufruf grundsätzlich ausschließt, und der Aufpreis dafür ist real: GPU-Kapazität, Betrieb und Modellpflege liegen dann bei Ihnen. Der Hybridbetrieb klingt nach dem besten beider Wege, ist aber die aufwendigste Variante, weil ein Klassifizierer vor jedem Modellaufruf entscheidet, welcher Pfad greift, und dieser Klassifizierer selbst geprüft werden muss.

KriteriumEU-Region-CloudOn-PremiseHybrid
Wo die Daten liegenEU-Region, vertraglich festgelegtIhr Rechenzentrum, kein externer AufrufSensible Anteile lokal, der Rest in der EU-Region
Laufende KostenNutzungsabhängig, gering bis mittelHöher, GPU-Kapazität und Betrieb liegen bei IhnenMittel, zwei Pfade im Betrieb
AntwortqualitätHoch, kommerzielle ModelleFür Support und interne Wissensfragen ausreichendHoch, wo der Klassifizierer es zulässt
Aufwand bei IhnenGeringHardware, Betrieb, ModellpflegeAm höchsten, die Klassifizierung selbst muss geprüft werden
Passt zuDen meisten Unternehmen in der EUGesundheitswesen, Kanzleien, öffentliche Hand, VersichererGemischten Schutzbedarfen in einem System
Antwortqualität

Was wir gegen erfundene Antworten bauen

Ein Sprachmodell erzeugt plausible Sätze, nicht geprüfte Aussagen. Wer das Gegenteil verspricht, hat das Problem nicht verstanden. Fünf Bausteine senken die Fehlerrate auf ein Niveau, das im Kundenkontakt tragfähig ist.

  1. 1

    Antwort nur aus Ihren Unterlagen

    Der Bot beantwortet Fragen aus Ihrer Wissensbasis, nicht aus dem allgemeinen Trainingswissen des Modells. Alles, was nicht in den Dokumenten steht, ist für ihn nicht beantwortbar.

  2. 2

    Fundstelle an jeder Antwort

    Jede Aussage trägt die Quelle, aus der sie stammt, mit Dokument und Abschnitt. Ihre Mitarbeiter können damit nachprüfen, statt zu vertrauen, und Ihr Kunde kann es auch.

  3. 3

    Abbruch statt Rateversuch

    Ohne belegte Fundstelle sagt der Bot genau das und übergibt an einen Menschen. Das kostet Abdeckung und rettet Vertrauen. Wir halten diesen Schwellenwert für verhandelbar, aber nicht für abschaltbar.

  4. 4

    Messung vor der Freischaltung

    Ihr Fachbereich stellt 100 bis 200 echte Fragen zusammen, mit den Antworten, die er erwartet. Daran messen wir vor dem Livegang und nach jeder Änderung an der Wissensbasis.

  5. 5

    Protokoll der offenen Fragen

    Alle Fragen ohne Treffer landen in einer Liste. Sie ist nach vier Wochen die beste Vorlage für die nächste Ausbaustufe, weil sie zeigt, was Ihre Kunden wirklich wissen wollten.

Der wirksamste Hebel ist dabei nicht das Modell, sondern die Qualität der Wissensbasis. Ein Bot, der auf drei Jahre alte PDF-Dateien mit widersprüchlichen Preisangaben zugreift, gibt widersprüchliche Preise aus, und zwar korrekt belegt. Deshalb beginnt jedes Projekt bei uns mit einer Sichtung der Quellen und nicht mit der Modellauswahl.

Regulierung

Was der AI Act und NIS2 zusätzlich verlangen

Art. 50 der KI-Verordnung, also der Verordnung (EU) 2024/1689, ist seit dem 02.08.2026 anwendbar. Für einen Chatbot heißt das konkret: Der Nutzer muss erkennen können, dass er mit einer Maschine spricht, und generative Ausgaben brauchen eine maschinenlesbare Kennzeichnung. Für Systeme, die vor diesem Datum bereits im Markt waren, läuft die Übergangsfrist für die Kennzeichnung am 02.12.2026 aus. Die Pflichten für Hochrisiko-Systeme hat die Verordnung (EU) 2026/1744 verschoben, und zwar getrennt: eigenständige Systeme nach Anhang III auf den 02.12.2027, in Produkte eingebettete nach Anhang I auf den 02.08.2028. Einen Supportbot betrifft das in aller Regel nicht. Wo der Bot Bewerbungen vorsortiert oder Kreditwürdigkeit einschätzt, sieht die Einstufung anders aus, und das gehört vor Projektstart geklärt. Die Details dazu stehen auf unserer Seite zum EU AI Act.

Sind Sie NIS2-betroffen, wird der Chatbot Teil Ihrer Lieferkette. Das NIS2-Umsetzungsgesetz ist am 06.12.2025 in Kraft getreten, nach Schätzungen sind rund 30.000 Unternehmen in Deutschland erfasst, und die Sicherheit der Lieferkette ist in § 30 BSIG ein eigener Pflichtbereich. Für das Projekt bedeutet das rollenbasierte Zugriffskontrolle auf die Wissensbasis, revisionsfeste Protokollierung, einen benannten Ansprechpartner für Sicherheitsvorfälle und eine Dokumentation, die Sie unverändert in Ihre eigene Nachweisführung übernehmen können. Wir bauen das ein, statt es später nachzureichen.

Preise

Was ein solcher Chatbot kostet

Unsere Preisliste ist öffentlich. Die folgenden Werte stammen aus appforge.hu/pricing.md, umgerechnet zum Kurs 385 HUF/EUR und ohne Gewähr. Verbindlich wird der Preis nach dem Erstgespräch, weil Umfang und Anzahl der Wissensquellen ihn stärker bewegen als die Modellwahl.

Chatbot auf einer Wissensbasis

2.600 bis 7.800 EUR

4 bis 6 Wochen

Eine Wissensquelle, EU-Hosting, Antworten mit Quellenangabe, Hinweis nach Art. 50, Anbindung an E-Mail oder Slack, Auswertungsoberfläche, ein Monat Betreuung nach dem Start.

RAG-Wissenssystem

7.800 bis 20.800 EUR

2 bis 4 Monate

Einlesen der Firmendokumente, Vektorsuche, Rechteverwaltung auf Nutzerebene, Administrationsoberfläche mit Auswertung, Wahl zwischen EU-Cloud und lokalem Modell, Quellenangaben.

Individuelle KI-Lösung

13.000 bis 39.000 EUR

3 bis 9 Monate

Lokaler Modellbetrieb (Llama, Mistral, Qwen), Agenten mit LangGraph, Anpassung an Ihre Fachsprache, Anbindung an ERP oder CRM, Datenhoheit als Entwurfsvorgabe.

Der laufende Betrieb der Automatisierung liegt bei 78 bis 390 EUR im Monat, je nach Umfang. Der On-Premise-Betrieb kommt mit Hardware- und Betriebskosten dazu, die wir erst nach dem Blick auf Ihre Umgebung beziffern. Bei B2B-Kunden mit gültiger Umsatzsteuer-Identifikationsnummer in Deutschland oder Österreich greift das Reverse-Charge-Verfahren, wir stellen also ohne ungarische Umsatzsteuer.

Warum ein Partner aus Budapest

Ungarn ist EU-Mitgliedstaat. Für Sie entfallen damit Drittlandtransfer, Standardvertragsklauseln und Transfer Impact Assessment: Der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO genügt. Zeitzone und Arbeitswoche sind identisch mit einem Team in Deutschland, der Flug nach Budapest dauert unter zwei Stunden. Wenn Ihre Revision den Dienstleister sehen will, ist das an einem Tag erledigt.

Abgegrenzte Arbeitspakete liefern wir als Werkvertrag nach § 631 BGB mit definierter Abnahme und Gewährleistung, laufenden Betrieb als Dienstvertrag nach § 611 BGB. Die fachliche Führung der Entwickler bleibt bei uns, Vertragspartner ist unsere ungarische Gesellschaft. Damit liegt keine Arbeitnehmerüberlassung vor, was in deutschen Beschaffungsprozessen regelmäßig geprüft wird. Der Quellcode gehört Ihnen, einschließlich Ingestion-Pipeline, Prompt-Vorlagen und Konfiguration.

Zum Kostenvergleich das, was belegbar ist: Der Medianstundensatz von IT-Freelancern im DACH-Raum liegt laut Freelancer-Kompass 2026, veröffentlicht am 02.07.2026, bei 95 EUR, in der Softwareentwicklung bei 90 EUR. Unsere Projekte rechnen wir nicht nach Stunden ab, sondern als Festpreisrahmen je Ausbaustufe, wie oben angegeben.

Zu den Referenzen sagen wir nur das, was wir nennen dürfen: namentlich sind es derzeit zwei, die KI-Suche des ungarischen Popkultur-Wertearchivs auf kultura.hu und ein Vortrag auf dem AI Summit Budapest 2025. Die übrigen Projekte laufen unter Vertraulichkeit. Im Gespräch zeigen wir sie, und wo der Kunde zustimmt, stellen wir den direkten Kontakt her. Eine ISO-27001-Zertifizierung haben wir nicht; was wir liefern, ist die konkrete Beschreibung der technischen und organisatorischen Maßnahmen als Anlage zum AVV.

FAQ

Häufige Fragen zum DSGVO-konformen KI-Chatbot

Nicht das Modell, sondern vier Festlegungen. Erstens die Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO für die Verarbeitung der Gesprächsinhalte. Zweitens der Ort: Sobald personenbezogene Daten in ein Drittland gehen, brauchen Sie einen Übermittlungstatbestand nach Kapitel V. Drittens ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 mit jedem Dienstleister, der die Daten sieht, samt Liste der Unterauftragsverarbeiter. Viertens die Löschung: Chatprotokolle werden personenbezogen, sobald jemand seinen Namen, seine Kundennummer oder sein Anliegen hineinschreibt, und brauchen eine dokumentierte Aufbewahrungsfrist. Ein Widget, das in der Voreinstellung an eine US-Schnittstelle sendet und Protokolle unbegrenzt speichert, scheitert an Punkt zwei und vier.

Umfang und Hosting in einem Gespräch klären

Sagen Sie uns, was der Bot beantworten soll und wo die Daten liegen müssen. Innerhalb von 24 Stunden antworten wir mit einem konkreten Preisrahmen, einer Hosting-Empfehlung und dem nächsten Schritt. Wenn EU-Hosting für Ihren Fall nicht reicht, sagen wir das auch.

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