Die Frage kommt fast jede Woche, meist in genau dieser Form: welches CRM sollen wir nehmen. Eine allgemeine Antwort darauf gibt es nicht. Sie hängt daran, wie viele Personen tatsächlich im System arbeiten, wie standardisiert Ihr Angebotsprozess ist und wie viel das Unternehmen dauerhaft im Monat dafür zahlen will.
Dieser Text geht zehn CRM-Systeme durch, die im deutschsprachigen B2B 2026 realistisch in die engere Wahl kommen, mit den Listenpreisen, die die Hersteller veröffentlichen. Die Reihenfolge ist keine Rangliste. Sie läuft vom leichten Einstieg zur schwersten Enterprise-Variante. Am Ende steht der Punkt, an dem eine Eigenentwicklung billiger wird als die nächste Lizenzverlängerung.
Wonach sollten Sie ein CRM auswählen?
Der Preis ist der erste Filter, selten der entscheidende. Wichtiger sind vier Fragen: Wie viele Personen arbeiten wirklich im System, wie standardisiert ist Ihr Angebotsprozess, wie kommt aus einem Abschluss eine Rechnung, und wo liegen die Daten. Wer nur Preislisten nebeneinanderlegt, kauft am eigenen Prozess vorbei.
- Die Zahl der Vertriebsnutzer bestimmt fast alles andere. Tarife für 1 bis 10 Personen sind unverhältnismäßig günstig. Ab 50 Nutzern verhandeln Sie einen Enterprise-Vertrag, und der Listenpreis ist dort nur der Ausgangspunkt.
- Die Komplexität des Angebotsprozesses. Besteht ein Angebot aus Artikel, Menge und Preis, genügt jedes System dieser Liste. Wird mehrstufig konfiguriert, bleiben Salesforce, Dynamics 365 Sales und HubSpot Sales Hub Enterprise übrig, oder eben eine Eigenentwicklung.
- Die Anbindung an Buchhaltung und Rechnungsstellung. Ohne diese Brücke entsteht neben der Buchhaltung eine zweite Wahrheit, und im Zweifelsfall weiß niemand, welche von beiden gilt.
- Datenhaltung und Nachweispflichten. In Deutschland sind von NIS2 rund 30.000 Unternehmen betroffen, das Umsetzungsgesetz NIS2UmsuCG ist seit dem 6. Dezember 2025 in Kraft (openKRITIS). Ein CRM ist kein Kernsystem der Cybersicherheit, es enthält aber personenbezogene Daten, und der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO gehört damit in die Prüfung.
- Der Ausstieg. Was tun Sie, wenn der Anbieter den Preis erhöht oder von einem Wettbewerber gekauft wird? Ein Datenexport ist schnell erledigt, ein Prozesswechsel nicht. Für eine ernsthafte Migration sollten Sie 3 bis 9 Monate einplanen.
Der vierte Punkt wiegt im deutschen Markt schwerer als in vielen Nachbarländern. Der Bitkom Cloud Report 2026 (603 befragte Unternehmen ab 20 Beschäftigten, repräsentativ) kommt auf 98 Prozent, denen die Herkunft des Cloud-Anbieters wichtig ist. 91 Prozent würden einen deutschen Anbieter bevorzugen, 68 Prozent einen europäischen. Tatsächlich nutzen 71 Prozent heute einen US-Anbieter, und 37 Prozent würden für eine ausschließlich deutsche Datenverarbeitung Abstriche in Kauf nehmen (im Vorjahr 27 Prozent). Diese Lücke zwischen Wunsch und Praxis ist der Grund, warum drei deutsche Anbieter in dieser Liste stehen.
Welche zehn CRM-Systeme kommen 2026 in die engere Wahl?
Die folgenden zehn decken ab, was im deutschsprachigen B2B-Vertrieb derzeit realistisch verglichen wird: fünf internationale Plattformen, drei deutsche Anbieter, ein quelloffenes System und ein Allrounder mit kostenlosem Einstieg. Kein System darunter ist schlecht. Sie treffen unterschiedliche Firmengrößen.
1. HubSpot CRM: schnellster Einstieg, Abrechnung nach Kontakten
HubSpot ist der leichteste Start im Feld. Die kostenlose Version läuft mit unbegrenzt vielen Nutzern und taugt als Basis-CRM. Bezahlt wird ab Sales Hub Starter mit 20 USD pro Nutzer und Monat, Professional kostet 100 USD, Enterprise 150 USD (Preisliste). Die Stärke ist die verbundene Marketingautomatisierung: CRM, E-Mail, Landingpages und Formulare liegen in einem System, dazu kommt ein großer Marktplatz für Schnittstellen.
Der Haken steckt in der Abrechnung. Die Marketingfunktionen zählen Kontakte, nicht Nutzer. Eine Liste mit 50.000 Kontakten verschiebt die Jahresrechnung deutlich nach oben, und viele Unternehmen bemerken das erst im zweiten Jahr. Geeignet für inbound-getriebene B2B- und SaaS-Unternehmen, in denen Marketing und Vertrieb eng zusammenarbeiten.
2. Pipedrive: Pipeline im Blick, sonst wenig
Pipedrive stammt aus Estland und ist heute ein globales SaaS mit deutscher Oberfläche. Der Kern ist die Kanban-Ansicht der Verkaufschancen und die Logik, sich auf einen Abschluss nach dem anderen zu konzentrieren. Vertriebsteams mögen das, weil die Oberfläche wenig Disziplin verlangt. Listenpreise: Essential 14 USD, Advanced 39 USD, Professional 49 USD pro Nutzer und Monat (Preisliste).
Was Pipedrive nicht ist: eine Marketingplattform und ein Ticketsystem. Wer beides braucht, kauft zweimal ein. Geeignet für vertriebsgetriebene Teams von 3 bis 50 Personen mit vierstelligem durchschnittlichem Auftragswert, bei denen die Pipeline-Übersicht die wichtigste Funktion ist.
3. Microsoft Dynamics 365 Sales: naheliegend im Microsoft-Haus
Läuft das Unternehmen ohnehin auf Microsoft 365, also Exchange, Teams und SharePoint, ist Dynamics 365 Sales die naheliegende Wahl. Die Anbindung an Outlook und Teams reicht tief, und die Power Platform übernimmt Automatisierung, ohne dass ein drittes System lizenziert werden muss. Listenpreise: Sales Professional 65 USD, Sales Enterprise 105 USD, Sales Premium 150 USD pro Nutzer und Monat (Preisliste).
Der Aufwand steckt in der Einführung. Dynamics ist ein Baukasten, kein fertiges Produkt. Ohne Partner mit Branchenerfahrung wird daraus ein Projekt mit offenem Ende, und das ist der häufigste Grund, warum Dynamics-Einführungen im Mittelstand teurer werden als geplant. Geeignet ab etwa 30 Personen im B2B, wenn der Microsoft-Stack ohnehin gesetzt ist.
4. Salesforce Sales Cloud: Konzernstandard, für den Mittelstand zu groß
Salesforce ist der größte CRM-Anbieter weltweit und der Standard in Konzernvertrieben. Alles, was ein komplexer Vertriebsprozess braucht, ist vorhanden: Angebotskonfiguration, Gebietsplanung, Prognosen, Freigabeketten. Listenpreise: Sales Cloud Professional 80 USD, Enterprise 165 USD, Unlimited 330 USD pro Nutzer und Monat (Preisliste), dazu im ersten Jahr typischerweise 30 bis 60 Prozent Einführungskosten obendrauf.
Für den Mittelstand ist das meist zu groß und zu teuer. Nicht weil das Produkt schwach wäre, sondern weil ein Team von 20 Personen den Funktionsumfang nie ausnutzt und die Administration trotzdem mitbezahlt. Geeignet ab 100 Vertriebsnutzern, international, mit mehrstufiger Angebotslogik.
5. Zoho CRM: günstigste Lizenz, dünnster Support
Zoho ist ein indisch-amerikanisches Unternehmen mit deutscher Lokalisierung und einer der günstigsten Preislisten im Enterprise-Segment: Standard 14 USD, Professional 23 USD, Enterprise 40 USD pro Nutzer und Monat (Preisliste). Der gesamte Zoho-Baukasten ist eingebaut, von Buchhaltung über Lager bis Support-Tickets. Wer die anderen Module ohnehin nutzt, bekommt das CRM praktisch dazu.
Die Kehrseite ist der Support. Die deutschsprachige Präsenz ist dünn, und bei einem Problem im Produktivbetrieb merken Sie das an der Antwortzeit. Geeignet für kostenbewusste Mittelständler, die einen schwächeren Support gegen eine deutlich niedrigere Lizenzrechnung tauschen wollen.
6. weclapp: deutscher Anbieter, CRM und Warenwirtschaft in einem
weclapp ist ein deutscher Cloud-Anbieter aus Frankfurt am Main, der CRM und Warenwirtschaft in einem System führt. Das ist der eigentliche Unterschied zu den reinen Vertriebs-CRMs dieser Liste: Angebot, Auftrag, Lieferschein und Rechnung laufen ohne Schnittstelle durch. Der Anbieter wirbt mit Hosting in deutschen Rechenzentren, was die Prüfung der Auftragsverarbeitung im Einkauf spürbar verkürzt.
Die Preise staffeln sich nach Modulumfang. Wir haben die aktuelle Staffel zum Redaktionsschluss nicht gegengeprüft, deshalb steht in der Tabelle unten der Verweis auf die Preisseite statt einer Zahl. Geeignet für Handel und Fertigung zwischen 5 und 250 Personen, wenn Vertrieb und Warenwirtschaft zusammengehören.
7. CAS genesisWorld: Karlsruher Klassiker für den Industriemittelstand
CAS Software aus Karlsruhe bedient den deutschen Mittelstand seit Jahrzehnten, genesisWorld ist das größere der beiden CRM-Produkte (Herstellerseite). Die Stärke liegt in komplexen Kundenbeziehungen mit vielen Ansprechpartnern je Konto, in der Vertragsverwaltung und in langen Verkaufszyklen, wie sie Industriezulieferer und Maschinenbauer haben. Betrieb wahlweise in der Cloud oder im eigenen Rechenzentrum.
Die Preise sind projektbezogen, eine öffentliche Nutzerstaffel gibt es nicht. Für die Vergleichbarkeit ist das unangenehm, für die Verhandlung günstig, je nachdem, auf welcher Seite des Tisches Sie sitzen. Geeignet für strukturierte B2B-Organisationen zwischen 20 und 200 Personen, denen ein deutscher Anbietersitz wichtig ist.
8. CentralStationCRM: absichtlich klein
CentralStationCRM aus Köln ist bewusst schlank gehalten. Kontakte, Notizen, Aufgaben, Verkaufschancen, mehr nicht. Keine Marketingautomatisierung, keine Angebotskonfiguration, keine Berichte, für die man eine Schulung braucht. Genau darin liegt der Wert: Teams, die an einem großen System gescheitert sind, bleiben hier eher dabei.
Auch hier steht in der Tabelle der Verweis auf die Preisseite, weil wir die aktuelle Staffel nicht geprüft haben. Abgerechnet wird nach Team- und Speichergröße, nicht streng pro Kopf. Geeignet für 3 bis 25 Personen, die ein gemeinsames Adressbuch mit Vertriebsverlauf wollen und keine Automatisierung.
9. Odoo CRM: quelloffen, selbst betreibbar
Odoo ist quelloffen und modular. Das CRM ist eine App unter vielen, daneben stehen Buchhaltung, Lager, Fertigung, Personal. Sie können es beim Hersteller mieten oder selbst betreiben, die Community-Edition kostet keine Lizenz (Preisliste). Der Betrieb im eigenen Rechenzentrum ist damit eine echte Option und nicht bloß eine Vertragsklausel.
Der Preis dieser Freiheit ist Pflegeaufwand. Versionswechsel, angepasste Module und zugekaufte Erweiterungen brauchen jemanden, der sich zuständig fühlt. Geeignet für 10 bis 200 Personen mit eigener IT oder festem Partner, die Datenhaltung und Anpassbarkeit über Bequemlichkeit stellen.
10. Bitrix24: kostenloser Einstieg, Herkunft als Thema
Bitrix24 stammt ursprünglich aus Russland und ist heute ein globales SaaS. Der kostenlose Tarif deckt bis zu 12 Nutzer ab und enthält neben dem CRM auch Projektverwaltung, internen Chat und Dokumentenablage. Bezahlt wird paketweise statt pro Kopf: Basic 61 USD für 5 Nutzer, Standard 124 USD für 50 Nutzer, Professional 249 USD für 100 Nutzer im Monat (Preisliste).
Die Herkunft ist für deutsche Einkaufsabteilungen ein Thema, unabhängig davon, wo die Server heute stehen. Klären Sie das früh im Auswahlprozess, sonst kippt die Entscheidung erst im Compliance-Review. Geeignet für Kleinstunternehmen mit 5 bis 50 Personen, die CRM und Intranet zum Nulltarif auf einer Plattform wollen.
Was kosten die zehn Systeme pro Nutzer und Monat?
Die Tabelle zeigt den Einstiegspreis pro Nutzer und Monat, die Firmengröße, in der das System typischerweise gut sitzt, und die Herkunft des Anbieters. Die Herstellerpreise stehen in der Währung, in der die Preislisten sie ausweisen. Wo wir keine geprüfte Zahl haben, steht der Verweis auf die Herstellerseite.
| CRM | Einstieg / Nutzer / Monat | Passende Größe | Anbieterherkunft |
|---|---|---|---|
| HubSpot CRM | 0 / 20 USD | 5 bis 500+ Personen | USA |
| Pipedrive | 14 USD | 3 bis 50 Personen | Estland, heute global |
| Dynamics 365 Sales | 65 / 105 USD | ab 30 Personen | USA |
| Salesforce Sales Cloud | 80 / 165 USD | ab 100 Personen | USA |
| Zoho CRM | 14 USD | 5 bis 80 Personen | Indien, USA |
| weclapp | siehe Herstellerseite | 5 bis 250 Personen | Deutschland |
| CAS genesisWorld | projektbezogen | 20 bis 200 Personen | Deutschland |
| CentralStationCRM | siehe Herstellerseite | 3 bis 25 Personen | Deutschland |
| Odoo CRM | siehe Herstellerseite | 10 bis 200 Personen | Belgien |
| Bitrix24 | 0 / 61 USD (Paket) | 5 bis 50 Personen | Russischer Ursprung |
Welches CRM passt zu welcher Unternehmensgröße?
Die Firmengröße engt das Feld schneller ein als jedes Funktionsraster. Bis 5 Personen genügt ein kostenloser Tarif, zwischen 5 und 25 Personen entscheidet der Marketingbedarf, ab 25 Personen die Anbindung an die Warenwirtschaft, ab 100 Personen die Angebotslogik. Danach bleiben selten mehr als zwei Kandidaten übrig.
Bis 5 Personen: HubSpot Free oder Bitrix24 Free. Beide starten sofort, bezahlt wird erst, wenn Sie herauswachsen. CentralStationCRM ist die deutsche Alternative, wenn Ihnen Anbietersitz und Hosting von Anfang an wichtig sind.
5 bis 25 Personen: Pipedrive für reine Vertriebsteams, HubSpot, sobald Inbound-Marketing dazukommt. Zoho CRM, wenn das Budget eng ist und Sie einen schwächeren Support akzeptieren. Wer bereits eine Warenwirtschaft im Haus hat, sollte weclapp vergleichen, bevor eine Schnittstelle gebaut wird.
25 bis 100 Personen: HubSpot Sales Hub Professional, Dynamics 365 Sales oder CAS genesisWorld für Industriezulieferer mit langen Verkaufszyklen. In dieser Größe entscheidet die Einführung mindestens so stark wie das Produkt. Wählen Sie den Partner mit der gleichen Sorgfalt wie die Software.
Ab 100 Personen: Salesforce Sales Cloud Enterprise oder Dynamics 365 Sales Enterprise. Oder eine Eigenentwicklung, wenn der Prozess tatsächlich außerhalb der Vorlagen liegt. Dazu gleich mehr.
Wann rechnet sich eine CRM-Eigenentwicklung?
Die Frage stellt sich meist ab 30 Personen, und sie wird erst dann seriös, wenn mindestens zwei der folgenden drei Punkte zutreffen. Ein einzelner Grund reicht selten. Wer nur wegen der Lizenzkosten baut, unterschätzt regelmäßig den Betrieb, der danach kommt.
- Die Lizenzrechnung läuft in den sechsstelligen Bereich. Bei 50 Nutzern auf Salesforce Sales Cloud Enterprise sind das über fünf Jahre 495.000 USD an reiner Lizenz, ohne Einführung und ohne Wartung.
- Der Prozess passt in keine Vorlage. Mehrstufige B2B-Kalkulation mit eigenem Konfigurator, Projekt-CRM im Bauwesen, Produktpipelines im Bankgeschäft, Vertragsverwaltung in der Energiewirtschaft. Bei diesen Fällen ist die Standardvorlage überall im Weg.
- Datenhaltung und Nachweispflichten. EU-Hosting per Auflage, eine bestimmte Protokolltiefe, oder ein Kundenkreis, bei dem der Drittlandtransfer jedes Jahr neu begründet werden muss. Vertraglich lässt sich das mit einem SaaS-Anbieter regeln, die Kontrolle bleibt aber schwächer als auf einem System, das Ihnen gehört.
| Variante | Listenpreis / Nutzer / Monat | 5 Jahre, 50 Nutzer | Danach |
|---|---|---|---|
| Salesforce Sales Cloud Enterprise | 165 USD | 495.000 USD | Lizenz läuft weiter |
| Dynamics 365 Sales Enterprise | 105 USD | 315.000 USD | Lizenz läuft weiter |
| HubSpot Sales Hub Professional | 100 USD | 300.000 USD | Lizenz läuft weiter, Kontaktstaffel kommt dazu |
| Pipedrive Professional | 49 USD | 147.000 USD | Lizenz läuft weiter |
| Eigenentwicklung (unsere Preisliste) | keine Nutzerlizenz | 65.000 bis 208.000 EUR Aufbau, 15 bis 25 % Wartung pro Jahr | Quellcode und Daten gehören Ihnen |
Die beiden Spalten sind nicht direkt vergleichbar, und das sollte man aussprechen. Auf der SaaS-Seite fehlen Einführung und Administration, auf der Eigenbau-Seite fehlen Betrieb und Weiterentwicklung. Die Größenordnung ist trotzdem der Punkt: ab etwa 50 Nutzern wandert der Break-even in einen Bereich, in dem sich das Rechnen lohnt. Darunter fast nie.
Was kostet ein individuelles CRM bei uns?
Ein CRM für 5 bis 15 Vertriebsnutzer liegt bei rund 31.000 bis 65.000 EUR und dauert 4 bis 6 Monate. Ein CRM für 50 bis 500 Nutzer mit Angebotskonfiguration, Marketingautomatisierung und Auswertungen liegt bei rund 65.000 bis 208.000 EUR und dauert 6 bis 12 Monate. Wartung rechnen wir mit 15 bis 25 Prozent pro Jahr.
Diese Beträge stammen aus unserer öffentlichen Preisliste und sind mit 385 HUF/EUR umgerechnet, einem bewusst konservativen Kurs. Sie sind Richtwerte für die Budgetplanung, kein Angebot. Der belastbare Preis entsteht nach einem Gespräch über Ihren Prozess, nicht aus einer Tabelle.
Wenn Sie die Fünfjahresrechnung für Ihr eigenes Team durchspielen wollen, hilft der TCO-Rechner als erste Näherung; er ist für ERP gebaut, funktioniert für CRM aber genauso. Den vollständigen Ablauf eines Projekts beschreiben wir auf der Seite zur individuellen CRM-Entwicklung. Wer konkret zwischen einem Standardsystem und einem Eigenbau abwägt, findet die Gegenüberstellung mit Zahlen unter Salesforce-Alternative. Die gleiche Systematik für die Warenwirtschaft steht im ERP-Systemvergleich 2026.
Häufige Fragen
Welches CRM ist 2026 das beste für den Mittelstand?
Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht, die Zahl der Vertriebsnutzer entscheidet. Für 3 bis 25 Personen sind Pipedrive, HubSpot oder CentralStationCRM die schnellsten Starts. Für 25 bis 100 Personen mit eigener Warenwirtschaft kommen weclapp, CAS genesisWorld oder Dynamics 365 Sales infrage. Ab 100 Vertriebsnutzern mit mehrstufiger Angebotslogik bleiben Salesforce und Dynamics 365 übrig. Passt Ihr Prozess in keine Vorlage, oder läuft die reine Lizenzrechnung über fünf Jahre in den sechsstelligen Bereich, wird eine Eigenentwicklung rechnerisch interessant: ab rund 31.000 EUR Aufbaukosten bei 4 bis 6 Monaten Projektdauer.
Was kostet ein CRM pro Nutzer und Monat?
Der Einstieg ist oft kostenlos: HubSpot CRM Free und Bitrix24 Free kosten nichts und reichen für kleine Teams. Danach beginnen die Listenpreise bei etwa 14 USD pro Nutzer und Monat (Pipedrive Essential, Zoho Standard). Die mittlere Klasse liegt zwischen 39 und 105 USD: Pipedrive Advanced 39 USD, HubSpot Sales Hub Professional 100 USD, Dynamics 365 Sales Enterprise 105 USD. Salesforce Sales Cloud Enterprise kostet 165 USD, Unlimited 330 USD. Die deutschen Anbieter weclapp und CentralStationCRM staffeln nach Modul- und Teamumfang; die aktuelle Staffel steht auf ihren Preisseiten.
Was ist der Unterschied zwischen CRM und ERP?
Ein CRM bildet die Kundenseite ab: Leads, Angebote, Abschlüsse, Kundenkommunikation, Marketingautomatisierung. Ein ERP bildet den Innenbetrieb ab: Lager, Finanzen, Rechnungsstellung, Personal, Einkauf, Fertigung. In vielen Unternehmen sind beide verbunden, ein im CRM angenommenes Angebot erzeugt dann automatisch einen Auftrag im ERP. Mittelständler starten meist mit dem CRM, weil der Nutzen dort schneller sichtbar wird. Anbieter wie weclapp und Odoo decken beide Seiten in einem System ab, was die Schnittstelle spart und die Auswahl gleichzeitig einengt.
Gibt es ein kostenloses CRM für kleine Unternehmen?
Teilweise. HubSpot CRM Free erlaubt unbegrenzt viele Nutzer bei eingeschränktem Funktionsumfang. Bitrix24 Free deckt bis zu 12 Nutzer ab und enthält neben dem CRM auch Projektverwaltung und internen Chat. Zoho CRM Free läuft bis 3 Nutzer. Die realistische Grenze liegt bei einem Team von 5 bis 10 Personen, unter 1.000 aktiven Leads und ohne Automatisierungsbedarf. Darüber stoßen Sie schnell an die Limits bei Auswertungen, Schnittstellen und API-Aufrufen, und der Wechsel kostet dann mehr als der frühere Einstieg gekostet hätte.
Welche DSGVO-Anforderungen gelten bei einem CRM aus der Cloud?
Sie brauchen einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO, eine dokumentierte Rechtsgrundlage für die gespeicherten Kontaktdaten und eine Löschroutine, die auch tatsächlich läuft. Bei Anbietern mit Sitz außerhalb der EU kommt die Prüfung des Drittlandtransfers dazu. Das ist vertraglich lösbar, kostet aber Zeit im Einkauf. Wie stark das Thema in Deutschland wiegt, zeigt der Bitkom Cloud Report 2026: 98 Prozent der befragten Unternehmen sagen, die Herkunft des Cloud-Anbieters sei ihnen wichtig, 91 Prozent würden einen deutschen Anbieter bevorzugen, 71 Prozent nutzen heute einen US-Anbieter.
Wann lohnt sich eine CRM-Eigenentwicklung statt einer SaaS-Lizenz?
Drei Fälle. Erstens, wenn Ihr Angebotsprozess in keine Vorlage passt: mehrstufige B2B-Kalkulation mit eigenem Konfigurator, oder branchenspezifische Abläufe im Bau, in der Energiewirtschaft oder in der Finanzdienstleistung. Zweitens ab etwa 50 Nutzern, wo die reine Lizenzrechnung über fünf Jahre sechsstellig wird. Drittens bei Datenhaltung und Nachweispflichten, wenn ein Regulierer EU-Hosting oder eine bestimmte Protokollierung vorschreibt. Unsere Preisliste beginnt bei rund 31.000 EUR für ein CRM mit 5 bis 15 Vertriebsnutzern, Projektdauer 4 bis 6 Monate.
Wie lange dauert eine CRM-Einführung?
Ein einfaches Setup ist in zwei Wochen erledigt: Stammdaten importieren, ein oder zwei Pipelines anlegen, zwei bis drei Personen einweisen. Das gilt für Pipedrive, HubSpot Free und CentralStationCRM. Eine ernsthafte Einführung mit Anbindung an Warenwirtschaft und Buchhaltung dauert 3 bis 6 Monate, das betrifft Salesforce, Dynamics 365 und weclapp. Eine vollständige Eigenentwicklung liegt bei 4 bis 9 Monaten. Der längste Teil ist selten die Software, sondern das Aufräumen der Prozesse und die Datenmigration aus den gewachsenen Excel-Dateien.
Was hat die E-Rechnungspflicht mit dem CRM zu tun?
Direkt wenig, indirekt viel. Die Pflicht trifft die Rechnungsstellung, nicht den Vertrieb: nach § 14 UStG müssen inländische Unternehmen seit dem 1. Januar 2025 E-Rechnungen im B2B-Geschäft empfangen können, für das Versenden laufen die Übergangsfristen gestaffelt aus. Entscheidend ist damit die Übergabe vom CRM an das rechnungsstellende System. Kombinierte Systeme wie weclapp oder Odoo decken beide Seiten ab. Bei einem reinen Vertriebs-CRM brauchen Sie eine Schnittstelle, und die prüfen Sie besser vor dem Kauf als danach.
Wie entscheiden Sie jetzt?
Schreiben Sie zuerst auf, wie viele Personen wirklich täglich im System arbeiten werden, und rechnen Sie den Listenpreis auf fünf Jahre hoch. Diese eine Zahl sortiert das Feld schneller als jede Funktionsliste. Danach prüfen Sie, ob aus einem angenommenen Angebot ohne Handarbeit eine Rechnung wird. Bleiben zwei Kandidaten übrig, entscheidet Anbietersitz und Vertragsgestaltung.
Wenn Sie 30 Minuten in Ihren Vertriebsprozess investieren wollen und dafür eine begründete Empfehlung mit Zahlen zurückbekommen möchten, buchen Sie einen Termin. Steht der Bedarf schon fest, geht es direkt zur Angebotsanfrage, Antwort innerhalb von 24 Stunden.