Landingpage erstellen 2026: Leitfaden für Seiten mit hoher Conversion

Die Preise liegen zwischen 800 und 4.000 EUR. Eine fokussierte Seite konvertiert 3- bis 5-mal besser und senkt über den Quality Score die Google-Ads-Klickpreise.

15 Min. LesezeitVonBoncz Bálint

Was kostet eine Landingpage 2026?

Eine Landingpage auf Vorlagenbasis kostet bei uns 780 bis 1.300 EUR, individuell gestaltet 1.300 bis 2.080 EUR, als Testprogramm mit mehreren Varianten 2.080 bis 3.900 EUR. Grundlage ist unsere veröffentlichte Preisliste, umgerechnet mit 1 EUR = 385 HUF. Alle Beträge netto.

Wer nach Landingpage-Preisen sucht, findet Spannen von 300 EUR bis in den fünfstelligen Bereich. Das hilft bei der Budgetplanung nicht weiter. Die folgende Tabelle enthält deshalb keine Marktschätzung, sondern zwei Bänder aus unserer Preisliste: den Broschüren-Tarif (300.000 bis 800.000 HUF) und den Firmenwebsite-Tarif (800.000 bis 1.500.000 HUF). Die Zwischenstufe innerhalb eines Bandes ist ein Erfahrungswert, kein Listenpreis.

AusbaustufePreis (netto)UmfangDauer
Einfache Landingpage780 – 1.300 EURVorlagenbasis, responsiv, ein CTA, Kontaktformular, Basis-SEO1–2 Wochen
Individuelle Landingpage1.300 – 2.080 EUREigener Entwurf, Bewegung, Conversion-Arbeit am Text, Messaufbau2–4 Wochen
Landingpage mit Testprogramm2.080 – 3.900 EURMehrere Varianten, A/B-Infrastruktur, Heatmaps, PPC-Anbindung3–6 Wochen
Nettopreise aus der AppForge-Preisliste (appforge.hu/pricing.md), umgerechnet mit 1 EUR = 385 HUF. Die Umrechnung ist ein Richtwert; abgerechnet wird zum Kurs am Rechnungsdatum.

Zum Vergleich: der Medianstundensatz von IT-Freelancern im DACH-Raum liegt laut Freelancer-Kompass 2026 bei 95 EUR, in der Web- und Softwareentwicklung bei 90 EUR (freelancermap.at). Eine individuelle Landingpage entspricht damit etwa 15 bis 25 Stunden zum deutschen Satz. Die vollständige Preisübersicht für Webprojekte steht im Kostenleitfaden für Websites.

Was den Preis nach oben treibt

  • Gestaltungstiefe: eine ruhige Textseite gegen Bewegung, Videohintergrund oder Parallax-Effekte.
  • Länge: eine Seite mit einem Abschnitt gegen eine Verkaufsseite mit acht bis zehn Abschnitten.
  • Interaktive Bausteine: Rechner, Quiz, mehrstufiges Formular, Live-Chat.
  • Anbindungen an CRM, E-Mail-Marketing oder Zahlungsdienstleister.
  • Testprogramm: mehrere Varianten kosten Aufbau, Auswertung und Wartung, nicht nur einmalige Gestaltung.

Was in diesen Beträgen nicht enthalten ist

Fotografie und Videoproduktion rechnen wir nicht mit, weil die Spanne zu groß ist. Übersetzungen in weitere Sprachen ebenfalls nicht. Das Mediabudget für Google Ads oder LinkedIn liegt naturgemäß außerhalb. Für den Betrieb kalkulieren wir 15 bis 25 Prozent des Projektwerts pro Jahr; bei einer Landingpage für 2.000 EUR sind das 300 bis 500 EUR jährlich für Aktualisierungen, Abhängigkeiten und Messkontrolle. Wer eine Seite ein Jahr lang unangetastet lässt, verliert meist zuerst die Messung, nicht das Ranking.

Was unterscheidet eine Landingpage von einer Unternehmenswebsite?

Eine Unternehmenswebsite informiert und bietet Navigation an, eine Landingpage verfolgt genau ein Ziel und entfernt alles Übrige. Kein Hauptmenü, ein Call-to-Action, eine Zielgruppe. Der Unterschied in der Conversion-Rate entsteht durch diese Reduktion, nicht durch das Design. Deshalb lohnt sich pro Kampagne eine eigene Seite.

MerkmalUnternehmenswebsiteLandingpage
ZielInformation, Marke, ÜbersichtEine definierte Handlung
NavigationVollständiges MenüKeine oder minimal
ZielgruppeAlle BesucherEine Kampagne, ein Segment
ErfolgsmaßSitzungen, VerweildauerConversion-Rate, Kosten pro Lead
LebensdauerJahreKampagnendauer, danach Variante

Wie ist eine Landingpage aufgebaut, die konvertiert?

Die Reihenfolge folgt der Reihenfolge der Fragen im Kopf des Besuchers: Bin ich hier richtig, was habe ich davon, warum sollte ich Ihnen glauben, was passiert als Nächstes. Wer diese Reihenfolge umstellt, verliert Leser vor dem Formular. Sechs Bausteine reichen dafür aus.

1. Überschrift

Der erste Bildschirm entscheidet, ob gescrollt wird. Eine gute Überschrift benennt das Ergebnis, nicht die Leistung, und sie ist messbar formuliert. „Rechnungsstellung in fünf Minuten statt zehn Stunden pro Woche“ wirkt anders als „Professionelle Softwareentwicklung“. Wenn Ihre Überschrift auch auf der Seite eines Wettbewerbers stehen könnte, ist sie zu allgemein.

2. Unterzeile

Ein bis zwei Sätze, die das Wie erklären: Methode, Technik, Zeitrahmen. Hier gehört auch die Einschränkung hin, für wen das Angebot nicht gedacht ist. Das klingt gegen die Intuition, filtert aber die Anfragen vor, die Ihr Vertrieb ohnehin ablehnt.

Ein Beispiel aus einem Angebot für Fertigungsbetriebe. Überschrift: „Ihre Maschinendaten in einem Dashboard, in sechs Wochen“. Unterzeile: „Wir lesen OPC UA und Modbus aus, hosten in der EU und übergeben den Quellcode. Ab 20 Maschinen sinnvoll, darunter empfehlen wir eine einfachere Lösung.“ Vier Angaben, die ein technischer Einkäufer sofort einordnen kann: Ergebnis, Zeitrahmen, Datenlage, Untergrenze. Der letzte Satz kostet Anfragen und verbessert die Abschlussquote.

3. Visueller Beleg

Produktfoto, Bildschirmaufnahme, kurzes Video. Zum oft zitierten Wert von 86 Prozent mehr Conversions durch Video gibt es keine überprüfbare Primärquelle; die Zahl stammt aus einer Anbieterstudie und wandert seit Jahren durch Blogs. Wir zitieren sie deshalb nicht. Video wirkt erfahrungsgemäß dort, wo ein Produkt erklärungsbedürftig ist, und schadet dort, wo es die Ladezeit verdoppelt.

4. Nutzen statt Funktionsliste

FunktionNutzen
Support rund um die UhrAuch um 23 Uhr am Quartalsende antwortet jemand
KI-gestützte AuswertungSie sehen am Montag, welche Kampagne Geld verbrennt
Eigene SchnittstelleIhr Prozess bleibt, die Software passt sich an

5. Belege

Im deutschen B2B zählt Nachprüfbarkeit mehr als Menge. Ein Zitat mit Name, Firma und einer konkreten Zahl schlägt zwanzig anonyme Sternebewertungen. Logos ohne Kontext wirken inzwischen eher verdächtig als überzeugend. Wenn Sie Zahlen zeigen, zeigen Sie auch, woher sie kommen.

6. Call-to-Action und Abschluss

Der Button beschreibt die Handlung, nicht das Formular: „Beratungstermin anfragen“ statt „Absenden“. Er erscheint oben, in der Mitte und am Ende. Direkt daneben gehören die Angaben, die deutsche Einkäufer suchen: Vertragsform, Ansprechpartner, Umgang mit den Daten. Ein FAQ-Block darunter räumt die restlichen Einwände ab und liefert nebenbei die Struktur, die Suchmaschinen und KI-Assistenten auslesen.

Welche Landingpage-Typen gibt es, und wann setzen Sie welchen ein?

Fünf Formen decken praktisch alle Fälle ab: Leadseite, Weiterleitungsseite, E-Mail-Seite, Verkaufsseite und Veranstaltungsseite. Die Wahl folgt der Höhe der Verpflichtung, die Sie vom Besucher verlangen. Je größer der Schritt, desto mehr Text braucht die Seite, um die Einwände vorher auszuräumen.

TypZielPasst zuEntscheidendes Element
LeadseiteKontaktdaten für den VertriebB2B-Dienstleistung, Beratung, AusschreibungKurzes Formular mit 3 bis 5 Feldern
WeiterleitungsseiteKlick auf Produkt oder TestzugangSaaS-Testphase, Onlineshop, App-DownloadEin großer CTA ohne Alternative
E-Mail-SeiteNur die AdresseNewsletter, Whitepaper, ChecklisteEin Feld, ein starker Anreiz, Double-Opt-In
VerkaufsseiteDirekter KaufOnline-Kurs, Software, hochpreisige LeistungLange Argumentation mit Preis und Garantie
VeranstaltungsseiteAnmeldungWebinar, Konferenz, WerkstattformatTermin, Programm, Referenten, Restplätze

Im deutschen B2B ist die Leadseite der Normalfall, und sie scheitert meist am Formular. Sieben Pflichtfelder inklusive Umsatzklasse verlangen Vertrauen, das die Seite bis dahin nicht aufgebaut hat. Fragen Sie im ersten Schritt nach dem, was Ihr Vertrieb wirklich braucht, um zurückzurufen. Alles Weitere klärt das Telefonat.

Wie schnell muss eine Landingpage laden?

Zielwert sind LCP unter 2,5 Sekunden, INP unter 200 Millisekunden und CLS unter 0,1, gemessen am 75. Perzentil der Felddaten (web.dev). INP hat FID am 12.03.2024 als Kennzahl abgelöst. Auf bezahltem Traffic ist Ladezeit die teuerste Stellschraube, weil jeder Abbruch bereits bezahlt wurde.

53 %

der mobilen Besuche brechen ab, wenn die Seite länger als 3 Sekunden lädt

Google / SOASTA

+8,4 %

Conversions im Einzelhandel bei 0,1 Sekunden schnellerer Ladezeit

Deloitte / Google, 37 Marken

+8 %

Verkäufe bei Vodafone nach 31 Prozent besserem LCP

web.dev

Die verbreitete Faustregel „eine Sekunde mehr kostet 7 Prozent Conversion“ lässt sich nicht sauber belegen. Sie geht auf eine Messung zurück, in der es um 100 Millisekunden ging, und wurde unterwegs falsch skaliert. Die Deloitte-Zahlen oben stammen aus 30 Tagen Mobildaten von 37 Marken und sind die belastbarere Grundlage.

Checkliste vor dem Livegang

  • Bilder in WebP oder AVIF, in der tatsächlich benötigten Größe.
  • JavaScript auf das Nötige begrenzen. Jedes Testwerkzeug, jeder Chat-Widget und jeder Tag-Manager-Container kostet Millisekunden.
  • Auslieferung über ein CDN, Rendering serverseitig.
  • Schriften lokal einbinden. Das spart Ladezeit und erspart Ihnen die Diskussion über Google Fonts und Drittlandübermittlung.
  • Messung mit Felddaten, nicht nur mit Laborwerten aus Lighthouse.

Die Details stehen im Beitrag zur Ladezeit-Optimierung und den Core Web Vitals.

Mobil zuerst, nicht mobil zusätzlich

Über den Mobilanteil kursieren Pauschalzahlen zwischen 60 und 85 Prozent. Die einzige Zahl, die für Ihre Kampagne zählt, steht in Ihrem eigenen GA4-Bericht unter Gerätekategorie, aufgeschlüsselt nach Kanal. Bei Suchanzeigen liegt der Mobilanteil regelmäßig höher als im organischen Verkehr, bei B2B-Anfragen aus dem Büro deutlich niedriger. Prüfen Sie das, bevor Sie Aufwand verteilen.

Vier Regeln gelten unabhängig davon. Der CTA hat mindestens 48 mal 48 Pixel und liegt im Daumenbereich. Das Layout ist einspaltig, weil jede zweite Spalte auf 390 Pixel Breite zu einem Umbruch wird. Der CTA bleibt beim Scrollen sichtbar. Und die Telefonnummer ist ein tel-Link, weil im B2B ein spürbarer Teil der mobilen Besucher lieber anruft als tippt.

Google bewertet Anzeigen über drei Komponenten: erwartete Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Zielseite (Google-Ads-Hilfe). Der Qualitätsfaktor fließt in den Anzeigenrang ein und wirkt darüber auf den Klickpreis. Eine bessere Landingpage senkt also die Kosten, ohne dass Sie am Gebot drehen.

KomponenteWas Google prüftWas die Landingpage dazu beiträgt
Erwartete KlickrateHistorische Klickwahrscheinlichkeit des KeywordsIndirekt: bessere Conversions liefern mehr Optimierungsdaten
AnzeigenrelevanzPassung zwischen Suchanfrage und AnzeigentextDas Keyword muss in der Überschrift der Zielseite auftauchen
Nutzererfahrung mit der ZielseiteRelevanz, Transparenz, einfache Bedienung, LadezeitHier entscheidet die Seite direkt
Komponenten nach Google-Ads-Hilfe, Artikel 6167118 und 2404197. Gewichtung nicht veröffentlicht.

Vier Eingriffe mit messbarer Wirkung

  1. Keyword-Konsistenz: das gebuchte Keyword steht in der Überschrift und im ersten Absatz der Seite.
  2. Eine Seite je Anzeigengruppe. Wer zehn Anzeigengruppen auf eine Startseite schickt, bezahlt die fehlende Passung.
  3. Transparenz: Impressum, Datenschutzerklärung und Kontaktweg sind von der Landingpage aus erreichbar. Google prüft das ausdrücklich.
  4. Mobile Ansicht zuerst. Google bewertet primär die mobile Version.

Ein konkretes Beispiel für Botschaftsgleichheit

Jemand sucht „Lagerverwaltungssoftware Kosten“. Ihre Anzeige verspricht Preise. Landet dieser Klick auf einer allgemeinen Produktseite ohne eine einzige Zahl, hat der Besucher das Versprechen bereits gebrochen erlebt, bevor er den ersten Satz gelesen hat. Er springt zurück, die Klickrate der Anzeige sinkt, der Qualitätsfaktor folgt, der Klickpreis steigt. Die Reparatur ist banal und wird trotzdem selten gemacht: eine eigene Seite je Suchintention, mit der Zahl im ersten Bildschirm.

Wie viel Traffic braucht ein belastbarer A/B-Test?

Deutlich mehr als üblicherweise behauptet. Bei 3 Prozent Ausgangs-Conversion und einem angestrebten relativen Unterschied von 20 Prozent brauchen Sie rund 14.000 Besucher je Variante, bei 95 Prozent Signifikanz zweiseitig und 80 Prozent Power. Das ergibt bei zwei Varianten etwa 28.000 Besucher. Nachrechnen können Sie das mit dem Stichprobenrechner von Evan Miller.

Die in Ratgebern kursierende Regel „100 bis 200 Conversions je Variante“ entspricht bei 3 Prozent Ausgangsrate rund 3.300 Besuchern je Variante. Damit erkennen Sie zuverlässig erst Unterschiede ab etwa 40 Prozent relativ. Kleinere Effekte sehen Sie zwar im Dashboard, sie sind dann aber Rauschen. Wir rechnen das vor Testbeginn durch und sagen ab, wenn der Traffic nicht reicht.

Was sich zu testen lohnt

ElementTestideeTypische Effektgröße
ÜberschriftErgebnisversprechen gegen ProblembeschreibungGroß genug, um mit realistischem Traffic messbar zu sein
Formularlänge3 Felder gegen 5 gegen 7Meist der zweitgrößte Hebel nach der Überschrift
Angebot im CTABeratungstermin gegen Preisliste gegen DemoVerändert die Leadqualität stärker als die Menge
BelegeKundenzitat gegen Fallstudie gegen KennzahlMittel, stark abhängig von der Branche
ButtonfarbeKontrastvariante gegen MarkenfarbeKlein. Erst testen, wenn der Rest steht

Vier Regeln

  1. Ein Element pro Test. Sonst wissen Sie hinterher nicht, was gewirkt hat.
  2. Mindestens zwei volle Wochen laufen lassen, damit der Wochenrhythmus das Ergebnis nicht verzerrt.
  3. Stichprobengröße vorher festlegen und den Test nicht beenden, sobald er gut aussieht. Das vorzeitige Abbrechen ist der häufigste Fehler überhaupt.
  4. Ergebnisse dokumentieren, auch die negativen. Nach einem Jahr ist diese Liste mehr wert als jedes einzelne Testergebnis.

Werkzeuge: VWO und Optimizely für den Testbetrieb, Signifikanzrechner für die Auswertung, Microsoft Clarity kostenlos für Heatmaps und Sitzungsaufzeichnungen, Hotjar mit kostenlosem Einstiegstarif.

Welche Conversion-Rate ist realistisch, und woran messen Sie sie?

Als Planungsgröße rechnen wir bei B2B-Leadseiten mit 2 bis 5 Prozent, bei einem kostenlosen Download mit 15 bis 30 Prozent, bei direktem Verkauf mit 1 bis 3 Prozent. Das sind Erfahrungswerte aus unseren Projekten, keine Marktstudie. Branchenmediane veröffentlicht Unbounce im Conversion Benchmark Report.

KennzahlBrauchbarGutWomit gemessen
Conversion-Rate3–5 %8–12 %GA4 mit definiertem Ereignis
Kosten pro LeadBranchenabhängigSinkend über drei MonateGoogle Ads, Meta Ads
Klickrate auf den CTA3–7 %über 10 %Heatmap
Formularabschlussquote20–30 %über 40 %Formularanalyse
Anteil qualifizierter Leads40 %über 60 %CRM, nicht Analytics

Die letzte Zeile ist die wichtigste und wird am seltensten gemessen. Eine Landingpage, die die Conversion-Rate verdoppelt und dabei den Anteil qualifizierter Anfragen halbiert, hat nichts verbessert. Führen Sie die Messung bis ins CRM durch, sonst optimieren Sie auf Formulareingänge statt auf Umsatz. Wie das systematisch aussieht, steht im Beitrag zur Conversion-Optimierung.

Ab wann rechnet sich die Seite?

Eine Beispielrechnung, damit die Größenordnung sichtbar wird. Angenommen 1.300 EUR Mediabudget im Monat und ein Klickpreis von 3 EUR: das sind rund 433 Klicks. Bei 2 Prozent Conversion ergeben sich 8 bis 9 Anfragen, also etwa 150 EUR je Anfrage. Hebt eine neue Seite die Rate auf 4 Prozent, sind es 17 Anfragen zu je 76 EUR. Die Differenz von acht zusätzlichen Anfragen im Monat trägt eine Seite für 2.080 EUR rechnerisch nach etwa drei Monaten, sofern der Vertrieb die Anfragen auch bearbeitet.

Die Zahlen sind gerechnet, nicht gemessen; setzen Sie Ihren eigenen Klickpreis und Ihre eigene Ausgangsrate ein. Interessant ist die Logik dahinter: Der Hebel liegt im wiederkehrenden Mediabudget, nicht in den einmaligen Entwicklungskosten. Bei 200 EUR Anzeigenbudget im Monat lohnt sich individuelle Entwicklung selten, bei 2.000 EUR fast immer.

Was Heatmaps zeigen

Zwei Muster tauchen in fast jedem Projekt auf. Erstens: ein großer Teil der Besucher scrollt nie über den ersten Bildschirm hinaus, der CTA muss also oben stehen und nicht nur unten. Zweitens: Besucher klicken auf Elemente, die keine Links sind, meist auf Symbole oder hervorgehobene Zahlen. Beides finden Sie in einer Stunde Aufzeichnung und beheben es in zehn Minuten.

Was müssen Sie bei einer Landingpage in Deutschland rechtlich beachten?

Fünf Punkte, die regelmäßig fehlen: Impressum nach § 5 DDG, Datenschutzerklärung, Einwilligung nach § 25 TDDDG für alle Werkzeuge mit Endgerätezugriff, ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO mit jedem Tool-Anbieter und, bei Verbrauchergeschäft, die Barrierefreiheit nach dem BFSG. Alle fünf betreffen die Umsetzung, nicht erst den Betrieb.

PflichtRechtsgrundlageAuswirkung auf die Seite
Impressum§ 5 DDGVon der Landingpage aus erreichbar, auch ohne Hauptnavigation
Einwilligung für Cookies und ähnliche Zugriffe§ 25 TDDDGHeatmap- und Testwerkzeuge starten erst nach Zustimmung
AuftragsverarbeitungArt. 28 DSGVOAVV mit jedem Anbieter, Unterauftragsverarbeiter dokumentiert
Werbe-E-Mails nur mit Einwilligung§ 7 UWGDouble-Opt-In beim Newsletter, protokolliert
Barrierefreiheit im VerbrauchergeschäftBFSG, seit 28.06.2025Kontraste, Tastaturbedienung, Formularbeschriftungen nach WCAG 2.2

Die praktische Folge von § 25 TDDDG wird selten ausgesprochen: Ihre Heatmaps und A/B-Tests sehen nur den Teil des Traffics, der zugestimmt hat. Je nach Gestaltung des Banners sind das zwischen 40 und 80 Prozent, und diese Auswahl ist nicht zufällig. Rechnen Sie die Stichprobengröße auf Basis der einwilligenden Besucher, nicht auf Basis der Gesamtzahl. Wer das übersieht, plant Tests, die nie signifikant werden.

Ein Nebeneffekt, der für DACH-Kunden zählt: Wir hosten in der EU, liefern den Quellcode aus und schließen den AVV vor Projektbeginn. Details dazu stehen auf der Seite zur Landingpage-Erstellung.

Baukasten oder individuelle Entwicklung: was lohnt sich wann?

Ein Baukasten lohnt sich, solange Sie ein Angebot validieren. Er ist in Stunden live und kostet monatlich statt einmalig. Sobald ernsthaftes Anzeigenbudget läuft, dreht sich die Rechnung: dann zählen Ladezeit, eigene Datenhaltung und die Freiheit, jedes Element zu ändern. Der Kipppunkt liegt erfahrungsgemäß bei etwa 1.000 EUR Mediabudget im Monat.

KriteriumBaukasten (Unbounce, Leadpages, Instapage)Individuelle Entwicklung
Zeit bis liveStunden2–4 Wochen
KostenstrukturMonatlich, dauerhaftEinmalig, danach Wartung
LadezeitPlattformabhängig, meist mittelmäßigSteuerbar bis auf Millisekunden
GestaltungsfreiheitInnerhalb der VorlagenVollständig
DatenhaltungBeim Anbieter, oft außerhalb der EUBei Ihnen oder in der EU
A/B-TestsEingebautAufbau gehört zum Projekt
ÄnderungenSelbst, ohne EntwicklerEntwickler nötig oder CMS-Anbindung

Der Vergleich zwischen Baukasten und eigenem Aufbau gilt für ganze Websites genauso; die ausführliche Gegenüberstellung steht unter Wix gegen individuelle Website.

Wie läuft ein Landingpage-Projekt ab?

Zwei bis vier Wochen vom Briefing bis zum Livegang, bei einem aufgesetzten Testprogramm vier bis sechs. Der längste Posten ist nicht die Entwicklung, sondern der Text. Wer die Textphase überspringt, bezahlt sie später im Mediabudget.

  1. Briefing und Strategie, 2 bis 3 Tage: Zielgruppe, Angebot, Conversion-Ziel, Traffic-Quelle, Kernbotschaft.
  2. Text, 3 bis 5 Tage: Überschrift, Nutzenargumentation, Einwände, FAQ, CTA. Diese Phase entscheidet über das Ergebnis.
  3. UX und Gestaltung, 5 bis 10 Tage: Wireframe, Entwurf, klickbarer Prototyp.
  4. Umsetzung, 5 bis 10 Tage: Code, Formularanbindung an CRM, Messaufbau, Einwilligungsverwaltung, Ladezeitarbeit.
  5. Test und Livegang, 2 bis 3 Tage: Funktionstest, Browser- und Gerätetest, Kontrolle der Ereignisse in GA4.
  6. Betrieb: zwei bis vier Wochen Daten sammeln, danach der erste A/B-Test mit vorher berechneter Stichprobengröße.

Worauf kommt es am Ende an?

Was kostet eine Landingpage 2026?

Auf Vorlagenbasis 780 bis 1.300 EUR, individuell gestaltet 1.300 bis 2.080 EUR, als Testprogramm mit mehreren Varianten und PPC-Anbindung 2.080 bis 3.900 EUR. Grundlage sind die beiden veröffentlichten Tarifbänder der AppForge-Preisliste (300.000 bis 800.000 HUF und 800.000 bis 1.500.000 HUF), umgerechnet mit 1 EUR = 385 HUF. Alle Beträge netto, die Umrechnung ist ein Richtwert.

Wie unterscheidet sich eine Landingpage von einer normalen Unterseite?

Eine Unterseite informiert und bietet Navigation an, eine Landingpage verfolgt genau ein Ziel und entfernt alles, was davon ablenkt. Praktisch heißt das: keine Hauptnavigation, ein Call-to-Action, eine Zielgruppe, eine Botschaft. Der Unterschied in der Conversion-Rate kommt aus dieser Fokussierung, nicht aus dem Design.

Welche Conversion-Rate ist bei einer Landingpage realistisch?

Als Planungsgröße rechnen wir bei B2B-Leadseiten mit 2 bis 5 Prozent, bei einem kostenlosen Download mit 15 bis 30 Prozent, bei direktem Verkauf mit 1 bis 3 Prozent. Das sind Erfahrungswerte aus unseren Projekten, keine Marktstudie. Branchenmediane veröffentlicht Unbounce im Conversion Benchmark Report.

Wie viel Traffic braucht ein A/B-Test, damit das Ergebnis belastbar ist?

Deutlich mehr, als meist behauptet wird. Bei 3 Prozent Ausgangsrate und einem angestrebten relativen Unterschied von 20 Prozent brauchen Sie rund 14.000 Besucher je Variante (95 Prozent zweiseitig, 80 Prozent Power). Mit den oft zitierten 100 Conversions je Variante erkennen Sie zuverlässig erst Unterschiede ab etwa 40 Prozent relativ.

Wie schnell muss eine Landingpage laden?

Zielwert ist LCP unter 2,5 Sekunden, INP unter 200 Millisekunden und CLS unter 0,1, jeweils am 75. Perzentil der Felddaten. Google und SOASTA haben gemessen, dass 53 Prozent der mobilen Besuche abbrechen, wenn die Seite länger als 3 Sekunden lädt. Auf Anzeigen-Traffic ist Ladezeit die teuerste Stellschraube überhaupt.

Brauchen Heatmaps und A/B-Tests eine Einwilligung?

In der Regel ja. § 25 TDDDG verlangt eine Einwilligung, sobald ein Dienst Informationen im Endgerät speichert oder ausliest, und genau das tun Heatmap- sowie Testwerkzeuge über Cookies oder localStorage. Zusätzlich brauchen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Praktische Folge: Ihre Messung deckt nur den einwilligenden Teil des Traffics ab.

Wann reicht ein Baukasten wie Unbounce oder Leadpages?

Wenn Sie ein Angebot validieren wollen und Geschwindigkeit vor Genauigkeit geht. Der Baukasten ist in Stunden live und kostet monatlich statt einmalig. Sobald ernsthaftes Anzeigenbudget auf die Seite läuft, dreht sich die Rechnung: dann zählen Ladezeit, eigene Datenhaltung und die Freiheit, jedes Element zu ändern.

Wie lange dauert die Umsetzung einer Landingpage?

Briefing 2 bis 3 Tage, Text 3 bis 5 Tage, UX/UI 5 bis 10 Tage, Umsetzung 5 bis 10 Tage, Test und Livegang 2 bis 3 Tage. Zusammen 2 bis 4 Wochen. Mit mehreren Varianten und aufgesetztem Testprogramm 4 bis 6 Wochen. Der häufigste Verzögerungsgrund sind fehlende Inhalte, nicht die Entwicklung.

Wenn Sie eine Landingpage für eine laufende Kampagne brauchen, schicken Sie uns die Anzeigengruppen und das Mediabudget. Wir sagen Ihnen in der Antwort, ob sich ein Testprogramm bei diesem Traffic überhaupt rechnet. Anfragen über das Angebotsformular, Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden.

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