Was kostet eine Website 2026? Preise, Leistungen und versteckte Posten

Die Preise streuen zwischen 800 und 40.000 EUR. Aufschlüsselung nach Projekttyp, und was eine Firmenwebsite für 4.000 EUR tatsächlich abdeckt.

aktualisiert: 10. Februar 202613 Min. LesezeitVonBoncz Bálint

Was kostet eine Website 2026?

Eine Landingpage kostet 800 bis 2.200 EUR, eine Firmenwebsite 2.200 bis 4.100 EUR, ein Onlineshop 3.300 bis 8.800 EUR, eine individuelle Webanwendung 4.100 bis 13.800 EUR. Portale mit Rollenmodell und Systemanbindung beginnen bei 19.300 EUR. Alle Beträge netto, aus unserer veröffentlichten Preisliste.

Wer nach Website-Preisen sucht, findet meist Spannen von wenigen hundert bis zu sechsstelligen Beträgen. Das hilft bei der Budgetplanung nicht. Die folgende Tabelle enthält deshalb keine Marktschätzung, sondern die Preise, zu denen wir tatsächlich anbieten. Sie stehen dauerhaft auf unserer Preisseite und werden in HUF geführt.

ProjekttypPreis (netto)DauerUmfang
Landingpage / Broschüren-Website800 – 2.200 EUR4–6 Wochen5–10 Seiten, Basis-SEO, Kontaktformular
Firmenwebsite2.200 – 4.100 EUR6–10 Wochen10–25 Seiten, Blog, Mehrsprachigkeit, GA4
Onlineshop, 30–500 Artikel3.300 – 8.800 EUR3–8 WochenZahlung, Versand, Rechnungsstellung
B2B- oder Headless-Shopab 11.000 EUR2–7 MonatePreislisten, Kreditlimits, ERP-Sync
Individuelle Webanwendung4.100 – 13.800 EUR2–5 Monateeigene Geschäftslogik, Admin-Oberfläche
Portal mit Rollenmodellab 19.300 EUR5–10 MonateSSO, Audit-Log, Hochverfügbarkeit
Nettopreise aus der AppForge-Preisliste, umgerechnet mit 1 EUR = 363,28 HUF (MNB-Mittelkurs, 14.08.2026). Die Umrechnung ist ein Richtwert; abgerechnet wird zum Kurs am Rechnungsdatum.

Nach oben ist die Spanne offen. Ab etwa 40.000 EUR sprechen wir nicht mehr über eine Website, sondern über Individualsoftware mit eigener Datenhaltung. Zum Vergleich: unsere individuellen ERP-Projekte für internationale Kunden beginnen bei 21.000 EUR. Wenn Ihr Vorhaben in diese Größenordnung rutscht, ist das eine Scope-Entscheidung und keine Preisverhandlung.

Zur Umsatzsteuer: bei Geschäftskunden mit gültiger USt-IdNr. innerhalb der EU greift das Reverse-Charge-Verfahren. Sie erhalten eine Nettorechnung ohne ungarische Umsatzsteuer und führen die Steuer im eigenen Land ab. Für internationale Kunden rechnen wir in EUR ab, zum Mittelkurs der Magyar Nemzeti Bank am Rechnungsdatum.

Warum liegen diese Preise unter deutschen Agenturpreisen?

Der Unterschied liegt im Stundensatz, nicht im Leistungsumfang. Der Medianstundensatz von IT-Freelancern im DACH-Raum liegt bei 95 EUR, für Software- und Webentwicklung bei 90 EUR. Anbieter mit Nearshore-Struktur innerhalb der EU arbeiten überwiegend zwischen 40 und 80 EUR pro Stunde.

BeschaffungswegStundensatzQuelle
Deutsche Agentur100 – 180 EURAnbieterpublikation 2026, keine repräsentative Erhebung
IT-Freelancer DACH, Median95 EUR (Software- und Webentwicklung: 90 EUR)Freelancer-Kompass 2026, Panelbefragung, 02.07.2026
Nearshore innerhalb der EU40 – 80 EURAnbieterpublikationen 2026, Bandbreite je nach Land
Öffentlich gelisteter Satz eines Budapester Anbieters36 EURAnbieterprofil, abgerufen 14.08.2026
Die Freelancer-Kompass-Zahl ist die belastbarste öffentliche DACH-Quelle. Die Agentur- und Nearshore-Spannen stammen aus Anbieterpublikationen und sind entsprechend zu gewichten.

Uns ist wichtig, wie dieser Unterschied zustande kommt: über das Lohnniveau, nicht über die Qualifikation und nicht über weggelassene Arbeit. Ungarn ist EU-Mitgliedstaat. Es gibt keinen Drittlandtransfer, keine Standardvertragsklauseln, keine Transfer-Impact-Analyse. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO ist Standard, die Zeitzone ist dieselbe wie in München oder Hamburg. Wie sich das über ein ganzes Projekt rechnet, haben wir in Entwicklungskosten Deutschland gegen Nearshore durchgerechnet.

Was der niedrigere Stundensatz ausdrücklich nicht ändert: den Testaufwand, die Dokumentation, die Abnahme. Wer diese Positionen streicht, wird billiger, liefert aber ein anderes Produkt. Wenn ein Angebot deutlich unter den hier genannten Spannen liegt, lohnt die Frage, welche dieser drei Positionen darin fehlt.

Was steckt in einer Firmenwebsite für 4.000 EUR?

10 bis 25 Seiten mit eigenem UX/UI-Entwurf in Figma, ein Blog mit Kategorien, eine Karriereseite, Mehrsprachigkeit inklusive hreflang, erweitertes SEO mit Schema.org-Auszeichnung, GA4 mit Tag Manager, dazu drei Monate Gewährleistung auf Fehlerbehebung. Laufzeit 6 bis 10 Wochen.

  • Eigener Entwurf in Figma statt Template-Anpassung, abgestimmt auf Ihre Marke, mit Freigabe vor der Umsetzung.
  • Redaktionssystem, in dem Ihr Team Seiten, Beiträge und Bilder ohne Entwickler pflegt.
  • Technisches SEO-Fundament: sauberes Markup, Sitemap, Schema.org-Auszeichnung, saubere interne Verlinkung.
  • Messung ab Tag eins: GA4 mit Tag Manager, Zielereignisse auf Formular und Telefonklick.
  • Rechtliche Grundausstattung: Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Verwaltung mit dokumentierter Einwilligung.

Der Unterschied zwischen einer Website für 2.200 EUR und einer für 4.100 EUR liegt selten in der Seitenzahl. Er liegt in der Tiefe der Entwurfsphase, in der Gründlichkeit der SEO-Arbeit und in der Frage, ob die Inhalte danach ohne Entwickler gepflegt werden können. Diese drei Punkte sind auch die, die man beim Vergleich zweier Angebote am leichtesten übersieht.

Nicht enthalten sind Texte, Fotografie und Übersetzungen. Das ist keine Sparmaßnahme, sondern eine Zuständigkeitsfrage: Ihre Fachtexte schreibt niemand besser als Ihr eigenes Team. Planen Sie dafür ein eigenes Budget und einen eigenen Termin ein, sonst wird die Textproduktion zum Engpass des Projekts. Den vollständigen Ablauf beschreibt unser Leitfaden zum Projektablauf.

Welche Faktoren treiben den Preis?

Sieben Positionen entscheiden über die Spanne. Wer sie kennt, kann zwei Angebote sachlich vergleichen, statt nur die Endsumme nebeneinanderzulegen.

1. Entwurfstiefe

Zwischen einem angepassten Template und einem recherchegestützten UX-Prozess liegen Welten. Wireframes, Informationsarchitektur, Prototyp sowie Nutzertest sind jeweils eigene Arbeitspakete. Wer hier kürzt, spart im Angebot und zahlt später in der Konversionsrate.

2. Funktionsumfang

Ein Kontaktformular ist eine Sache von wenigen Stunden. Ein Filtersystem mit Volltextsuche oder ein Kalkulator mit eigener Rechenlogik braucht Tage. Der Funktionsumfang ist der größte einzelne Kostentreiber, und er lässt sich am schnellsten reduzieren.

3. CMS-Entscheidung

WordPress ist beim Einstieg günstig und im Betrieb pflegeintensiv. Headless-Systeme wie Strapi, Sanity oder Payload kosten mehr in der Einrichtung und weniger in der Wartung. Ein eigenes Admin-Backend ist die teuerste Variante und passt exakt auf den Prozess.

4. Integrationen

CRM, Newsletter-System, Zahlungsdienst, Warenwirtschaft, Analytics. Jede Anbindung ist eigener Aufwand. Ein System mit dokumentierter API ist kalkulierbar, ein Altsystem ohne Schnittstelle kostet ein Vielfaches, weil die Fehlerbehandlung selbst gebaut werden muss.

5. Mehrsprachigkeit

Eine zweisprachige Seite verdoppelt den Aufwand nicht. Nach unserer Projekterfahrung kommen 30 bis 50 Prozent Entwicklungszeit dazu: i18n-Routing, hreflang-Auszeichnung, Übersetzungsablauf. Die Übersetzung der Inhalte selbst kommt separat dazu.

6. Barrierefreiheit

Die Richtlinie (EU) 2019/882 gilt seit dem 28.06.2025, in Deutschland umgesetzt über das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Ob Ihr Angebot in den Anwendungsbereich fällt, hängt vom Dienst ab und gehört anwaltlich geprüft. Technisch bedeutet es Mehraufwand bei Kontrast, Fokusführung und Semantik.

7. Datenschutz und Sicherheit

Cookie-Verwaltung mit dokumentierter Einwilligung, Datenschutzerklärung, sichere Formularverarbeitung, TLS. Bei Shops kommt die Zahlungsabwicklung dazu. Das sind keine Extras, sondern Voraussetzungen, und sie stehen im Aufwand, ob sie im Angebot ausgewiesen sind oder nicht.

Baukasten, Freelancer oder Agentur?

Den Preis bestimmt nicht allein das Projekt, sondern ebenso, wer es umsetzt. Die drei Wege unterscheiden sich weniger im Ergebnis als im Risiko: wer trägt die Projektsteuerung, und was passiert, wenn jemand ausfällt.

WegKostenbildWann sinnvoll
Baukasten (Wix, Squarespace, Jimdo)Monatstarif plus Ihre eigene ArbeitszeitSehr kleine lokale Anbieter, befristete Online-Präsenz.
Freelancer40 bis 60 Prozent der AgenturpreiseLandingpage, einfachere Firmenwebsite, wenige Integrationen.
Agentur oder EntwicklerteamDie Preise aus diesem ArtikelMehrere Integrationen, Abnahmeprozess, Betreuung über Jahre.

Beim Freelancer kommt ein Punkt dazu, der in Deutschland eigenes Gewicht hat: die Abgrenzung zwischen Werkvertrag und Dienstvertrag. Wer eine einzelne Person über Monate weisungsgebunden in die eigenen Abläufe einbindet, bewegt sich in Richtung Scheinselbstständigkeit. Ein Werkvertrag mit definiertem Ergebnis und eigener Arbeitsorganisation hält diese Frage aus dem Projekt heraus.

Wie erkennen Sie ein unrealistisch knappes Angebot?

An vier Stellen. Das Angebot nennt eine Summe, aber keinen Leistungsumfang. Zum Quellcode steht nichts darin. Betrieb und Wartung fehlen vollständig. Und die genannte Laufzeit ist kürzer, als Ihre eigenen Freigabeschleifen realistisch dauern.

Ein niedriger Preis ist für sich genommen kein Warnsignal. Ein Preis ohne definierten Umfang ist eins. Die Differenz zwischen zwei Angeboten steckt fast immer in Positionen, die im günstigeren Angebot gar nicht vorkommen:

PositionKnapp kalkuliertSauber kalkuliert
LadezeitTemplate mit ungenutztem BallastGemessen, im Feld geprüft
AuffindbarkeitMeta-Tags, sonst nichtsStruktur, Markup, interne Verlinkung
SicherheitAktualisierung auf ZurufFester Wartungsrhythmus
Mobile BedienungLayout skaliert irgendwieEigene Entwürfe, getestet
ErweiterbarkeitNach einem Jahr am LimitFür den nächsten Ausbau vorbereitet
MessungKein Zielereignis eingerichtetAnfragen und Anrufe als Ereignis
AnsprechbarkeitE-Mail-AdresseBenannter Kontakt mit Reaktionszeit

Rechnen Sie die Differenz über drei Jahre. Wenn eine Seite nach zwölf Monaten neu gebaut werden muss, kostet die günstige Variante am Ende mehr als die einmal ordentlich kalkulierte. Das ist keine Frage der Haltung, sondern eine Additionsaufgabe.

Welche Kosten kommen nach dem Livegang?

Die Domain liegt je nach Endung in der Größenordnung von 10 bis 30 EUR pro Jahr, das TLS-Zertifikat ist über Let’s Encrypt kostenlos, und für statische Seiten reicht häufig der kostenlose Tarif eines CDN-Anbieters. Der relevante Posten ist die Wartung.

Wir kalkulieren Wartung mit 15 bis 25 Prozent des Projektwerts pro Jahr. Bei einer Firmenwebsite für 4.000 EUR sind das 600 bis 1.000 EUR jährlich, also 50 bis 85 EUR im Monat. Darin stecken Aktualisierungen, Sicherheitsprüfungen und kleinere Anpassungen. Wer diesen Posten streicht, hat nach zwei Jahren eine Seite, die technisch nicht mehr gepflegt wird.

Ein Wartungsvertrag ist so viel wert wie die Kennzahlen darin. Fragen Sie nach der Reaktionszeit bei einem Ausfall, nach dem Rhythmus der Sicherheitsaktualisierungen und danach, wer bei einer bekannt gewordenen Schwachstelle den ersten Schritt macht. Steht dort nur die Zahl der inbegriffenen Stunden, haben Sie ein Stundenkontingent gekauft und keine Betriebssicherheit. Wir halten außerdem die Trennung zwischen Wartung und Weiterentwicklung für sinnvoll: das eine hält das System lauffähig, das andere verändert es. Wer beides in einen Topf wirft, verbraucht mit kleinen Änderungswünschen das Budget, das für Aktualisierungen gedacht war.

Getrennt davon laufen inhaltliche Leistungen: redaktionelle Pflege, SEO-Betreuung, Auswertung. Diese Positionen gehören in ein eigenes Budget, weil sie an Ihrem Marketingziel hängen und nicht am technischen Bestand der Website.

Welche rechtlichen Anforderungen kosten Entwicklungszeit?

Vier Punkte betreffen jedes deutsche Webprojekt und sind Entwicklungsaufwand, nicht Papierarbeit. Sie tauchen in Angeboten selten als eigene Position auf, obwohl sie mehrere Personentage binden.

AnforderungWas sie technisch bedeutetRahmen
Impressum nach § 5 DDGLeicht erkennbar, unmittelbar erreichbar, ständig verfügbar. Gilt auch für ausländische Anbieter, wenn sich das Angebot an den deutschen Markt richtet.Bußgeld bis 50.000 EUR, dazu Abmahnrisiko
Auftragsverarbeitungsvertrag, Art. 28 DSGVOZehn Pflichtinhalte, dokumentierte technische und organisatorische Maßnahmen, Liste der Unterauftragsverarbeiter.Bußgeldrahmen 10 Mio. EUR oder 2 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes
Barrierefreiheit, Richtlinie (EU) 2019/882Kontrast, Fokusführung, Tastaturbedienung, semantisches Markup. In Deutschland über das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz umgesetzt.Gilt seit 28.06.2025, Anwendungsbereich dienstabhängig
Einwilligung und Cookie-VerwaltungAblehnen genauso prominent wie Zustimmen, Widerruf jederzeit möglich, Versionierung der Einwilligung.Prüfpunkt jeder Datenschutzaufsicht

Ein fünfter Punkt ist keine Vorschrift, sondern eine Beschaffungsrealität. Der Bitkom Cloud Report 2026 (603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, repräsentative Telefonbefragung) berichtet: für 98 Prozent der befragten Unternehmen spielt die Herkunft des Cloud-Anbieters eine Rolle, 91 Prozent würden einen deutschen, 68 Prozent einen EU-Anbieter bevorzugen, während heute 71 Prozent US-Anbieter nutzen. Wo Ihre Website gehostet wird, ist damit ein Vertriebsargument gegenüber Ihren eigenen Kunden, nicht nur eine technische Entscheidung.

Was sollten Sie vor der Beauftragung fragen?

Neun Fragen, drei Themenblöcke. Die Antworten unterscheiden ein belastbares Angebot von einer Zahl in einer PDF.

Vertrag und Verantwortung

  1. Werkvertrag nach § 631 BGB oder Dienstvertrag nach § 611 BGB? Der Werkvertrag schuldet ein Ergebnis und endet mit Abnahme und Gewährleistung, der Dienstvertrag schuldet sorgfältiges Tätigwerden. Ohne ausdrückliche Ergebnisdefinition entsteht im Zweifel der Dienstvertrag.
  2. Wie ist die Abnahme definiert? Verlangen Sie Abnahmekriterien pro Meilenstein, nicht erst am Projektende.
  3. Gibt es eine AVV-Vorlage und eine Liste der Unterauftragsverarbeiter? Beides sollte vor Vertragsschluss vorliegen, nicht danach.

Technik und Eigentum

  1. Wem gehört der Quellcode nach der Abnahme? Die Antwort lautet idealerweise: Ihnen, inklusive Repository-Zugang.
  2. Wo liegen die Daten im Betrieb, und welche Dienste sind eingebunden? Fragen Sie nach der Region, nicht nach dem Anbieternamen.
  3. Wie wird die Ladezeit gemessen? Lassen Sie sich Core-Web-Vitals-Werte aus dem Feld zeigen, nicht nur ein Lighthouse-Ergebnis aus dem Labor.

Geld und Zeitplan

  1. Festpreis oder Aufwand? Beim ersten gemeinsamen Projekt ist der Festpreis für beide Seiten die ehrlichere Variante.
  2. Was ist ausdrücklich nicht enthalten? Lassen Sie sich diese Liste schriftlich geben. Typische Positionen: Texte, Bildmaterial, Übersetzungen, Lizenzen für Drittdienste.
  3. Wie sieht der Zahlungsplan aus? In unseren Verträgen sind es 30 bis 40 Prozent Anzahlung, meilensteingebundene Raten und der Rest bei Abnahme.

Wo lässt sich sparen, ohne die Substanz zu verlieren?

An fünf Stellen, und keine davon betrifft die handwerkliche Qualität. Gespart wird am Vorrat, nicht an der Umsetzung. Die Reihenfolge entspricht der Wirkung, die wir in eigenen Projekten sehen.

  1. Inhalte vor dem Kickoff bereitstellen. Wenn Texte und Bilder zum Projektstart vorliegen, entfallen Wartezeiten, Zwischenstände und doppelte Abstimmungsrunden. Das ist der größte einzelne Hebel auf Laufzeit und Aufwand.
  2. Den Umfang in Stufen schneiden. Phase eins enthält die Seiten, die Anfragen erzeugen. Alles Weitere folgt, wenn die ersten Zahlen vorliegen. Sie kaufen dann Funktionen, von denen Sie wissen, dass sie gebraucht werden.
  3. Standardkomponenten dort einsetzen, wo sie niemand bewusst wahrnimmt: Formulare, Tabellen, Anmeldemasken. Der eigene Entwurf gehört auf die Seiten, an denen entschieden wird.
  4. Nach Geschäftswirkung priorisieren. Ein B2B-Dienstleister gewinnt mit einer belastbaren Referenzseite mehr als mit einem Hintergrundvideo auf der Startseite.
  5. Keine Funktionen auf Vorrat bauen. Mehrsprachigkeit, Shop-Anbindung oder ein Kundenportal kosten denselben Aufwand, ob sie im ersten Jahr genutzt werden oder nicht. Setzen Sie sie auf die Liste für Phase zwei.

Wann rechnet sich eine Website?

Die interessantere Frage ist nicht, was eine Website kostet, sondern ab wann sie zurückkommt. Eine Modellrechnung mit offengelegten Annahmen, keine gemessene Fallstudie.

Jede dieser vier Annahmen ist eine Stellschraube, und keine davon ist garantiert. 500 organische Besucher setzen Inhalte und Zeit voraus, meist sechs bis zwölf Monate. Eine Konversionsrate von 2 Prozent ist erreichbar, aber kein Automatismus. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen: Deckungsbeitrag je Kunde und realistische Abschlussquote sind die beiden Werte, die das Ergebnis dominieren.

Welche Fehler kosten am meisten Geld?

Was heißt das für Ihr Budget?

Die Preisspanne ist groß, weil der Begriff Website alles von einer Seite bis zu einem Portal mit Rollenmodell umfasst. Sobald Sie den Umfang benennen, wird der Preis kalkulierbar.

800 EUR

Einstieg für eine professionell umgesetzte Broschüren-Website

AppForge-Preisliste, Stand 14.08.2026

95 EUR

Medianstundensatz von IT-Freelancern im DACH-Raum

Freelancer-Kompass 2026, 02.07.2026

15–25 %

des Projektwerts pro Jahr als Wartungsbudget

AppForge-Kalkulationsgrundlage

Wenn Ihr Vorhaben eher Richtung Verkauf geht, ist die Kostenübersicht für Onlineshops der passendere Einstieg. Wenn Sie zwischen einem CMS und einer Eigenentwicklung schwanken, hilft der Vergleich Individualentwicklung gegen WordPress. Und wenn Sie eine belastbare Zahl für Ihr konkretes Projekt brauchen: wir antworten innerhalb von 24 Stunden auf eine Anfrage, mit Umfang, Zeitplan und Festpreis.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website 2026?

Eine Landingpage oder Broschüren-Website liegt bei 800 bis 2.200 EUR, eine Firmenwebsite bei 2.200 bis 4.100 EUR, ein Onlineshop bei 3.300 bis 8.800 EUR, eine individuelle Webanwendung bei 4.100 bis 13.800 EUR. Portale mit Rollenmodell und Systemanbindung beginnen bei 19.300 EUR. Alle Werte netto, aus der veröffentlichten AppForge-Preisliste, umgerechnet mit 1 EUR = 363,28 HUF (MNB-Mittelkurs, 14.08.2026).

Was ist in einer Firmenwebsite für 4.000 EUR enthalten?

10 bis 25 Seiten, ein eigener UX/UI-Entwurf in Figma, ein Blog mit Kategorien, eine Karriereseite, Mehrsprachigkeit inklusive hreflang, erweitertes SEO mit Schema.org-Auszeichnung, GA4 mit Tag Manager sowie drei Monate Gewährleistung auf Fehlerbehebung. Laufzeit 6 bis 10 Wochen. Texte, Fotografie und Übersetzungen sind nicht enthalten.

Warum liegt der Preis unter dem einer deutschen Agentur?

Der Unterschied liegt im Stundensatz, nicht im Leistungsumfang. Der Medianstundensatz von IT-Freelancern im DACH-Raum liegt laut Freelancer-Kompass 2026 bei 95 EUR, in der Software- und Webentwicklung bei 90 EUR. Nearshore-Anbieter innerhalb der EU arbeiten überwiegend zwischen 40 und 80 EUR. Fachpublikationen beziffern die Ersparnis gegenüber Deutschland konsistent auf 30 bis 50 Prozent.

Welche laufenden Kosten fallen nach dem Livegang an?

Domain je nach Endung in der Größenordnung von 10 bis 30 EUR pro Jahr, TLS-Zertifikat kostenlos über Let's Encrypt, Hosting für statische Seiten oft im kostenlosen Tarif eines CDN-Anbieters. Für Wartung kalkulieren wir 15 bis 25 Prozent des Projektwerts pro Jahr, bei einer Website für 4.000 EUR also 600 bis 1.000 EUR jährlich.

Werkvertrag oder Dienstvertrag: was ist bei einem Webprojekt üblich?

Ein Werkvertrag nach § 631 BGB schuldet ein Ergebnis und endet mit Abnahme und Gewährleistung, ein Dienstvertrag nach § 611 BGB schuldet nur sorgfältiges Tätigwerden. Bei Festpreisprojekten mit definiertem Umfang ist der Werkvertrag der Normalfall. Ohne ausdrückliche Ergebnisdefinition entsteht im Zweifel ein Dienstvertrag.

Wem gehört der Quellcode nach der Abnahme?

Bei uns dem Auftraggeber, inklusive Repository-Zugang. Lassen Sie sich das schriftlich geben, bevor Sie unterschreiben. Bei Baukastensystemen ist das strukturell anders: dort bleibt die Seite an die Plattform gebunden, und mit der Kündigung endet auch die Verfügbarkeit.

Wie lange dauert ein Webprojekt?

Eine Broschüren-Website 4 bis 6 Wochen, eine Firmenwebsite 6 bis 10 Wochen, ein Onlineshop 3 bis 8 Wochen im Standardumfang, eine individuelle Webanwendung 2 bis 5 Monate. Der häufigste Verzögerungsgrund sind fehlende Inhalte, nicht die Entwicklung. Texte und Bilder sollten parallel zur Umsetzung entstehen.

Welche rechtlichen Anforderungen kosten Entwicklungszeit?

Impressum nach § 5 DDG, Datenschutzerklärung, Cookie-Verwaltung mit dokumentierter Einwilligung sowie ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO mit Unterauftragsverarbeiter-Liste. Dazu kommt je nach Dienst die Barrierefreiheit nach der Richtlinie (EU) 2019/882, die seit dem 28.06.2025 gilt und in Deutschland über das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz umgesetzt ist.

Nächster Schritt

Sprechen wir über Ihr Projekt. 30 Minuten, kostenlos.

Innerhalb von 24 Stunden erhalten Sie eine konkrete Preisspanne, eine realistische Zeitschätzung und den nächsten Schritt. Kein Verkaufsgespräch.

Projekt starten