Was kostet ein Onlineshop 2026? Shopware, Shopify und Eigenentwicklung im Vergleich

Die Entwicklung kostet zwischen 1.300 und 26.000 EUR. Drei-Jahres-Vergleich für WooCommerce, Shopify und Eigenentwicklung inklusive Zahlungsanbindung.

16 Min. LesezeitVonBoncz Bálint

Was kostet ein Onlineshop 2026?

Die Entwicklung eines Onlineshops liegt 2026 zwischen 3.100 und 26.000 EUR. Ein Starter-Shop mit 30 bis 80 Artikeln kostet 3.100 bis 5.200 EUR. Ein Wachstums-Shop im B2C mit bis zu 500 Artikeln liegt bei 5.200 bis 8.300 EUR. B2B- oder Headless-Projekte beginnen bei 10.400 EUR. Plattformgebühren und Zahlungsentgelte laufen getrennt.

Diese Spannen stammen aus unseren kalkulierten Projekten und nicht aus einem Online-Rechner. Grundlage ist unsere Preisliste in HUF, umgerechnet mit 385 HUF/EUR (Stand 14.08.2026) und auf volle 100 EUR gerundet. Der Kurs dient der Orientierung, auf der Rechnung gilt der Mittelkurs der Ungarischen Nationalbank am Rechnungsdatum. Die vollständige Paketübersicht steht auf der Seite Onlineshop-Preise.

Der Markt dahinter ist groß genug, dass sich die Rechnung lohnt: Der HDE Online-Monitor 2026 beziffert den deutschen Onlinehandel für 2025 auf 92,3 Mrd. EUR netto bei einem Wachstum von 3,9 Prozent, das entspricht einem Anteil von 13,5 Prozent am gesamten Einzelhandel (Quelle: einzelhandel.de). Wer allgemeine Website-Preise sucht statt Shop-Preise, findet sie im Artikel Was kostet eine Website 2026.

Welche drei Preisstufen gibt es?

Es gibt drei Stufen, und sie trennen sich weniger nach Design als nach Datenmenge und Geschäftslogik. Bis 80 Artikel reicht ein sauber eingerichteter Standard-Shop. Zwischen 100 und 500 Artikeln beginnt die Arbeit an Varianten, Filtern sowie Marketing-Automation. Ab eigener Preislogik im B2B verlässt das Projekt den Standard.

PaketPreisSortimentDauer
Starter-Shop3.100 bis 5.200 EUR30 bis 80 Artikel3 bis 5 Wochen
Wachstums-Shop B2C5.200 bis 8.300 EUR100 bis 500 Artikel5 bis 8 Wochen
B2B oder Headless Commerceab 10.400 EURoffen, meist vierstellig2 bis 7 Monate
Nur Entwicklungskosten, netto. Plattformgebühren, Zahlungsentgelte, Produktfotografie und Werbebudgets sind nicht enthalten. Umrechnung 385 HUF/EUR, Stand 14.08.2026, Richtwert.

Starter-Shop: 3.100 bis 5.200 EUR

Für neue Marken, Ladengeschäfte mit schmalem Sortiment und Hersteller, die einen ersten Direktvertrieb testen. Enthalten sind ein angepasstes Theme auf WooCommerce oder Shopify, die üblichen Zahlarten samt Rechnungskauf, Versandanbindung an DHL oder DPD sowie die Einbindung der Rechtstexte. Der Kompromiss: Sie sind an die Logik der Plattform gebunden. Eigene Preisregeln lassen sich hier kaum abbilden.

Wachstums-Shop B2C: 5.200 bis 8.300 EUR

Hier landen die meisten Händler, die bereits Traffic haben und ihn besser verwerten wollen. Eigenes UX/UI mit Prototyp vor der Umsetzung, Varianten und Bundles, Gutscheine, Newsletter-Automation, Google Shopping Feed, Consent Mode v2 sowie ein Bestandsabgleich mit Filiale oder Warenwirtschaft. In dieser Stufe entscheidet sich, ob der Shop in zwei Jahren noch erweiterbar ist.

B2B oder Headless Commerce: ab 10.400 EUR

Wenn kundenindividuelle Preise, Staffeln, Kontingente oder Kreditlimits im Spiel sind, endet der Standard. Dazu kommen parallele Netto- und Bruttopreisführung je Kundengruppe, Angebotsanfragen im Portal, Anbindung an ERP oder EDI und ein eigenes Backend ohne SaaS-Abhängigkeit. Nach oben ist die Spanne offen, weil der Umfang entscheidet. Ein Händlerportal mit fünf Preisregeln kostet ein Drittel eines Portals mit fünfzig. Details zur Umsetzung stehen unter Onlineshop-Entwicklung.

Was kosten die Plattformen selbst?

Die Lizenz ist der Posten, den die meisten Angebote nicht enthalten, weil er direkt beim Anbieter anfällt. Shopware Rise beginnt laut Preisseite bei 600 EUR pro Monat, Shopify Grow bei 56 EUR im Jahrestarif. WooCommerce und eine Eigenentwicklung kosten keine Lizenz, dafür tragen Sie Hosting und Wartung.

PlattformListenpreisFremdanbieter-GebührQuelle
Shopify Basic19 EUR/Monat im Jahrestarif, 27 EUR monatlich2 %shopify.com/de/preise
Shopify Grow56 EUR/Monat im Jahrestarif, 74 EUR monatlich1 %shopify.com/de/preise
Shopify Advanced289 EUR/Monat im Jahrestarif, 384 EUR monatlich0,6 %shopify.com/de/preise
Shopify Plusab 2.100 EUR/Monat0,2 %shopify.com/de/preise
Shopware Community Editionkostenlos, quelloffenkeineshopware.com/de/preise
Shopware Riseab 600 EUR/Monatkeineshopware.com/de/preise
Shopware Evolveab 2.400 EUR/Monatkeineshopware.com/de/preise
WooCommercekeine Lizenz, Erweiterungen teils kostenpflichtigkeine-
Listenpreise der Anbieter, abgerufen am 14.08.2026. Anbieterpreise ändern sich; prüfen Sie sie vor der Entscheidung auf den verlinkten Seiten.

Die Fremdanbieter-Gebühr ist der Posten, der in Rechnungen am häufigsten übersehen wird. Shopify berechnet sie, wenn Sie nicht Shopify Payments einsetzen: 2 Prozent im Basic-Tarif, 1 Prozent bei Grow, 0,6 Prozent bei Advanced (Quelle: shopify.com). Bei 20.000 EUR Monatsumsatz im Grow-Tarif sind das 200 EUR pro Monat zusätzlich zum Entgelt Ihres Zahlungsanbieters. Über drei Jahre ergibt das 7.200 EUR, also mehr als die gesamte Entwicklung eines Wachstums-Shops.

Wann lohnt sich Shopware und wann nicht?

Shopware lohnt sich, wenn Sie deutsche Prozesse abbilden, ein B2B-Segment bedienen und ohne Plattformbindung an einen Nicht-EU-Anbieter arbeiten wollen. Die Community Edition ist quelloffen und kostenlos, die kommerziellen Editionen beginnen bei 600 EUR pro Monat. Unterhalb von etwa 500.000 EUR Jahresumsatz rechnet sich dieser Lizenzblock in unseren Kalkulationen selten.

Der Vorteil ist strukturell. Shopware kommt aus dem deutschen Markt, und das merkt man an Details wie der Preisführung, den Steuersätzen im EU-Versand und der Selbstverständlichkeit, mit der Rechnungskauf und DATEV-Übergabe in Projekten auftauchen. Die B2B-Funktionen stecken laut Preisseite in der Evolve-Edition ab 2.400 EUR pro Monat, und genau dort wird die Entscheidung ernst.

Dagegen spricht die Betriebslast. Shopware ist kein Baukasten, es ist ein System mit eigener Update-Kadenz und einem Ökosystem, das Pflege braucht. Wenn Sie 60 Artikel verkaufen und Ihr Anspruch bei „funktioniert und sieht gut aus“ endet, zahlen Sie für Fähigkeiten, die Sie nie abrufen. Für diesen Fall ist WooCommerce oder Shopify die ehrlichere Wahl. Wir bearbeiten den direkten Vergleich der beiden im Artikel Shopify gegen WooCommerce.

Was kosten Zahlarten im deutschen Onlinehandel?

Zwischen 0,35 EUR pro SEPA-Lastschrift und 3,15 Prozent plus 0,25 EUR bei Karten außerhalb des EWR. Die Spreizung ist größer als die meisten Kalkulationen berücksichtigen, und sie wirkt auf jeden einzelnen Auftrag. Bei einem Sortiment mit niedrigem Warenkorbwert entscheidet die Fixgebühr, bei hochpreisigen Artikeln der Prozentsatz.

AnbieterZahlartEntgeltQuelle
StripeEWR-Standardkarte1,5 % + 0,25 EURstripe.com/de/pricing
StripeEWR-Premiumkarte2,8 % + 0,25 EURstripe.com/de/pricing
StripeKarte außerhalb des EWR3,15 % + 0,25 EUR, plus 2 % bei Währungsumrechnungstripe.com/de/pricing
StripeSEPA-Lastschrift0,35 EURstripe.com/de/pricing
StripeKlarnaab 2,99 % + 0,35 EURstripe.com/de/pricing
PayPalkommerzielle Transaktion2,99 % + 0,39 EUR, außerhalb des EWR zzgl. 1,99 %paypal.com
MollieEWR-Verbraucherkarte1,80 % + 0,25 EURmollie.com/de/pricing
MollieSEPA-Lastschrift0,35 EURmollie.com/de/pricing
MollieKlarna2,99 % + 0,35 EURmollie.com/de/pricing
Listenentgelte der Anbieter, abgerufen am 14.08.2026, jeweils ohne individuell verhandelte Konditionen. Quellen: stripe.com/de/pricing, paypal.com, mollie.com/de/pricing.

Die Anbindung eines Anbieters kostet bei uns 250 bis 750 EUR Entwicklungszeit, je nachdem, wie viele Zahlarten daran hängen und ob Teilrückerstattungen sowie wiederkehrende Zahlungen abgebildet werden müssen. Der eigentliche Kostentreiber ist aber nicht die Anbindung, sondern der laufende Mix.

Welche Posten fehlen in fast jedem Angebot?

Sieben Posten, die regelmäßig erst nach Vertragsunterschrift auftauchen und zusammen 2.000 bis 8.000 EUR ausmachen können. Keiner davon ist exotisch, alle sind planbar. Sie fehlen im Angebot, weil sie den Preis erhöhen und der Wettbewerb sie ebenfalls weglässt.

  • Produktfotografie, 5 bis 25 EUR je Artikel. Bei 200 Artikeln sind das 1.000 bis 5.000 EUR, und es ist der Posten, an dem Projekte am häufigsten stehenbleiben.
  • Artikeltexte und Kategorietexte. Aus unserer Erfahrung liefert etwa jeder zweite Kunde sie doch nicht selbst, obwohl es so vereinbart war.
  • Rechtstexte: Impressum nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz, Datenschutzerklärung, Widerrufsbelehrung sowie AGB. Die Texte kommen von Ihrer Rechtsberatung, die Einbindung von uns, 250 bis 750 EUR.
  • Datenmigration aus dem Altsystem. Preisunterschiede von 1.000 EUR zwischen zwei Angeboten erklären sich häufig allein hierüber.
  • Anbindung an Warenwirtschaft oder ERP in beide Richtungen. Existiert eine dokumentierte Schnittstelle, ist es überschaubar. Existiert keine, arbeiten wir über Datenbank-Replikat oder Dateiaustausch, und der Aufwand verdoppelt sich.
  • Produktdatenfeeds für Google Shopping, Idealo oder Meta. 250 bis 750 EUR, ohne die Sie auf der Hälfte Ihrer Werbekanäle nicht sichtbar sind.
  • Barrierefreiheit nach WCAG 2.1 Stufe AA. Im Neubau ein kleiner Aufschlag, im Nachbau ein eigenes Projekt.

Es gibt einen einfachen Test für ein Angebot. Gehen Sie diese sieben Punkte durch und fragen Sie zu jedem schriftlich nach, ob er im Preis enthalten ist. Ein Anbieter, der sauber kalkuliert hat, antwortet binnen eines Tages mit Ja, Nein oder einem Betrag. Ein Anbieter, der ausweicht oder auf „besprechen wir später“ verweist, hat diese Posten nicht gerechnet, und Sie werden sie trotzdem bezahlen, nur später und ohne Vergleichsangebot.

Wir schreiben diese Punkte deshalb als eigene Zeilen ins Angebot, auch wenn die Summe dadurch höher aussieht als die des Wettbewerbs. Das kostet uns gelegentlich einen Auftrag. Die Alternative wäre ein Nachtrag im dritten Monat, und der beschädigt eine Zusammenarbeit zuverlässiger als ein höherer Erstpreis.

Ab wann ist die E-Rechnung im Shop Pflicht?

Empfangen müssen deutsche Unternehmen strukturierte Rechnungen schon jetzt. Für das Ausstellen läuft eine Staffel: Bis zum 31.12.2026 darf jedes Unternehmen weiter Papier oder ein anderes elektronisches Format nutzen, bis zum 31.12.2027 gilt das noch für Unternehmen mit höchstens 800.000 EUR Gesamtumsatz im Vorjahr sowie für EDI-Verfahren.

Die Rechtsgrundlage steht in § 14 UStG: eine E-Rechnung ist eine Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format, das die maschinelle Verarbeitung erlaubt und der Norm nach Richtlinie 2014/55/EU entspricht. Zwischen inländischen Unternehmen braucht es dafür keine Zustimmung des Empfängers mehr. Die Übergangsfristen stehen in § 27 Absatz 38 UStG. In der Praxis heißt das XRechnung oder ZUGFeRD.

Für den Shop bedeutet das zwei Dinge. Erstens muss die Rechnungsschnittstelle beide Formate erzeugen und einlesen können, nicht nur ein PDF anhängen. Zweitens muss die Belegablage GoBD-fähig sein: unveränderbar, lückenlos nummeriert, protokolliert und exportierbar für die Betriebsprüfung. Die Technik dafür liefern wir, die Verfahrensdokumentation gehört zu Ihrer Buchhaltung. Wir kalkulieren diesen Block mit 750 bis 2.000 EUR, abhängig davon, ob eine bestehende Finanzbuchhaltung angebunden wird. Welcher Stichtag für Ihr Unternehmen gilt, ist eine Frage an Ihre Steuerberatung, nicht an uns.

Betrifft das BFSG meinen Shop?

Wahrscheinlich ja, falls Sie an Verbraucher verkaufen und mehr als neun Personen beschäftigen. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz nimmt Kleinstunternehmen aus, die Dienstleistungen anbieten oder erbringen. Als Kleinstunternehmen gilt ein Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen EUR Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme.

Die Ausnahme steht in § 3 Absatz 3 BFSG, die Definition in § 2 Nummer 17 BFSG. Ob sie auf Ihren Fall zutrifft, ist eine Rechtsfrage und gehört zu Ihrer Rechtsberatung. Wir geben dazu keine Auskunft, wir bauen die technische Seite.

Der Kostenunterschied zwischen Neubau und Nachbau ist erheblich. Wird von Anfang an nach WCAG 2.1 Stufe AA gearbeitet, kostet das etwas mehr Sorgfalt bei Kontrasten, Tastaturbedienung, Formularbeschriftungen und Fehlermeldungen. Wird ein fertiger Shop nachgerüstet, ist es ein eigenes Projekt mit eigenem Budget. Wir haben noch keinen Fall gesehen, in dem der Nachbau billiger war.

Was gehört zur SEO-Grundlage eines Shops?

Sechs Punkte, die vor dem Livegang stehen müssen: sprechende URLs statt Parameterketten, eigene Titel und Beschreibungen je Artikel, strukturierte Daten für Produkt und Angebot, korrekte Kanonisierung bei mehrfach zugeordneten Artikeln, eine Regel für Filter-URLs und Ladezeiten im grünen Bereich. Nachträglich kostet jeder dieser Punkte ein Vielfaches.

Am teuersten wird im Rückblick fast immer die URL-Struktur. Wer mit /produkt?id=12345 startet und zwei Jahre später auf /kategorie/artikelname umstellt, braucht eine vollständige Weiterleitungskarte, und ein Teil der aufgebauten Sichtbarkeit geht dabei trotzdem verloren. Für eine Ersparnis von wenigen hundert Euro im Erstprojekt ist das ein schlechter Tausch.

Der zweite Punkt, an dem Shops regelmäßig scheitern, ist die facettierte Navigation. Zehn Filter mit je drei Werten ergeben rechnerisch mehr Kombinationen, als Ihr Sortiment Artikel hat, und jede davon kann als eigene URL im Index landen. Die Lösung ist unspektakulär: festlegen, welche Filterseiten Sichtbarkeit verdienen, und den Rest über Meta-Robots-Angabe und Kanonisierung draußen halten. Diese Entscheidung gehört in die erste Projektphase, nicht in ein Audit nach dem ersten schwachen Quartal.

Strukturierte Daten nach Schema.org für Product und Offer machen Preis und Verfügbarkeit in der Trefferliste sichtbar. Der Aufwand dafür ist gering, solange die Artikeldaten sauber im System liegen, und er wird unangenehm, sobald Preise oder Lagerstände aus drei Quellen zusammengesetzt werden. Zur technischen Seite von Ladezeit und Core Web Vitals gibt es einen eigenen Artikel: Ladezeit optimieren.

Was SEO an Umsatz bringt, können wir vorab nicht seriös beziffern, und wir halten Anbieter für unglaubwürdig, die es tun. Beziffern lässt sich der Aufwand. Die technische Grundlage steckt bei uns im Entwicklungspreis, ein laufendes Programm aus Inhalten und Tests ist ein eigenes Budget. Steht beides in einem Angebot als eine Zeile, fragen Sie nach, welcher Teil gemeint ist.

Wie hoch sind die Kosten über drei Jahre?

Zwischen etwa 6.900 und 29.000 EUR für denselben Wachstums-Shop, je nach Plattform. Der Entwicklungspreis ist dabei der kleinere Teil. Was die Rechnung auseinandertreibt, sind Lizenz und Fremdanbieter-Gebühr, also genau die Posten, die im Erstgespräch selten fallen.

Posten über 36 MonateWooCommerceShopify GrowShopware RiseEigenentwicklung
Entwicklung, einmalig5.200 – 8.300 EUR5.200 – 8.300 EUR5.200 – 8.300 EURab 10.400 EUR
Lizenz oder Plattformtarifkeine2.016 – 2.664 EURab 21.600 EURkeine
Betrieb, Hosting, Wartung1.710 – 6.900 EURApps und Betreuung 600 – 2.400 EUR2.100 – 7.500 EUR2.040 – 9.900 EUR
Fremdanbieter-Gebühr bei 20.000 EUR Monatsumsatzkeine7.200 EURkeinekeine
Summe6.910 – 15.200 EUR15.016 – 20.564 EURab 28.900 EUR12.440 – 20.300 EUR
Lizenz- und Gebührenzeilen aus den Preisseiten von Shopify und Shopware, abgerufen am 14.08.2026. Entwicklungs- und Betriebszeilen sind unsere eigenen Spannen aus laufenden Projekten und Wartungsverträgen, keine externe Quelle. Die Fremdanbieter-Gebühr entfällt, wenn Sie Shopify Payments nutzen.

Eine Einschränkung zu dieser Tabelle: Sie unterstellt bei allen vier Wegen denselben Leistungsumfang. In der Praxis stimmt das selten. Ein Shopware-Projekt wird meist beauftragt, weil mehr abgebildet werden soll, und dann steigt auch die Entwicklungszeile. Umgekehrt landet ein WooCommerce-Shop häufiger am unteren Ende, weil weniger Sonderlogik im Spiel ist. Lesen Sie die Zeilen also einzeln und setzen Sie Ihre eigenen Werte ein, statt die Summe als Urteil über eine Plattform zu nehmen.

Zwei Lesarten. Kurzfristig ist WooCommerce die sparsamste Variante, und für die meisten Händler mit weniger als 500 Artikeln bleibt sie es auch. Langfristig kippt die Rechnung zugunsten der Eigenentwicklung, weil dort weder Lizenz noch Umsatzbeteiligung mitwächst. Der Punkt, an dem der Wechsel sich rechnet, liegt nach unserer Erfahrung dort, wo die jährlichen Plattform- und Gebührenkosten die Wartungskosten eines eigenen Systems überschreiten. Wo genau das ist, hängt an Ihrem Umsatz und lässt sich nicht pauschal sagen.

Warum liegen Angebote für denselben Shop so weit auseinander?

Zwei Gründe, und beide sind rechenbar. Der erste ist der Stundensatz: zwischen 40 und 150 EUR pro Stunde, je nach Standort des Teams. Der zweite ist der Leistungsumfang, denn ein Angebot ohne Rechtstexte, ohne Datenmigration und ohne Buchhaltungsanbindung wirkt günstiger und ist es am Ende nicht.

MarktSatz pro StundeQuelle
DACH-Freelancer, Median über alle IT-Bereiche95 EURFreelancer-Kompass 2026, freelancermap.at
DACH-Freelancer, Software und Webentwicklung90 EURFreelancer-Kompass 2026, freelancermap.at
Deutschland, onshore allgemein80 – 150 EURsoftware-entwickeln-lassen.com
Nearshore in der EU40 – 80 EURsoftware-entwickeln-lassen.com
Der Freelancer-Kompass ist eine Panelbefragung unter Freelancern, keine Agenturstatistik. Die Onshore- und Nearshore-Spannen stammen von einem Branchenportal, also aus zweiter Hand. Belastbare, unabhängige DACH-Agenturstatistiken für 2026 haben wir nicht gefunden.

Wir arbeiten aus Budapest, also im Nearshore-Bereich: gleiche Zeitzone, EU-Recht, dieselbe DSGVO-Grundlage, zwei Flugstunden nach Frankfurt. Das ist der Grund, warum unsere Spannen unter denen einer deutschen Agentur liegen, und der Unterschied ist Standort, nicht Seniorität. Vertraglich lässt sich beides sauber lösen: Werkvertrag für ein definiertes Ergebnis, Dienstvertrag für laufende Kapazität, AVV für die Auftragsverarbeitung, Quellcode-Übergabe am Ende. Wenn ein Anbieter Ihnen keinen AVV vorlegt, ist das ein Warnsignal.

Welche Fehler kosten am meisten Geld?

Aus den Projekten, die als Rettung zu uns kommen, wiederholen sich fünf Muster. Alle fünf sind vermeidbar, und alle fünf kosten mehr als der Aufpreis, den die richtige Entscheidung gekostet hätte.

  1. Das billigste Paket nehmen. Ein Shop für 500 EUR ist eine Theme-Installation ohne Anpassung, ohne SEO-Grundlage und ohne Zahlungsanbindung. Der Neuaufbau danach kostet den vollen Preis.
  2. Den Zahlartenmix nicht rechnen. Siehe Rechenbeispiel oben: 3.416 EUR Unterschied im Jahr, allein durch die Wahl des Anbieters.
  3. Die Produktdaten unterschätzen. Wir haben Projekte gesehen, in denen die Datenpflege länger dauerte als die gesamte Entwicklung.
  4. Den Checkout nicht mit echten Karten testen. Jede Zahlart, jede Versandoption, jeder Rabattfall. Eine fehlgeschlagene Zahlung in der ersten Woche kostet Vertrauen, das Sie nicht zurückkaufen können.
  5. Version eins zu groß planen. Fünfzehn Filter und ein Konfigurator vor dem ersten Umsatz binden Monate. In derselben Zeit hätte eine schlankere Version bereits Daten geliefert.

Zum Anteil der Mobilkäufe im deutschen Handel finden wir keine Zahl, die wir sauber belegen können, deshalb nennen wir keine. Schauen Sie in Ihre eigene Analytics, dort steht die Antwort für Ihren Shop ohnehin genauer.

Was kosten einzelne Zusatzfunktionen?

Zwischen 500 und 10.000 EUR je Funktion, und die Spanne innerhalb einer Zeile ist meist größer als der Abstand zwischen zwei Zeilen. Das liegt daran, dass fast jede dieser Funktionen eine schlanke und eine gründliche Ausbaustufe hat. Die folgenden Beträge sind unsere eigenen Schätzspannen, kein Marktdurchschnitt.

FunktionAufwandWas die Spanne treibt
Zusätzliche Sprache750 – 2.000 EURÜbersetzung der Artikeldaten, getrennte URLs, hreflang
Produktkonfigurator1.250 – 5.000 EURZahl der Regeln und Abhängigkeiten zwischen Optionen
Abo- und Wiederholungsbestellung750 – 2.500 EURZahlungsanbieter mit echter Mandatsverwaltung
B2B-Funktionen1.250 – 3.750 EURKundengruppen, Staffelpreise, Kreditlimits, Freigaben
Marktplatz mit mehreren Verkäufern2.500 – 10.000 EURAuszahlungslogik, Provisionen, Verkäuferportal
ERP-Anbindung1.250 – 5.000 EURob eine dokumentierte Schnittstelle existiert
KI-gestützte Produktempfehlungen2.000 – 7.500 EURDatenlage im Shop, Qualität der Kategorien
Chatbot im Shop500 – 2.000 EURreine Standardantworten oder Anbindung an Bestelldaten
Eigene Schätzspannen aus abgeschlossenen Projekten, netto, ohne externe Quelle. Der Aufwand hängt stärker an Ihren Daten als an der Plattform.

Eine Beobachtung dazu, die sich in fast jedem Projekt bestätigt: KI-Funktionen im Shop kosten nachträglich das Zwei- bis Dreifache. Der Grund ist banal. Empfehlungen und semantische Suche brauchen saubere Kategorien, gepflegte Attribute und eine Historie. Wer das im Nachhinein herstellt, bezahlt die Datenarbeit doppelt. Wenn KI im Plan steht, gehört sie in die Datenmodellierung der ersten Version, auch wenn sie erst ein Jahr später eingeschaltet wird.

Wie läuft ein Shop-Projekt ab?

In fünf Phasen, zusammen 8 bis 24 Wochen für einen Wachstums-Shop. Die Entwicklung ist dabei selten der Engpass. In unseren Projekten verschiebt sich der Termin fast immer in Phase vier, also dort, wo Artikeldaten und Texte gebraucht werden.

  1. Umfang klären, 1 bis 2 Wochen. Sortiment, Zielmärkte, Zahlarten, Versanddienstleister, anzubindende Systeme. Am Ende steht eine Liste mit Aufwänden je Punkt, damit später niemand über den Umfang streitet.
  2. UX und Oberfläche, 2 bis 4 Wochen. Kaufstrecke, Kategorieaufbau, Filterlogik, Checkout als Prototyp. Der Checkout ist die teuerste Stelle für Fehler, deshalb wird er zuerst durchgespielt.
  3. Umsetzung, 3 bis 12 Wochen. Frontend, Backend, Anbindungen. Die Spanne erklärt sich fast vollständig über die Zahl der Schnittstellen und nicht über die Zahl der Seiten.
  4. Daten und Texte, 1 bis 4 Wochen. Artikel, Bilder, Kategorietexte, Rechtstexte. Diese Phase liegt meist bei Ihnen, und sie ist der häufigste Grund für Verzug. Beginnen Sie damit parallel zu Phase zwei.
  5. Test und Livegang, 1 bis 2 Wochen. Funktionstest, Zahlungstest mit echten Karten, Lasttest, Test auf Geräten, technische SEO-Kontrolle. Danach zwei Wochen erhöhte Aufmerksamkeit, weil die ersten echten Bestellungen Muster zeigen, die kein Test erzeugt.

Was wir uns angewöhnt haben: die Datenmigration nicht ans Ende legen, sondern als Trockenlauf schon in Phase drei. Ein Import, der erst in der Woche vor dem Livegang das erste Mal läuft, findet seine Probleme garantiert zum ungünstigsten Zeitpunkt.

Wofür entscheiden Sie sich?

3.100 EUR

Einstieg für einen Starter-Shop mit 30 bis 80 Artikeln

Unsere Preisliste, umgerechnet mit 385 HUF/EUR

92,3 Mrd.

EUR netto Umsatz im deutschen Onlinehandel 2025, plus 3,9 Prozent

HDE Online-Monitor 2026

7.200 EUR

Fremdanbieter-Gebühr bei Shopify Grow über 36 Monate, bei 20.000 EUR Monatsumsatz

Berechnet aus shopify.com/de/preise

Wenn Sie Ihre Zahlen gegen diese Spannen halten wollen, schicken Sie uns Sortimentsgröße, Zielmärkte und die Systeme, die angebunden werden sollen. Innerhalb von 24 Stunden bekommen Sie eine Preisspanne, eine geschätzte Dauer und die Annahmen dahinter: Angebot anfordern. Wer zusätzlich wissen will, wie ein Shop in KI-Suchsystemen sichtbar wird, findet den Einstieg im Artikel GEO und KI-Suchmaschinenoptimierung.

Häufige Fragen

Was kostet ein Onlineshop 2026?

Die Entwicklung liegt zwischen 3.100 und 26.000 EUR. Starter-Shop mit 30 bis 80 Artikeln: 3.100 bis 5.200 EUR in 3 bis 5 Wochen. Wachstums-Shop im B2C mit bis zu 500 Artikeln: 5.200 bis 8.300 EUR in 5 bis 8 Wochen. B2B oder Headless Commerce: ab 10.400 EUR in 2 bis 7 Monaten. Plattformgebühren und Entgelte der Zahlungsanbieter laufen getrennt. Grundlage sind unsere Projektpreise in HUF, umgerechnet mit 385 HUF/EUR (Stand 14.08.2026), Richtwert.

Welche Plattform ist über drei Jahre am teuersten?

Nach den veröffentlichten Listenpreisen ist Shopware Rise mit ab 600 EUR pro Monat der größte Lizenzblock, also ab 21.600 EUR in 36 Monaten (shopware.com/de/preise). Shopify Grow kostet 56 EUR pro Monat im Jahrestarif oder 74 EUR im Monatstarif (shopify.com/de/preise). WooCommerce und eine Eigenentwicklung haben keine Lizenzgebühr, dafür tragen Sie Hosting und Wartung selbst. Bei Shopify kommt die Fremdanbieter-Gebühr dazu: 1 Prozent im Grow-Tarif, wenn Sie nicht Shopify Payments nutzen.

Was kosten Zahlarten im deutschen Onlinehandel?

Stripe nennt für EWR-Standardkarten 1,5 Prozent plus 0,25 EUR, für Premiumkarten 2,8 Prozent plus 0,25 EUR und für Karten außerhalb des EWR 3,15 Prozent plus 0,25 EUR (stripe.com/de/pricing). PayPal liegt bei kommerziellen Transaktionen bei 2,99 Prozent plus 0,39 EUR (paypal.com). Mollie berechnet für EWR-Verbraucherkarten 1,80 Prozent plus 0,25 EUR und für SEPA-Lastschrift 0,35 EUR (mollie.com/de/pricing). Klarna liegt bei Stripe wie bei Mollie bei 2,99 Prozent plus 0,35 EUR.

Ab wann ist die E-Rechnung im B2B Pflicht?

Empfangen müssen deutsche Unternehmen strukturierte Rechnungen bereits. Für das Ausstellen gilt eine Staffel nach § 27 Absatz 38 UStG: bis 31.12.2026 darf jedes Unternehmen weiter Papier oder ein anderes elektronisches Format verwenden, bis 31.12.2027 gilt das noch für Unternehmen mit höchstens 800.000 EUR Gesamtumsatz im Vorjahr sowie für EDI-Verfahren. § 14 UStG verlangt ein strukturiertes Format nach der Norm der Richtlinie 2014/55/EU, in der Praxis XRechnung oder ZUGFeRD. Welcher Stichtag für Sie gilt, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.

Betrifft das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz meinen Shop?

Das BFSG betrifft den Onlinehandel mit Verbrauchern. § 3 Absatz 3 BFSG nimmt Kleinstunternehmen aus, die Dienstleistungen anbieten oder erbringen. Als Kleinstunternehmen gilt nach § 2 Nummer 17 BFSG ein Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen EUR Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme. Ob die Ausnahme auf Sie zutrifft, prüfen Sie mit Ihrer Rechtsberatung. Technisch bauen wir nach WCAG 2.1 Stufe AA, im Neubau kostet das wenig, im Nachbau deutlich mehr.

Wie lange dauert ein Shop-Projekt?

Starter-Shop 3 bis 5 Wochen, Wachstums-Shop 5 bis 8 Wochen, B2B oder Headless 2 bis 7 Monate. Diese Zeiten setzen voraus, dass Artikeldaten, Bilder sowie Rechtstexte vorliegen. Verzögerungen entstehen in unseren Projekten fast nie an der Entwicklung, sondern an den Produktdaten. Rechnen Sie zusätzlich mit 1 bis 4 Wochen für die Datenpflege und 1 bis 2 Wochen für Tests vor dem Livegang.

Warum liegen Angebote für denselben Shop so weit auseinander?

Zum größten Teil am Stundensatz und am Umfang. Der Freelancer-Kompass 2026 nennt für den DACH-Raum einen Median von 95 EUR pro Stunde, für Software und Webentwicklung 90 EUR. Deutsche Agenturen werden mit 80 bis 150 EUR pro Stunde onshore beziffert, Nearshore-Anbieter mit 40 bis 80 EUR. Der zweite Faktor ist der Leistungsumfang: ein Angebot ohne Rechtstexte, ohne Datenmigration und ohne Buchhaltungsanbindung wirkt billiger und ist es nicht.

Was kostet der Betrieb nach dem Livegang?

Aus unseren laufenden Wartungsverträgen: WooCommerce 570 bis 2.300 EUR pro Jahr, Eigenentwicklung 680 bis 3.300 EUR pro Jahr. Bei Shopify liegt der Betrag je nach Tarif und Apps zwischen rund 280 und 5.100 EUR pro Jahr, bei Shopware kommt die Lizenz ab 7.200 EUR pro Jahr obendrauf. Enthalten sind Updates, Sicherungen, Monitoring der Zahlungs- und Versandschnittstellen sowie ein monatliches Stundenkontingent. Nicht enthalten sind Werbebudgets und die Entgelte der Zahlungsanbieter.

Quellen für die Zahlen in diesem Artikel: shopify.com/de/preise, shopware.com/de/preise, stripe.com/de/pricing, paypal.com Entgelte, mollie.com/de/pricing, HDE Online-Monitor 2026, § 14 UStG, § 27 UStG, § 2 BFSG, § 3 BFSG, Freelancer-Kompass 2026, software-entwickeln-lassen.com. Alle Anbieterpreise abgerufen am 14.08.2026. Preisseiten ändern sich, prüfen Sie die Beträge vor einer Entscheidung erneut.

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