Shopify oder WooCommerce: was passt wann?
Shopify passt, wenn Sie in Woche eins verkaufen wollen und niemanden für Technik im Haus haben. WooCommerce passt, wenn Sie über fünf Jahre rechnen, Daten und Quellcode selbst halten und einen Entwicklungspartner haben. Entschieden wird die Frage selten technisch, sondern über Transaktionsgebühren und darüber, wer den laufenden Betrieb übernimmt.
Die meisten Vergleiche stellen Abo gegen Lizenz. Das ist der kleinste Posten. Über fünf Jahre entscheidet die Gebühr auf Zahlungen außerhalb von Shopify Payments. Wir rechnen das unten mit der deutschen Preisliste von Shopify durch und mit Zahlen aus unserer Onlineshop-Entwicklung. Jede Zahl in diesem Artikel ist entweder verlinkt oder als eigene Annahme gekennzeichnet.
Wie unterscheiden sich die beiden Plattformen 2026?
Shopify ist ein Mietsystem: Hosting, Updates und Sicherheit stecken im Abo, dafür sind URL-Struktur, Checkout und Datenmodell vorgegeben. WooCommerce ist ein Plugin für WordPress. Sie erhalten den Quellcode und jede Freiheit, übernehmen aber Hosting, Updates und Wartung selbst oder über eine Agentur.
| Kriterium | Shopify | WooCommerce |
|---|---|---|
| Modell | SaaS mit Monatsabo | Open-Source-Plugin für WordPress |
| Betrieb | vollständig bei Shopify | bei Ihnen oder Ihrer Agentur |
| Einstiegspreis | 19 EUR/Monat (Basic, jährlich), 27 EUR monatlich | keine Lizenzkosten, nur Hosting und Domain |
| Gebühr bei externem Zahlungsanbieter | 2 % Basic, 1 % Grow, 0,6 % Advanced, 0,2 % Plus | kein Umsatzanteil |
| Zahlungsarten | Shopify Payments oder Apps | Plugins der Anbieter, meist kostenfrei |
| Rechnungsstellung und E-Rechnung | App oder Middleware, monatlich | Plugin oder Anbindung an Ihre Buchhaltung |
| Anpassbarkeit | Liquid-Templates, Checkout nur eingeschränkt | offen über PHP und die WooCommerce-REST-API |
| SEO-Kontrolle | feste Routen mit /products/ und /collections/ | volle Kontrolle über URLs und Markup |
| Kassensystem | POS Pro 79 EUR/Monat je Standort | Plugin oder externe Kassenlösung |
| Zeit bis zum Livegang | 1 bis 3 Tage Standard, 2 bis 4 Wochen individuell | 3 bis 8 Wochen |
| Wartungsaufwand | im Abo enthalten | 2 bis 6 Stunden im Monat |
Zwei Zeilen davon lohnen einen zweiten Blick. Die Checkout-Grenze ist keine Geschmacksfrage: Nach der Shopify-Dokumentation zur Checkout-Anpassung erlaubt jeder Tarif ab Basic das Bearbeiten von Logo, Farben und Schriften sowie Apps auf der Danke- und der Bestellstatusseite. Apps, die in die Seiten für Angaben, Versand und Zahlung eingreifen, sowie die Checkout Branding API bleiben Shopify Plus vorbehalten. Wer den Bestellabschluss fachlich verändern muss, etwa für Kundenkontingente oder eine Freigabelogik im B2B, landet damit im Plus-Tarif.
Die zweite Zeile betrifft die URLs. Die Routenliste der Shopify-Themes gibt Pfade wie /collections, /collections/all, /cart und /search fest vor, und die Dokumentation empfiehlt ausdrücklich, sie nicht fest zu verdrahten, weil Shopify das Format ändern kann. Bei WooCommerce bestimmen Sie die Permalinks selbst, und die WooCommerce-REST-API gibt Produkte, Bestellungen, Kunden und Gutscheine über schlüsselbasierte Authentifizierung lesend und schreibend heraus. Das ist der Grund, warum ERP-Anbindungen dort in der Regel schneller fertig sind.
Wie verbreitet sind die beiden Systeme?
Diese Frage bekommen wir in fast jedem Erstgespräch, und die ehrliche Antwort ist unbefriedigend. Vergleichbare Zahlen gibt es nicht. Im WordPress-Plugin-Verzeichnis weist WooCommerce über 7 Millionen aktive Installationen aus, zuletzt aktualisiert am 10.08.2026 in Version 11.0.1. Shopify veröffentlicht keine Händlerzahl. Auf der eigenen Unternehmensseite stehen über 1 Billion US-Dollar kumulierter Umsatz, mehr als 675 Millionen Käuferinnen und Käufer im Jahr 2023 und rund 10 % des US-Onlinehandels.
Eine aktive Plugin-Installation und ein zahlender Händler sind nicht dasselbe, und für Deutschland haben wir keine frei zugängliche Aufteilung der Plattformanteile gefunden, die wir guten Gewissens zitieren würden. Wir lassen die Zahl deshalb weg, statt eine zu erfinden. Belegbar ist die Größe des Kanals: Der HDE Online-Monitor 2026 beziffert den deutschen Onlinehandel auf 92,3 Mrd. EUR, ein Plus von 3,9 % gegenüber dem Vorjahr und 13,5 % des gesamten Einzelhandels.
Für Ihre Entscheidung heißt das: Beide Ökosysteme sind groß genug, dass Sie Entwickler, Erweiterungen und Zahlungsanbieter finden. Der Marktanteil ist kein Auswahlkriterium. Die Kostenstruktur schon.
Was kostet beides über fünf Jahre wirklich?
Bei einem Shop mit 500 Bestellungen im Monat und 80 EUR Warenkorb liegen über fünf Jahre rund 16.000 bis 20.000 EUR zwischen den Plattformen, zugunsten von WooCommerce. Der Abstand entsteht fast vollständig aus einer einzigen Position: der Shopify-Gebühr auf Zahlungen über externe Anbieter.
Unsere Annahmen: 40.000 EUR Monatsumsatz, also 2,4 Mio. EUR in fünf Jahren. Die Gebühren des Zahlungsanbieters selbst lassen wir außen vor, weil sie auf beiden Plattformen anfallen und den Vergleich verzerren würden. Für das Hosting setzen wir 40 EUR im Monat an; die Preisseite von WooCommerce nennt für WordPress-Hosting eine Spanne von 25 bis 350 US-Dollar im Monat und beziffert die Plattformgebühr auf 0. Forintbeträge sind zum Kurs 385 HUF/EUR umgerechnet und als Richtwert zu verstehen.
| Posten über 5 Jahre | Shopify (Grow) | WooCommerce |
|---|---|---|
| Abo bzw. Lizenz | 3.360 EUR | 0 EUR |
| Einrichtung bzw. Entwicklung | 3.000 EUR (Theme und Setup) | 5.200 bis 8.300 EUR |
| Apps bzw. kostenpflichtige Plugins | 6.000 EUR | 0 bis 1.500 EUR |
| Hosting | im Abo enthalten | 2.400 EUR |
| Wartung (3 Std./Monat, Nearshore) | entfällt | 8.100 EUR |
| Plattformgebühr 1 % auf 2,4 Mio. EUR | 24.000 EUR | 0 EUR |
| Summe | 36.360 EUR | 15.700 bis 20.300 EUR |
Die Zeile mit den Plugins wird gern unterschätzt, gerade in Deutschland. WooCommerce nennt für Erweiterungen aus dem eigenen Marktplatz 29 bis 299 US-Dollar im Jahr je Erweiterung. Dazu kommt fast immer eine Rechtskonformitäts-Erweiterung: WooCommerce Germanized gibt es kostenlos, die Pro-Variante kostet 85 EUR im Jahr, die Business-Variante 119 EUR. Über fünf Jahre sind das bis zu 595 EUR allein für Lieferzeiten, Preisangaben und Widerrufstexte. Solche Posten gehören in die Rechnung, bevor Sie sich für eine Plattform entscheiden.
Der zweite empfindliche Posten ist die Wartung. Wir rechnen oben mit 45 EUR pro Stunde, dem unteren Nearshore-Band. Der Median für IT-Freelancer im DACH-Raum liegt laut Freelancer-Kompass 2026 bei 95 EUR, im Bereich Software- und Webentwicklung bei 90 EUR. Zu diesem Satz kostet dieselbe Wartung über fünf Jahre etwa 17.100 EUR, und der Kostenvorteil von WooCommerce schmilzt auf wenige tausend Euro. Wer den Betrieb nicht klärt, rechnet sich die Plattform schön.
Dass dieser Aufwand real ist, lässt sich belegen. Der Patchstack-Bericht zur WordPress-Sicherheit (veröffentlicht am 25.02.2026) zählt für das Jahr 2025 insgesamt 11.334 neue Schwachstellen im WordPress-Ökosystem, 42 % mehr als 2024. 91 % davon stecken in Plugins, 9 % in Themes, im Kern selbst waren es sechs, alle mit niedriger Priorität. 1.966 Schwachstellen stuft der Bericht als hoch ein, also als geeignet für automatisierte Massenangriffe. Das ist kein Argument gegen WordPress, sondern die Begründung für die Wartungszeile: Die Angriffsfläche liegt bei den Erweiterungen, und die verwalten Sie selbst.
1 %
Shopify-Zusatzgebühr im Grow-Tarif bei externem Zahlungsanbieter
shopify.com/de/preise, 14.08.2026
24.000 EUR
was diese Gebühr in fünf Jahren bei 2,4 Mio. EUR Umsatz kostet
eigene Modellrechnung
95 EUR
Median-Stundensatz für IT-Freelancer im DACH-Raum
Freelancer-Kompass 2026
11.334
neue Schwachstellen im WordPress-Ökosystem im Jahr 2025, 91 % davon in Plugins
Patchstack, 25.02.2026
7 Mio.+
aktive Installationen des WooCommerce-Plugins
wordpress.org, 14.08.2026
92,3 Mrd. EUR
Umsatz im deutschen Onlinehandel, 13,5 % des Einzelhandels
HDE Online-Monitor 2026
Eine vollständige Aufstellung aller Shopvarianten mit Preisen finden Sie in unserem Beitrag zu den Kosten eines Onlineshops, die aktuellen Projektsätze stehen unter Onlineshop-Preise.
Was bedeutet die E-Rechnungspflicht für die Plattformwahl?
Für inländische Umsätze zwischen deutschen Unternehmen muss die Rechnung als strukturierte E-Rechnung ausgestellt werden, so § 14 Abs. 2 UStG. Papier bleibt übergangsweise bis Ende 2026 zulässig, andere elektronische Formate wie PDF nur mit Zustimmung des Empfängers; bei höchstens 800.000 EUR Vorjahresumsatz läuft die Frist bis Ende 2027 (§ 27 Abs. 38 UStG). Reine B2C-Shops trifft das nicht.
Das Zielformat ist keine Erfindung der Softwareanbieter. XRechnung wird von der Koordinierungsstelle für IT-Standards im Auftrag des IT-Planungsrats betrieben und setzt als nationale Ausprägung auf der europäischen Norm EN 16931 auf, die wiederum aus der Richtlinie 2014/55/EU stammt. Wer eine Anbindung beauftragt, sollte diese Kette im Angebot wiederfinden, sonst kauft er ein PDF mit XML-Anhang.
Für die Plattformwahl folgt daraus eine klare Konsequenz: keine der beiden kann das ab Werk. Bei WooCommerce hängen Sie ein Plugin oder eine API-Anbindung an Ihre Buchhaltung, bei Shopify eine App oder Middleware mit monatlichem Preis. Wir haben solche Anbindungen mehrfach gebaut, unter anderem gegen die ungarische Echtzeit-Meldepflicht an die Finanzverwaltung. Der Aufwand steckt selten in der Formaterzeugung, sondern in der Fehlerbehandlung: was passiert, wenn eine Rechnung abgelehnt wird und niemand es merkt.
Die zweite Pflicht, an die kaum jemand denkt
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Nach § 1 BFSG fallen Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr an Verbraucher darunter, also der klassische B2C-Onlineshop. Das Gesetz setzt die EU-Richtlinie 2019/882 um und betrifft Leistungen, die nach diesem Stichtag erbracht werden. Keine der beiden Plattformen liefert das automatisch mit: Bei Shopify hängt es am Theme und an den Apps, bei WooCommerce am Theme und an den Plugins. Prüfen Sie den Stand, bevor Sie ein Design kaufen, nicht danach.
Wo liegen die Shopdaten, und wer ist Auftragsverarbeiter?
Bei WooCommerce wählen Sie den Hoster und schließen den Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO mit einem Anbieter Ihrer Wahl, auch mit einem deutschen. Bei Shopify akzeptieren Sie die Bedingungen und die Unterauftragsverarbeiter des Anbieters. Rechtlich funktioniert beides. Der Unterschied liegt darin, wie viel Sie selbst bestimmen.
Shopify legt das offen, und das lässt sich nachlesen. Im Data Processing Addendum (Stand 07.07.2026) tritt Shopify für die Standarddienste als Auftragsverarbeiter auf, für die sogenannten Enhanced Services dagegen als eigener Verantwortlicher. Der Einsatz von Unterauftragsverarbeitern ist vorgesehen, es gibt eine veröffentlichte Liste, und gegen neue Einträge können Sie widersprechen und den betroffenen Dienst innerhalb von 30 Tagen kündigen. Für Übermittlungen aus dem EWR stützt sich Shopify auf verbindliche interne Datenschutzvorschriften, Standardvertragsklauseln und den Angemessenheitsbeschluss für Kanada. Das ist sauber dokumentiert. Es ist nur nicht verhandelbar.
In Ausschreibungen wird danach inzwischen gefragt. Laut Bitkom Cloud Report 2026 (603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, repräsentativ, veröffentlicht am 17.06.2026) halten 98 % die Herkunft ihres Cloud-Anbieters für relevant, 68 % würden einen EU-Anbieter bevorzugen, während heute 71 % einen US-Anbieter nutzen. Das ist kein Argument gegen Shopify, aber eines dafür, die Antwort vorher zu kennen.
Welche Plattform passt zu welchem Fall?
Sechs Situationen, in denen die Entscheidung eindeutig ausfällt. Trifft mehr als eine auf Sie zu, gewichten Sie die mit dem größten Umsatzanteil.
| Situation | Empfehlung | Grund |
|---|---|---|
| Sie testen den Markt und brauchen schnell Umsatz | Shopify | in Tagen verkaufsbereit, keine Betriebsverantwortung |
| Alle Zahlungen laufen über Shopify Payments | Shopify | die Zusatzgebühr entfällt, der Kostenabstand verschwindet |
| Geschäftskunden mit eigenen Preisen und Kontingenten | WooCommerce | freieres Datenmodell, REST-API für ERP und Buchhaltung |
| Organische Suche ist Ihr Hauptkanal | WooCommerce | volle Kontrolle über URLs, Markup und Ladezeit |
| Ein externer Zahlungsanbieter ist gesetzt | WooCommerce | keine Plattformgebühr auf den Umsatz |
| Filialen mit Kassensystem | Shopify | POS Pro für 79 EUR im Monat je Standort, Hardware verfügbar |
Wann lohnt sich Headless Commerce?
Dann, wenn das Frontend selbst ein Produkt ist: hohe Ansprüche an Ladezeit und Gestaltung, mehrere Ausspielkanäle oder ein Shop, der in eine bestehende Anwendung eingebettet wird. Das Frontend läuft auf Astro oder Next.js, der Shop liefert nur noch Daten über die API.
Der Preis dafür ist Komplexität: zwei Systeme, zwei Deployments, ein eigener Checkout-Pfad. Bei uns beginnt diese Variante bei 4.000.000 Ft, zum Kurs 385 HUF/EUR also etwa 10.400 EUR als Richtwert. Für die meisten Shops unter 1.000 Artikeln ist das zu früh. Wenn Sie ohnehin an der Conversion arbeiten wollen, bringt der Leitfaden zur Conversion-Optimierung mehr als ein Plattformwechsel.
Was heißt das für Ihre Entscheidung?
Die ehrliche Antwort ist unbequem: ohne Ihre Zahlen ist die Frage nicht zu beantworten. Umsatz, Zahlungsarten und die Zuständigkeit für den Betrieb verschieben das Ergebnis um zehntausende Euro. Wer Ihnen ohne diese Angaben eine Plattform empfiehlt, verkauft Ihnen, was er ohnehin baut.
Was kostet Shopify in Deutschland pro Monat?
Bei jährlicher Zahlung 19 EUR für Basic, 56 EUR für Grow und 289 EUR für Advanced. Monatlich abgerechnet sind es 27, 74 und 384 EUR, Shopify Plus beginnt bei 2.100 EUR im Monat mit dreijähriger Laufzeit. Ein Kassenplatz mit POS Pro kostet 79 EUR im Monat je Standort. Dazu kommen Apps, bei einem mittelgroßen Shop nach unserer Projekterfahrung meist 50 bis 150 EUR im Monat. Preisstand: 14.08.2026, shopify.com/de/preise.
Wann fällt bei Shopify die zusätzliche Transaktionsgebühr an?
Sobald eine Bestellung über einen anderen Zahlungsanbieter als Shopify Payments abgewickelt wird. Sie beträgt laut Preisliste 2 % im Basic-Tarif, 1 % bei Grow, 0,6 % bei Advanced und 0,2 % bei Plus. Diese Gebühr kommt zu den Gebühren Ihres Zahlungsanbieters hinzu, sie ersetzt sie nicht. WooCommerce erhebt nach eigener Preisseite keinen Umsatzanteil.
Ist WooCommerce wirklich günstiger als Shopify?
Nur unter einer Bedingung: Sie zahlen die Shopify-Zusatzgebühr, weil Ihre Zahlungen über einen externen Anbieter laufen. Dann liegen bei 2,4 Mio. EUR Umsatz in fünf Jahren rund 16.000 bis 20.000 EUR zwischen den Plattformen. Läuft alles über Shopify Payments, dreht sich das Ergebnis, und Shopify kommt günstiger heraus. Die Rechnung steht mit allen Annahmen im Artikel.
Welche Plattform ist in Deutschland verbreiteter?
Belastbar beantworten lässt sich das nicht. WooCommerce weist im WordPress-Plugin-Verzeichnis über 7 Millionen aktive Installationen aus, Shopify veröffentlicht keine vergleichbare Händlerzahl, sondern nur kumulierte Umsatz- und Käuferzahlen. Eine frei zugängliche, methodisch saubere Aufteilung der Plattformanteile für Deutschland haben wir nicht gefunden. Für die Entscheidung ist die Zahl ohnehin zweitrangig, beide Ökosysteme sind groß genug.
Welche Plattform erfüllt die E-Rechnungspflicht besser?
Beide brauchen dafür eine Anbindung, keine der beiden kann es ab Werk. Bei WooCommerce hängen Sie ein Plugin oder eine API-Anbindung an Ihre vorhandene Buchhaltung, bei Shopify eine App oder Middleware mit monatlichem Preis. Der Unterschied ist der laufende Preis und die Frage, wer im Fehlerfall zuständig ist. Maßgeblich ist § 14 Abs. 2 UStG, das Zielformat XRechnung beruht auf der europäischen Norm EN 16931.
Wie viel Wartung braucht ein WooCommerce-Shop im Monat?
Rechnen Sie mit zwei bis sechs Stunden für WordPress-Updates, Plugin-Konflikte und Sicherheitspatches. Der Aufwand hat einen messbaren Hintergrund: Patchstack zählte für 2025 insgesamt 11.334 neue Schwachstellen im WordPress-Ökosystem, 91 % davon in Plugins. Zum DACH-Median von 95 EUR pro Stunde kostet die Wartung über fünf Jahre rund 17.000 EUR und frisst den Kostenvorteil auf. Mit einem Nearshore-Partner in der EU liegt derselbe Aufwand bei etwa 8.000 EUR.
Kann man einen Shopify-Shop nach WooCommerce migrieren?
Produktdaten und Kundenstamm lassen sich über CSV oder API übernehmen, das ist der einfache Teil. Apps müssen durch Plugins ersetzt, das Theme neu gebaut und jede Integration erneut angebunden werden. Planen Sie für einen mittelgroßen Shop vier bis acht Wochen und richten Sie Weiterleitungen für alle alten URLs ein, weil Shopify feste Pfade wie /products/ und /collections/ verwendet, die WooCommerce nicht spiegelt.
Wann lohnt sich Headless Commerce?
Wenn das Frontend ein eigenes Produkt ist: hohe Ansprüche an Ladezeit und Gestaltung, mehrere Ausspielkanäle oder ein Shop, der in eine bestehende Anwendung eingebettet wird. Der Shop liefert dann nur noch Daten über die API. Bei uns beginnt diese Variante bei 4.000.000 Ft, zum Kurs 385 HUF/EUR also etwa 10.400 EUR als Richtwert.
Was empfiehlt AppForge im Regelfall?
Für Shops mit Geschäftskunden, eigener Preislogik oder ERP-Anbindung WooCommerce. Für einen schnellen Marktstart ohne Technikverantwortung Shopify. Wir bauen beides und rechnen im Erstgespräch Ihre konkreten Zahlen durch, statt eine Plattform pauschal zu empfehlen.
Wir bauen beide Plattformen und haben kein Interesse daran, Ihnen die teurere zu empfehlen. Schicken Sie uns Umsatz, Bestellzahl und Zahlungsarten über die Angebotsanfrage, dann rechnen wir Ihren Fall in einem 30-minütigen Gespräch durch. Falls Sie noch überlegen, ob WordPress die richtige Basis ist, hilft der Vergleich Individualentwicklung oder WordPress.
Quellen
Anbieterpreise ändern sich. Prüfen Sie die Beträge vor einer Entscheidung auf den verlinkten Seiten erneut.
- Shopify, Preise für Deutschland (Tarife Basic, Grow, Advanced, Plus und Zusatzgebühr bei externem Zahlungsanbieter; abgerufen 14.08.2026)
- Shopify, POS-Preise (POS Pro 79 EUR im Monat je Standort, Plus ab 2.100 EUR im Monat bei dreijähriger Laufzeit; abgerufen 14.08.2026)
- Shopify Help Center, Checkout-Anpassung nach Tarif (abgerufen 14.08.2026)
- Shopify.dev, Liquid-Objekt routes (feste Storefront-Pfade; abgerufen 14.08.2026)
- Shopify, Data Processing Addendum (Stand 07.07.2026, abgerufen 14.08.2026)
- Shopify, Liste der Unterauftragsverarbeiter (abgerufen 14.08.2026)
- Shopify, Unternehmensseite (kumulierter Umsatz, Käuferzahl 2023, Anteil am US-Onlinehandel; abgerufen 14.08.2026)
- WordPress-Plugin-Verzeichnis, WooCommerce (über 7 Mio. aktive Installationen, Version 11.0.1 vom 10.08.2026; abgerufen 14.08.2026)
- WooCommerce, Preisübersicht (Plattformgebühr 0, Hosting 25 bis 350 US-Dollar im Monat, Erweiterungen 29 bis 299 US-Dollar im Jahr; abgerufen 14.08.2026)
- WooCommerce REST API Documentation (abgerufen 14.08.2026)
- Vendidero, WooCommerce Germanized (Pro 85 EUR im Jahr, Business 119 EUR im Jahr; abgerufen 14.08.2026)
- Patchstack, State of WordPress Security (11.334 neue Schwachstellen im Jahr 2025, 91 % in Plugins; veröffentlicht 25.02.2026)
- Freelancer-Kompass 2026, Stundensätze IT-Freelancer (Median 95 EUR; abgerufen 14.08.2026)
- HDE Online-Monitor 2026 (92,3 Mrd. EUR Onlineumsatz, 13,5 % Anteil am Einzelhandel; abgerufen 14.08.2026)
- Bitkom Cloud Report 2026 (veröffentlicht 17.06.2026)
- § 14 UStG und § 27 UStG (E-Rechnungspflicht und Übergangsfristen; abgerufen 14.08.2026)
- KoSIT, Standard XRechnung (Grundlage EN 16931, Richtlinie 2014/55/EU; abgerufen 14.08.2026)
- § 1 BFSG (Anwendungsbereich, Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr ab 28.06.2025; abgerufen 14.08.2026)
- Art. 28 DSGVO, Auftragsverarbeiter (abgerufen 14.08.2026)
- Eigene Preisliste: appforge.hu/pricing.json (Starter-Shop 1.200.000 bis 2.000.000 Ft, Growth-Shop 2.000.000 bis 3.200.000 Ft, B2B und Headless ab 4.000.000 Ft). EUR-Werte zum Kurs 385 HUF/EUR, Richtwerte.